Fans pfeifen auf ÖFB-Show bei Finale in Klagenfurt

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Das ÖFB-Cup-Finale zwischen dem SK Rapid und RB Salzburg spart nicht mit einem organisierten Rahmenprogramm.

Die 20.200 Fans in der Wörthersee-Arena pfeifen aber im wahrsten Sinne des Wortes auf die Show, das Klagenfurter Blasmusik-Orchester erleidet ein Helene-Fischer-Schicksal.

Der Schlager-Star wurde erst vergangenen Samstag beim DFB-Pokal-Finale zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt lautstark ausgepfiffen, um ein Zeichen für Fußball und gegen zu viel Rundherum zu setzen.

Die Aktion der Fans weitet sich auf weitere Programmpunkte an diesem Abend in Klagenfurt aus, unter anderem die Bundeshymne.

Dafür sorgen die Zuschauer während des fußballerischen Geschehens auf dem Platz für eindrucksvolle Stimmung.

22 Jahre ist es her, dass der SK Rapid zum letzten Mal den ÖFB-Cup für sich entscheiden könnte. Es war der Anfang einer glorreiche Zeit der Grün-Weißen mit Cupsieg, Cup-der-Cupsieger-Finale, Meistertitel und Champions League.

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Was wurde aus Rapids letzten ÖFB-Cupsiegern aus der Saison 1994/95? LAOLA1 hat sich auf die Suche begeben:

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MICHAEL KONSEL (Torhüter/55): Damals die klare Nummer eins im Rapid-Tor und zusätzlich löste er Robert Pecl als Rapid-Kapitän ab. Der "Panther von Hütteldorf" prägte seine Zeit bei den Grün-Weißen.

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Heute ist er als Werbeträger, TV-Experte und "Adabei" ein gerngesehener Gast. Zudem profitiert er von einer Sportmanagementausbildung sowie Erfahrung im Sportmarketing. 2004 gründete er MK.Impuls - ein professionelles mobiles Fußballcoaching, von welchem Einzelpersonen gleichermaßen profitieren wie Vereine. Zudem organisiert er Fußballevents und -reisen.

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ROBERT PECL (51/Verteidiger): Der eisenharte Verteidiger wurde seinem Ruf oft genug gerecht. Von 1992 bis 1995 trug er die Kapitänsschleife. Im ÖFB-Cup-Finale gegen DSV Leoben wurde er in der 91. Minute eingewechselt, bekam die Kapitänsschleife und somit als erster den Pokal überreicht. Damit beendete er seine Karriere.

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Für die Grün-Weißen schnürte sich Pecl von 1986 bis 1995 die Fußballschuhe, das war auch sein einziger Profi-Verein. Viele Verletzungen machten eine längere Laufbahn nicht möglich. Mit dem Fußball hatte "der Eiserne" in weiterer Folge nichts mehr zu tun, seit 2003 ist er Wiener Geschäftsführer der Werbeartikelfirma "PF Concept".

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PETER SCHÖTTEL (Verteidiger, 50): Der Wiener erarbeitete sich den Status als Rapid-Urgestein, löste 1997 Michael Konsel als Kapitän ab und avancierte zum Rekord-Spieler Rapids (527 Pflichtspiele), auch wenn Steffen Hofmann nun mit ihm gleichzog.

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Nach dem Karriereende stieg Schöttel direkt im Rapid-Nachwuchs ein und pendelte daraufhin als Trainer und Sportmanager (Rapid, WSK, Vienna, Wr. Neustadt). Nach einer Rapid-Rückkehr als Chefcoach kämpfte er mit SV Grödig gegen den Abstieg. Erst kürzlich übernahm er das ÖFB-U19-Nationalteam.

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MICHAEL HATZ (Verteidiger/46): Der großgewachsene Verteidiger spielte sechs Jahre lang eine Rolle bei Rapid. Nach dem Europacup-Finale 1996 heuerte er in Italien bei Reggiana und Lecce an, ehe er von 1998 bis 2001 noch einmal zu Rapid zurückkehrte.

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Heute ist Hatz für das Sportland Niederösterreich tätig, nachdem er sich davor als Nachwuchstrainer bei der Admira, als Betreuer der italienischen Nationalmannschaft bei der EURO 2008 oder auch als Marketingleiter beim SKN St. Pölten hervortat. Zudem sitzt er im Ethikrat des SK Rapid.

