Thalhammer: "War nicht klar, ob es weitergeht"

Thalhammer: Foto: © GEPA
 

Dominik Thalhammer sitzt fester denn je am Cheftrainer-Stuhl des LASK. Zusätzlich wurde der ehemalige Coach des ÖFB-Damen-Nationalteams in der Sommerpause mit den Aufgaben des Sportdirektors bedacht, diese Agenden übernahm er vom mittlerweile gesperrten Jürgen Werner, dem Ex-Vizepräsidenten der Linzer.

Dass dies allerdings alles andere als selbstverständlich ist, erläutert Thalhammer im Interview mit den "Oberösterreichischen Nachrichten". Auf die Frage, ob es für ihn immer klar gewesen sei, dass er LASK-Trainer bleibe, antwortet der 50-Jährige: "Nein, es war mir nicht klar, ob es mit mir weitergeht."

"Es hat mich aber umso mehr gefreut, dass mir der Klub weiter das Vertrauen gibt, und es ist jetzt meine Aufgabe, das zu rechtfertigen - und Spiele wie im Herbst zu zeigen", sagt Thalhammer weiter.

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Der Chefbetreuer gesteht sich selbst aber auch Fehler ein: "Es gab vor der Entscheidung mehrere Gespräche und eine eingehende Analyse vor der Vereinsführung. Es gehört auch zur Hauptaufgabe des Trainers, Fehler aufzuzeigen. Und da gehört dazu, bei sich selbst zu beginnen und dann auszuweiten."

Wo passierten diese Fehler? "Ich glaube, dass ich beim Herausspielen unter Druck den einen oder anderen Schritt zu schnell setzen wollte. Auch deshalb, weil wir im Herbst immer sehr schnell solche Lösungen gefunden haben", zeigt Thalhammer anhand eines Beispiels auf.

Thalhammer: Kritik an ihn beschäftigt seine Familie

Der 50-Jährige habe daher auch oft Verständnis für Kritik, wenngleich er nicht immer konform mit ihr einhergeht: "Ich denke auch über Kritik nach. Aber natürlich gibt es Dinge, die überschießend sind. Wir leben in einer Zeit, in der in den sozialen Medien übertrieben wird, wo Leute sich schon sehr viel herausnehmen - das betrifft nicht nur den Sport, sondern auch die Politik oder andere Bereiche. Aber das gehört zum Trainerjob dazu."

Speziell für seine Familie war dies zu Beginn seiner Amtszeit beim LASK sehr schwierig: "Natürlich hat es meine Frau am Beginn extrem beschäftigt. Sie musste auch lernen, damit umzugehen. Dann haben meine elfjährigen Kinder das auch irgendwann mitbekommen. Die waren fertig, weil sie nicht verstanden haben, dass so geschimpft wird und dass man Worte verwendet, die sie nicht kennen." Man müsse sie schützen, aber auch erklären, dass dies ein Teil des Fußballs sei.


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