Fehler? Rapid-Trainer Canadi bereut gar nichts

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Trainer Damir Canadi hat es beim SK Rapid nicht leicht! Neben den ausbleibenden Erfolgen gießt er mit seinen Antworten und seinem Verhalten noch zusätzlich Öl ins Feuer.

Trotz Negativserie und Platz 7 sieht er Rapid weiter "auf dem richtigen Weg". Im "Kurier"-Interview meint er, angesprochen darauf, ob sein Abschied aus Altach ein Fehler war: "Nein, es macht mir Spaß hier. Entscheidungen bereue ich nie. Ich lebe im Heute. Aber ich mache mir immer Gedanken was ich besser machen kann."

"Auch unter Canadi kann Rapid 600 Pässe spielen"

Dass es länger dauert, sein Konzept auch mit Siegen zu belohnen, liegt seiner Meinung nach "hauptsächlich aufgrund von Verletzungen".

Von seinem System mit Dreierkette will der 46-jährige Wiener auch weiterhin nicht abrücken, den Vorwurf einer aufgezwungenen Defensivtaktik lässt er nicht gelten: "Es liegt nicht an den Dingen wie Systemen, die öffentlich diskutiert werden. Wir wollen auch Ballbesitz. Auch unter Damir Canadi kann Rapid 600 Pässe spielen. Es fehlen nur Kleinigkeiten."

"Bei Rapid wurden im Sommer falsche Entscheidungen getroffen"

Ausgerechnet mit jenen Systemen hat er in der Vergangenheit jedoch für Furore gesorgt. Weil er variiert hat, viele verschiedene Systeme etabliert hat und seine Mannschaften auf die Umstände angepasst hat. Bei Rapid war das bisher nicht der Fall.

"Es ist wichtig, bei schlechten Ergebnissen den Halt mit dem eingelernten System zu geben. Die Leistungen zeigen, dass das richtig ist."

Zum Vorwurf, er würde mit dem vorhandenen Material den falschen Fußball spielen lassen, meint er: "Rapid hat vor meiner Zeit sehr viele Großchancen zugelassen, wurde oft ausgekontert. Das liegt auch am Tempo und der Qualität, auf die bei der Zusammenstellung des Kaders nicht geachtet wurde. Da wurden im Sommer falsche Entscheidungen getroffen. Deswegen soll die Dreierkette Stabilität bringen. Da geben mir die Spiele recht."

Canadi mehrmals nicht am Trainingsplatz?

Das versuchte Canadi zuletzt auch via Facebook mit einer Statistik zu belegen, in welcher die Zahlen seiner Vorgänger Zoran Barisic und Mike Büskens mit den aktuellen verglichen wurden. Ein Eigentor, wie viele meinen.

Denn der Chefbetreuer ließ nicht nur wichtige Zahlen weg oder verwies auf die Punkte-Ausbeute, er brachte auch jene Statistik in Umlauf, von der er wiederholte Male nichts wissen wollte. Zudem weist er die schlechteste Bilanz aller Rapid-Trainer in der Vereinsgeschichte auf.

Canadi wird vom "Kurier" zudem mit der Frage konfrontiert, warum er an mehreren Trainingstagen nicht auf dem Platz stand - eine ungewöhnliche Vorgehensweise: "Ich bin immer da, und wenn mal nicht direkt am Platz, dann in der Kraftkammer bei den Verletzten. Oder in der Kabine, wo wir ebenso Arbeitsbereiche haben.

Meister? "In der derzeitigen Verfassung ist dieses Team sicher nicht dazu in der Lage"

Der Wiener hat derzeit einige Probleme zu lösen. Statt dem vom Klub ausgegebenen Meistertitel droht nun sogar der Abstiegskampf. Auch Canadi wollte ein Meisterteam formen.

"In der derzeitigen Verfassung ist dieses Team sicher nicht dazu in der Lage." Ein Umbruch sei aber erst dann möglich, wenn Verträge auslaufen bzw. Spieler den Verein freiwillig verlassen.


LeSchladi mit einer Bitte an Marcel Koller:

Textquelle: © LAOLA1.at

Koalition Rapid/Sturm: Drohung an Bundesliga-Konkurrenz

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