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KURT GARGER (56/Verteidiger): Der Abwehrspieler wechselte schon im Winter 1995 und war bei der Cup-Krönung gar nicht mehr dabei. Natürlich hatte aber auch er seinen kleinen Anteil am Titel. Insgesamt war er von 1979 bis 1988 und eben in der Saison 1994/95 bei den Hütteldorfern.

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Garger blieb dem Fußball erhalten und schlug die Trainerlaufbahn ein. Ob Admira, FSV Frankfurt, Vienna, Eisenstadt, Parndorf, Duanajska Streda oder Hartberg - Garger machte viele Stationen durch. Bevor er im Sommer bei Stripfing anheuerte, war er Trainer und sportlicher Leiter bei der Vienna.

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ROMAN PIVARNIK (Mittelfeld/50): Ob im Mittelfeld oder noch eine Spur weiter hinten - der Slowake durfte seinen Teil zum Erfolgslauf im ÖFB-Cup beisteuern. Rapid blieb er von 1994 bis 1997 treu.

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Nach seiner aktiven Laufbahn startete er schnell seine Trainerkarriere und kam dabei unter anderem nach Saudi Arabien. 2006 stand er Georg Zellhofer als Rapids Co-Trainer zur Seite, vergangenenes Jahr trainierte Pivarnik die Bohemians Prag, wo es in einem Testspiel mit Rapid zum Wiedersehen mit Zoran Barisic kam. Aktuell Trainer von Viktoria Pilsen und Andreas Ivanschitz.

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PRVOSLAV/PATRICK JOVANOVIC (Verteidiger/43): Damals noch unter dem Namen Prvoslav absolvierte er 1994/95 in seinen acht Jahren bei Rapid eine der stärksten Saisonen und wurde mit der Zeit immer offensiver eingesetzt, bis im Jahr darauf unter anderem einmal als Kühbauer-Ersatz mit der Nummer 10.

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Jovanovic, dann schon umbenannt auf Patrick, erklärte erst Anfang 2015 sein Karriereende, damals spielte er schon mehrere Jahre unterklassig. Nebenbei fungierte er bereits als Spielertrainer, aktuell ist er Co-Trainer bei den Rapid-Amateuren unter Chefcoach Muhammet Akagündüz.

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ZORAN BARISIC (Mittelfeld/47): Freistoß-König, Edelzangler, Ballzauberer - Barisic war einer der Begabtesten seiner Zunft, zählte aber in der ÖFB-Cup-Saison und auch darüber hinaus nicht immer zum Stammspieler. 1994/95 steuerte er in 26 Pflichtspieleinsätzen in Bundesliga und Cup 3 Tore in 26 Einsätzen bei.

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Rapid blieb der Wiener aber bis kürzlich erhalten. Angefangen als Co-Trainer unter Peter Pacult, arbeitete er sich über die Amateure bis zur Kampfmannschaft vor. Zuerst durfte "Zoki" nur interimistisch aushelfen, von April 2013 bis Juni 2016 hatte er die Zügel fest in der Hand. Aktuell Trainer von Kardemir Karabükspor in der Türkei.

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DIETMAR KÜHBAUER (Mittelfeld/46): Spielerisch und kämpferisch war sich der Burgenländer für nichts zu schade. Trainer Ernst Dokupil verglich ihn nicht umsonst mit Marko Arnautovic - als Aggressive Leader, als Typ, der die Mannschaft wachrüttelte und führte. Auch die Schiedsrichter können ein Lied davon singen.

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Auch Kühbauer schlug den Trainerweg ein. Bei den Admira Amateuren gestartet, schaffte er es bis zum Cheftrainer der Südstädter, ehe er zuletzt zwei Jahre beim Wolfsberger AC unter Vertrag stand. Seit Ende November 2015 ist er wieder auf der Suche und lenkt sich ab und zu als TV-Experte ab.

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PETER GUGGI (Mittelfeld/49): Unvergessen ist sein spielentscheidender Treffer gegen DSV Leoben, der Rapid 1995 den bis dato letzten ÖFB-Cupsieg bescherte. Auch sonst war er von 1994 bis 1997 eine fixe Größe im defensiven Bereich der Hütteldorfer.

