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NEWS
Die Premiere des "VAR neu" brachte die Ränge zur Weißglut
Dass ein vermeintliches Hand-Vergehen während der Überprüfung auf der Videowall zu sehen war, sorgte für ein emotionales Beben im Allianz Stadion.
Textquelle: © LAOLA1
von Johannes Bauer
Die 62. Minute, Petter Nosa Dahl schießt die Hand von David Gugganig an. War es denn nun ein Elfer oder nicht?
"Für mich ganz klar. Unverständlich, dass man den nicht gibt" - sagte Nicolas Bajlicz.
"Die Entscheidung kann man so geben, wie sie entschieden wurde" - sagte Nikolaus Wurmbrand.
Uneinigkeit also selbst bei den Rapid-Spielern, Uneinigkeit auch bei den untereinander diskutierenden Journalisten.
Gut, dass die Szene letztlich nicht spielentscheidend war, einen interessanten Moment stellte sie allemal dar.
So laut waren selbst 18.000 noch selten
Schließlich wurde sie zu einer Premiere in der ADMIRAL Bundesliga: Erstmals wurde die Situation während der VAR-Überprüfung durch Schiedsrichter Harald Lechner gleichzeitig auf den Videowalls für Fans, Kicker und Betreuer gleichzeitig gezeigt.
Erstmals erklärte der Referee seine Entscheidung danach über das Mikrofon.
Und erstmals wurde ersichtlich, welchen Effekt das haben kann. Einen gewaltigen.
Denn so uneins die Rapid-Spieler und neutralen Beobachter, so deutlich fiel das Urteil der Rapid-Fans bei den Bildern aus. Ein gellendes Pfeifkonzert der knapp 18.000 Anwesenden brach über den beim Bildschirm stehenden Lechner herein.
Sicher nicht einfach, das bei der Bewertung komplett auszublenden. Dass die Entscheidung nicht zu Gunsten Rapids ausfiel, fachte die kochende Stimmung noch weiter an.
Die Spieler freut's
Für die Spielleiter könnte die Neuerung so zum Bärendienst für die Liga werden, der Transparenz hilft es allemal.
"Eigentlich extrem cool, dass man es jetzt auch im Video sieht, da konnten wir uns in die Situation reinversetzen", freute sich jedenfalls Bajlicz trotz des fehlenden Elferpfiffs über die neuen Umstände.
Und Rapid schoss das 2:0 keine fünf Minuten später - begleitet von einem frustbedingt intensiven Torjubel der Ränge. "Es hat uns auch irgendwo geholfen, denn es hat das Stadion nochmal ordentlich mitgenommen. Wir wurden angezündet und haben noch mehr Druck erzeugt", war sich Wurmbrand sicher.