Endstand
2:0
2:0 , 0:0
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Ländle-Derby: Was Lustenau besser machte als Altach

Die Austria gewann das Bundesliga-Duell gegen den SCR Altach. "Wir haben uns endlich einmal belohnt", freute sich Trainer Mader.

Ländle-Derby: Was Lustenau besser machte als Altach Foto: © GEPA

Domenik Schierl sprang mit dem Schlusspfiff übers Feld und herzte alle, die ihm gerade über den Weg liefen.

"Rundum perfekt", nannte Austria Lustenaus Tormann den Derbyabend. Gegen den SCR Altach feierte sein Team im ersten Aufeinandertreffen seit Mai 2024 vor vollem Haus einen 2:0-Derbysieg (zum Spielbericht >>>).

"Zwei Tore geschossen, hinten zu null - der Plan ist voll aufgegangen," freute sich Schierl überschwänglich.

Anfangsdruck abgewehrt

Dabei gehört die Anfangsphase klar den Gästen, die als Tabellenschlusslicht mit Druck nach Lustenau gefahren waren. "Altach ist mit einer enorm hohen Erwartung in das Spiel gegangen - die haben gewusst, wir sind angeschlagen", sagte Lustenaus Trainer Markus Mader.

Sein Team hatte in der Vorwoche spät eine 1:0-Führung bei Austria Wien aus der Hand gegeben - bei einer Derbyniederlage wäre Altach in der Tabelle vorbeigezogen.

Die erste richtig gute Chance im Derby hatte bei druckvoll startenden Altachern Patrick Greil in Minute 19 - Schierl parierte. In der Folge fand Lustenau besser ins Spiel. "Nach dem Save hast du im Gegenzug gemerkt: Wir haben Selbstvertrauen gekriegt", so Schierl.

Dass Altach zunächst besser im Spiel war, das war auch Trainer Markus Mader bewusst. Aber: Man sei ruhig geblieben, habe versucht, Inputs zur Höhe beim Verteidigen zu geben. Das schien zu fruchten. Dass Lustenau sich durchsetzte, hatte aber einen noch viel einfacheren Grund: Lustenau war - anders als an manchen vorherigen Spieltagen - effizient.

Der Unterschied: Effizienz

"Das war der Unterschied", fand Sportdirektor Dieter Alge. Die erste halbe Stunde habe Altach gehört - die wiederum das Problem gehabt hätten, vorne zu ungefährlich zu sein. Also ein Problem, mit dem die Austria bislang auch schon desöfteren gehadert hatte.

"Heute waren wir effizienter - die Tore waren auch richtig gut herausgespielt. Ich finde, es war ein verdienter Sieg." Auch Mader sprach von zwei Traumtoren, überragend seien die gewesen.

Besagte Tore erzielten Antonio Verinac in Minute 36 per Kopf, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Dominik Weixelbraun nach, in Szene gesetzt wurde er von Verinac.

"Da steht 2:0", sagte der nach dem Spiel und zeigte auf die Anzeigetafel. "Wir haben gefightet, wir haben alles gegeben, die Seele auf dem Platz gelassen. Am Ende waren wir effizient, das reicht."

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Konnte applaudieren: Markus Mader freute sich über den Derbysieg
Foto: ©GEPA

Trainer Mader war nach dem Derbysieg vollends zufrieden. "Wir haben uns endlich einmal für eine ambitionierte Leistung belohnt - zuletzt haben wir das nicht so geschafft. Heute ist alles aufgegangen: Vom Spielplan, vom hoch Verteidigen, von der Defensivleistung - wir haben ja kaum etwas zugelassen. Das macht uns sehr stolz."

Positive Zwischenbilanz

Abrechnen wollte man bei Lustenau - das betonte man seit dem Saisonstart - erstmals in der Länderspielpause. Mit acht Punkten am Konto und einem Derbysieg fällt die Zwischenbilanz jetzt nicht ganz so schlecht aus.

"Natürlich ist das jetzt eine super Ausgangslage. Die acht Punkte hätten wir gegen die WSG schon gewollt, dann wären wir heute nicht so unter Druck gewesen", erinnerte Alge an eine 0:4-Klatsche an Spieltag fünf. Deshalb: "Heute ist eine Riesenlast von uns gefallen."

Man sei der Aufsteiger, habe eine Mannschaft aus vielen Zweitligaspielern zusammengestellt, rief Mader ins Gedächtnis. "Uns muss man die Zeit geben, dass sich die Spieler entwickeln und an das Tempo gewöhnen können. Da habe ich noch keine Sekunde gespürt, dass der Verein unruhig wird."

Im Umkehrschluss wusste Lustenaus Trainer aber auch: "Wenn du das Derby daheim verlierst, wären das bittere drei Wochen geworden. So sind es tolle drei Wochen."

Des einen Freud', des ander'n Leid: Bei Schlusslicht Altach wird es spätestens jetzt so richtig ungemütlich.

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