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Was Rapids Traumstart gegen Admira trübte

Prima Start, schöne Tore! Doch nicht alles gefiel Rapid gegen Admira.

Besser kann man sich den Start in die neue Bundesliga-Saison wohl nicht ausmalen!

Rapids 3:0-Auswärtssieg bei der Admira - der erste Liga-Start-Sieg in der Fremde seit 2004 und Djuricins erster Sieg überhaupt gegen die Südstädter - war eine klare Angelegenheit. Schöne Tore, tolle Kombinationen und die Tabellenführung nach dem ersten Spieltag rundeten den Traumstart ab.

Trotzdem wollten die Grün-Weißen die Kirche im Dorf lassen und fanden durchaus negative Aspekte, die den souveränen Sieg trübten.

"Haben geglaubt, wir können das mit Badeschlapfen runterspielen"

"Wir waren dann zu selbstherrlich. Wir haben geglaubt, wir können das mit den Badeschlapfen runterspielen", ärgerte sich Trainer Goran Djuricin nach dem Spiel bei "Sky" über Rapids Auftritt in der zweiten Halbzeit.

Bei Temperaturen über 30 Grad und einer 3:0-Führung dank einer bärenstarken ersten Hälfte war dies zu verkraften, die Art und Weise stieß dem Chefbetreuer jedoch schon sauer auf, wie er auf der Pressekonferenz auch noch einmal betonte.

"Die erste Halbzeit war sehr gut, die zweite war komplett konträr", holte der 43-jährige Wiener aus. "In der zweiten Hälfte war das einfach viel zu wenig, auch von der Bewegung her, da wollten wir nicht in die Zweikämpfe kommen. Wir haben einen Gang runtergeschalten, das sind auch nur Menschen. Aber das gefällt mir nicht und das werden wir natürlich auch ansprechen. Wir haben das dann auf die leichte Schulter genommen."

Dazu zählten zwei Großchancen, wo man zu egoistisch agierte, vor allem Veton Berisha, der unmittelbar nach seiner Einwechslung alleine vor Andreas Leitner nicht auf Murg querspielte, sondern selbst am Admira-Keeper scheiterte und dafür böse Worte seiner Mitspieler erntete.

Murg: "Haben dann ein bisschen Tribut gezollt"

Auch Kapitän Stefan Schwab war gegenüber LAOLA1 selbstkritisch genug, um im Moment des Erfolgs das Nachlassen nicht unerwähnt zu lassen: "Die zweite Halbzeit war dann leider nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wenn wir die Leistung der ersten 45 Minuten über 90 Minuten schaffen, kann das aber gut ausschauen."

Thomas Murg, der mit seinem Treffer nach sechs Minuten das Schiff früh auf Kurs brachte, gab offen und ehrlich zu: "Zweite Halbzeit haben wir dann ein bisschen Tribut gezollt, auch durch die Hitze, wir waren dann auch ein bisschen müde am Schluss. Wir haben das Tempo dann ein bisschen rausgenommen, es war dann ein bisschen ausgeglichener, aber trotzdem haben wir noch gute Chancen gehabt, wo wir durchaus höher gewinnen hätten können."

Nachsatz: "Über 90 Minuten war es ein hochverdienter und nie gefährdeter Sieg."

Rapid eiskalt und mit vielversprechendem Offensivspiel

Vor allem, weil Rapid wie aus der Pistole geschossen startete. Vom Abtasten im ersten Saisonspiel war keine Spur. Die grün-weiße Offensive rund um die Neuzugänge Deni Alar, Andrei Ivan und Christoph Knasmüllner, abgerundet durch Thomas Murg, wirbelten von der ersten Minute an.

"Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden, den Ball gleich laufen lassen, sind gleich durchgekommen und haben gleich die erste Chance genützt. Das ist dann für uns auch wichtig gewesen, weil wir unser Spiel dann in der ersten Halbzeit sehr gut durchgebracht haben. Wir haben sehr gute Ballstafetten gehabt, super Chancen kreieren können und drei Tore geschossen", zeigte sich Murg durchaus zufrieden.

