Renato Gligoroski bricht sein Schweigen

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Beim SV Mattersburg geht es binnen weniger Tage drunter und drüber.

Am Dienstag wurde Trainer Gerald Baumgartner freigestellt (Hier nachlesen!), sein Nachfolger soll bereits feststehen (Hier nachlesen!).

Am Samstag kassierten die Burgenländer ein 0:6-Heimdebakel gegen den WAC, kurz davor wurde die Entlassung von Co-Trainer Renato Gligoroski bekannt, der laut "Sky" seine "Kompetenzen überschritten haben" soll. Auch der nicht zustande gekommene Transfer von Ramil Sheydaev wurde ihm angekreidet.

Im Interview mit "90minuten.at" spricht der langjährige Baumgartner-Wegbegleiter über die Vorwürfe.

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"Transfer nicht verbockt"

Gligoroski über die vermeintliche Schuld am geplatzten Shaydaev-Transfer: "Herr Pucher hat das so niemals gemeldet, aber in den Medien stand es so drinnen, dass ich daran Schuld war, dass der Transfer nicht zustande gekommen ist: Das war nicht so, ich habe alles versucht, dass der Transfer doch noch zustande kommt. Ich habe alles Menschenmögliche versucht. Ich habe den Transfer von Shaydaev nicht verbockt. Die Signale waren immer gleich: Der Spieler kommt ganz sicher. Ich habe schon Flüge rausgesucht, es ist aber nicht dazu gekommen. Pikanterie am Rande: An dem Tag, an dem ich gekündigt wurde, hat Shaydaev seinen Vertrag auflösen können. Unterschrieben hat er ein paar Tage später in Russland. Das ist nicht die Schuld von mir oder von Mattersburg, das kann man niemanden vorwerfen."

Punkto Kompetenzen, die angeblich überschritten wurden, sagt Gligoroski: "Das kann ich nicht kommentieren, weil um welche Kompetenz sollte es sich handeln? Das würde bedeuten, dass ich etwas gemacht habe, was ich nicht machen durfte. Ich hätte gegen eine Anweisung handeln müssen. Dass ich an der Kaderplanung beteiligt war, war auch von Martin Pucher und Gerald Baumgartner so gewollt. Man macht eine Kaderplanung im Trainerteam und dann sucht man nach passenden Optionen, da war ich penibel. Ich sichte dann massenhaft Videos, nicht nur die Highlights, sondern ganze Spiele, gegen gute wie schlechtere Gegner, auch Cup-Spiele gegen einen Drittligisten, um den Charakter zu erfahren."

Bereits gekündigt, aber noch auf der Bank

Pikant: Gligoroski soll vor dem Spiel gegen Hartberg schriftlich gekündigt worden sein, wurde darüber erst nach der 2:4-Niederlage per Brief informiert. Obmann Martin Pucher habe ihm nichts gesagt.

"Martin Pucher war beim Spiel gegen Hartberg sogar mit dabei. Die Vorbereitung auf das Match ist ganz normal abgelaufen. Erst am Montag war die Kündigung in der Post. Ich habe dann sofort Gerald Baumgartner informiert, dann ist alles seinen Weg gegangen, die Mannschaft hat es auch erfahren, ich habe mich dann am Mittwoch von der Mannschaft verabschiedet."

Ein Gespräch mit dem Obmann habe seither nicht stattgefunden.

Textquelle: © LAOLA1.at

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