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Anders als viele seiner ehemaligen Mitspieler kehrte er dem Sport nach weiteren Stationen bei Admira, Hibernian und DSV Leoben 2003 aufgrund einer schweren Verletzung endgültig den Rücken. Heute verdient sich der Steirer seine Brötchen als Auto-Verkäufer bei VW in Graz.

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ANDREAS HERAF (Mittelfeld/49): Die wallende Mähne des Flügelspielers ist noch heute in guter Erinnerung. Seine Zeit bei Rapid war in zwei Perioden eingeteilt: Von 1985 bis 1988 und von 1994 bis 2000. Auch auf dem Weg ins ÖFB-Cup-Finale war er gefragt, wenn auch nicht so, wie die Jahre darauf.

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Als Trainer startete er 2001 als Co-Trainer in Saarbrücken. Stationen in Rapids U18, bei A. Lustenau, Schwanenstadt, Pasching und Parndorf folgten, ehe seine ÖFB-Zeit eingeläutet wurde. Seit 2008 betreute er von der U16 bis zur U20 alle Auswahlen mehrmals. Ab Herbst ist er Sportdirektor des neuseeländischen Fußball-Verbandes.

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STEPHAN MARASEK (Mittelfeld/47): Zusammen mit Didi Kühbauer, Zoran Barisic und Sergej Mandreko bildete der Mittelfeldspieler die "Daltons". Von 1993 bis 1996 schnürte er sich die Schuhe bei Rapid, ehe er über den SC Freiburg zum FC Tirol und Austria Salzburg kam und beim FC Vomp seine aktive Karriere ausklingen ließ.

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In Natters startete er als Jugendtrainer, übernahm den Chefposten beim SV Oberperfuss und bei SVG Reichenau. Von Dezember 2014 bis August 2016 hatte er die sportliche Leitung beim FC Kufstein über, mit seiner Familie hat er sich in Tirol niedergelassen. Sohn Lukas spielt bei Kufstein, Sohn Daniel beim SV Hall.

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SERGEJ MANDREKO (Mittelfeld, Sturm/45): Der tadschikisch-russisch-österreichische Ex-Profi belebte das Offensivspiel, kam aber bei Rapid von 1992 bis 1997 nicht so zum Zug, wie er sich das gewünscht hätte. 1994/95 war seine beste Saison. Trotzdem schaffte er es danach zu Hertha BSC und zum VfL Bochum, ehe er bei Mattersburg und Parndorf in Pension ging.

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Nach ersten Gehversuchen als Trainer in Lassee nahm ihn Rashid Rachimov bei Lokomotive Moskau als Co-Trainer unter seine Fittiche, wo er von Jänner 2008 bis Dezember 2009 Erfahrungen sammelte. Erst kürzlich wurde beim Coach des LAC in der 2. Wiener Landesliga die Nervenkrankheit ALS diagnostiziert.

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MACIEJ SLIWOWSKI (Sturm/50): Der Pole machte sich nicht nur aufgrund zweier starker Saisonen mit jeweils acht Liga-Saisontreffern einen Namen, sondern auch mit seinem unvergleichlichen Schnauzer. Beim Einzug ins ÖFB-Cup-Finale war er vier Mal im Einsatz und erzielte zwei Tore, in der Liga waren es acht in 31 Spielen.

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Danach folgten Stationen beim FC Tirol, der Admira, in Ried und St. Pölten, ehe er seine Karriere komischerweise in Hundsheim beendete. Ansonsten ist nur eine kurze Trainerstation von April bis Juni 2011 beim polnischen Zweitligisten Znicz Pruszkow bekannt.

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MARCUS PÜRK (42/Stürmer): Mit damals jungen 20 Jahren war Pürk 1994/95 Fixstarter und kam in 34 Liga-Spielen auf 13 Tore. Auch am Weg ins Cup-Finale hatte er mit sechs Einätzen und vier Toren maßgeblichen Anteil - vor allem erzielte er einen Doppelpack beim so wichtigen Halbfinal-Triumph gegen Casino Salzburg.

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Zu Rapid wechselte Pürk damals direkt von der Austria, von Rapid schaffte er es zu Real Sociedad nach Spanien. Weitere Stationen: Sturm, wieder Rapid, 1860, Admira, Vienna, Schwadorf, Stpckerauu, Simmering, St. Margarethen, Mannersdorf und seit Jänner 2016 bei Kaltenleutgeben. Pürk ist also noch immer aktiv.