Auch Schwab lobte die mannschaftliche Geschlossenheit, die diesen überfallsartigen Beginn gegen einen geschwächten Gegner möglich machte: "Wir haben als Mannschaft sehr gut agiert, haben einen guten Nachdruck gehabt, als Mannschaft nach vorne gespielt, sehr gutes Gegenpressing betrieben und haben die Admira gleich richtig eingeschnürt."

Der Spielverlauf spielte den Gästen dann natürlich in die Karten: "Natürlich waren wir dann auch eiskalt. Wir haben gleich die ersten Chancen reingehaut, das hat uns heute geholfen."

Rapids Schlüssel zum Erfolg

Den Schlüssel zum Erfolg ortet der Kapitän in der Herangehensweise an die Partie. Denn obwohl allen bewusst war, dass die Admira am Donnerstag 90 Minuten auf internationaler Ebene in der Europa-League-Quali gegen ZSKA Sofia in den Beinen hatte, unterschätzte man den Gegner in keiner Phase des Spiels.

"Wir hatten uns vorgenommen, dass wir schnell spielen, den Ball schnell laufen lassen, damit die Admira ins Laufen kommt. Das ist uns dann gut gelungen und wir haben gewusst, dass wir zu Chancen kommen."

Die auffällig gute Harmonie im Kombinationsspiel eröffnete Räume, das variable Offensivspiel überforderte die veränderte Admira-Defensive obendrein, in Hälfte eins verbuchte Rapid 78 Prozent Ballbesitz. Zwei Tore waren schön über mehrere Stationen herausgespielt, beim dritten war Bolingoli bei einem verunglückten Klärungsversuch von Emanuel Aiwu hellwach.

Auch Djuricin war vom Spielerischen sowie der Laufbereitschaft und Defensivstärke angetan. "Wir waren sehr ruhig, haben den Ball richtig gut zirkulieren lassen. Wenn man in einer Halbzeit drei Tore schießt und zwei gute Chancen hat, ist das wirklich sehr gut."

"Die Neuen glauben dann noch mehr an das, was wir spielen"

Christoph Knasmüllner ließ mit zwei Assists gleich erkennen, dass ihm das Vertrauen bei seinem neuen Klub gut tut und er ein wichtiger Spieler werden kann. Bei der Entstehung der ersten beiden Tore überzeugte er nicht nur mit gutem Auge, sondern zeigte auch, dass die Harmonie passt.

"Das ist schon sehr gut abgestimmt. Ich finde mich wirklich sehr gut zurecht, verstehe mich gut mit den Jungs, auf und außerhalb des Platzes. Die Assists sind mir gut gelungen. Gut reingestartet, zwei Assists - von daher passt das", zeigt sich der Neuzugang gegen seinen Ex-Klub zufrieden.

Ivan zeigte nicht nur seine fußballerischen Qualitäten, sondern wie schon im Cup seinen Einfallsreichtum beim Torjubel (siehe VIDEO). Für Kapitän Schwab war es das perfekte Spiel, um die Neuzugänge vom Spiel der Hütteldorfer endgültig zu überzeugen.

"Für uns war es sehr wichtig, dass das mit den Neuen funktioniert hat. Wir hatten doch fünf Spieler in der Startelf, die letztes Jahr nicht dabei waren. Und die glauben dann gleich noch mehr an das, was wir spielen. Das war sehr gut für die Integration, dass das so gut funktioniert hat."

Alles in allem eine grün-weiße Vorstellung, die Mut und Selbstvertrauen für die kommenden Wochen gibt. Zu viel wollen sich die Wiener auf den Sieg jedoch nicht einbilden, denn wie Murg nur zu gut weiß, "war das zwar ein gutes Zeichen. Wir schauen jetzt aber auf das Spiel gegen Altach und wollen auch da drei Punkte, sonst sind die heute gleich weniger wert."



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