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RENE HALLER (Abwehr/43): Ihn werden bei einem Rückblick auf die glorreiche Zeit nur mehr wenige auf dem Zettel haben. Dabei schnürte sich der Verteidiger immerhin von 1993 bis 1996 die Fußballschuhe bei Rapid. Viel Einsatzzeit bekam er nicht, aber immerhin kam er zu vier Einsätzen am Weg ins ÖFB-Cup-Finale. Erst 2010 beendete er seine Karriere.

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GERALD OBRECHT (43/Sturm): Ein Eigenbauspieler, der es 1993 in den Profi-Kader schaffte. Das Cup-Finale 1995 war praktisch sein Schlusspunkt in Grün-Weiß, ehe er zum VfB Mödling wechselte, danach spielte er bei Admira, Oberwart, FC Lustenau, Eisenstadt oder Kottingbrunn. Hatte 1994/95 23 Liga (4 Tore) und vier Cup-Einsätze (2) - als Joker.

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ALFRED JERMANIS (50/Mittelfeld): War 1994/95 eine Saison bei den Rapid-Profis, schaffte es aber nicht zum Stammspieler. 18 Liga-Einsätze (1 Tor) und eine einzige Partie im Cup waren das Höchste der Gefühle. Der Slowene spielte danach vorwiegend in seiner Heimat weiter.

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SASCHE BÜRRINGER (41/Mittelfeld): Ein klassischer Backup, damals auch erst 19 Jahre alt. Kam in der Cup-Titel-Saison auf zehn Einsätze in der Liga und fünf im Cup. 1993/04 stieg er zu den Profis auf, 1995/96 war seine letzte Saison. Von Rapid wechselte der Mittelfeldspieler zum Wiener Sportclub.

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AMIR BRADARIC (42/Mittelfeld): Stand damals im Kader, kam aber in der einzigen Saison bei Rapid nicht über drei Liga-Einsätze und einen im Cup hinaus. Ging aber seinen Weg, spielte unter anderem bei Vorwärts Steyr oder Austria Salzburg, seit Jänner bei ASV Radlberg und Nachfolger von Goran Djuricin als Trainer bei Regionalligist ASK Ebreichsdorf.

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ISTVAN PUSKAS (45/Sturm): Auch für den Ungarn war Rapid nur für eine Saison eine Zwischenstation, darf sich aber trotz nur drei Spielen in der Meisterschaft und zwei im Cup Cupsieger nennen. Im Pokalbewerb steuerte er mit zwei Toren in zwei Spielen seinen Anteil bei. Spielte danach hauptsächlich unterklassig weiter.

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ERNST DOKUPIL (Trainer/70): Der Trainerfuchs stieg nach kleineren Stationen bei Rapid zur Legende auf. In seiner ersten Amtszeit von 1994 bis 1998 toppten der Meister-, Cup-Titel und das Europacup-Finale alles. Die zweite Ära von 2000 bis 2001 war hingegen weniger erfolgreich.

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Obwohl er mit dem Zitat "Fußball ist ein Scheißspiel" für Aufsehen sorgte, hat er die Liebe zum runden Leder bis heute nicht verloren und wohnt als Mitglied des Rapid-Legendenklubs fast jedem Heimspiel bei. Zudem fröhnt der Pensionst seiner Leidenschaft auf dem Golfplatz, so oft es geht.

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HERBERT "FUNKI" FEURER (Co-, Torwart-Trainer/63): Die ehemalige Torhüter-Legende stand Dokupil immer mit Rat und Tat zur Seite. Nicht nur bei Rapid, auch bei der Admira und im ÖFB-Nationalteam kümmerte er sich jahrelang um die aufstrebenden Torhüter und entwickelte sie zu Top-Leuten.

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Feurer führte nebenbei jahrelang eine Trafik im 16. Wiener Gemeindebezirk. Bei Rapid ist er noch heute ein gern gesehener Gast und viele Gäste kommen seinetwegen. Im Dezember 2007 rief er den Rapid-Legendenklub ins Leben, um verdienstvolle Spieler des Vereins auch noch Jahre nach ihrer langen Karriere zusammenzuführen und zu würdigen.

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Textquelle: © LAOLA1.at

Steffen Hofmann peitscht Rapid-Spieler vor Cup-Finale ein

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