Es wird emotional in Salzburg

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Erstmals traten am Dienstag Salzburg-Sportchef Christoph Freund und Geschäftsführer Commercial Stephan Reiter gemeinsam vor den Medien auf. Und dabei wird es emotional.

Denn Freund gefällt die aktuelle Stimmung rund um den Verein nicht:

„Es wird mehr geschrieben, die Fans müssen wieder auf einen Star verzichten, es kommt schon wieder einer weg, Salzburg kann die Spieler nicht halten. Das verwundert mich. Wir sind erfolgreich wie nie und mussten uns noch nie so viel rechtfertigen.“

Der 39-Jährige holt in der Red-Bull-Arena zu diesem mehrminütigen Statement aus:

„Wir haben in den letzten Jahren mit Transfereinnahmen die 100-Millionen-Euro-Marke sogar überschritten, das war vor fünf, sechs Jahren unvorstellbar, hätte keiner für möglich gehalten, auch ich nicht. Wir haben das geschafft und das ist ein außergewöhnlicher Erfolg. Und auf der anderen Seite sind wir sportlich so erfolgreich wie noch nie. Wir haben drei Mal das Double geholt, das war vorher nie der Fall. Früher haben wir ältere Spieler geholt, die am Ende der Karriere waren, große Namen waren, aber die haben nie geschafft, das Double zu holen. Das geht mir aktuell einfach unter. Wir haben aktuell 49 Punkte, wir hatten nur einmal in den letzten Jahren mehr Punkte, damals im zweiten Jahr unter Roger Schmidt. Das liest man nirgends, das wird nirgends kommuniziert. 49 Punkte – und das obwohl wir einen schlechten Saisonstart hatten. Aber das wird gar nicht so richtig wahrgenommen, es wird mehr geschrieben, die Fans müssen auf einen Star verzichten, es kommt schon wieder einer weg, Salzburg kann die Spieler nicht halten. Das verwundert mich. Wir sind erfolgreich wie nie und mussten uns noch nie so viel rechtfertigen. Obwohl wir wirtschaftlich erfolgreich arbeiten und Spielern eine Karriereplattform bieten, sie machen eine Weltkarriere. Wir als Verein sind erfolgreich wie nie, das Wichtigste, und das wird nicht wahrgenommen. Das verstehe ich nicht und es würde mich freuen, wenn das wieder einen positiven Run aufnimmt. Man hört nur, Salzburg ist am Weg nach unten, aber das ist nicht der Fall und das wird auch in Zukunft nicht der Fall sein. Weil wir super Spieler im Verein haben, die in der Zukunft wieder unsere erste Mannschaft verstärken und wieder mehr Zuschauer ins Stadion bringen werden. Aber dafür brauchen wir eine positive Grundstimmung und da sind wir alle verantwortlich. Immer wieder lese ich, Salzburg zerfällt, wenn ein Spieler geht, aber wir sind erfolgreich. Ich möchte auch, dass die Fans stolz sind. Dass Spieler dann im Ausland erfolgreich Karriere machen, macht mich stolz. Aber wir sind nun mal in Österreich. Die Spieler, die bei uns waren, Hut ab, dass sie da waren und so lange hier waren. Und sie erinnern sich gerne an die Zeit hier. Ich bin überzeugt, dass es so weitergehen wird und vielleicht gelingt uns irgendwann der ganz große Coup. In erster Linie wollen wir in Österreich die beste Mannschaft bleiben und die Titel verteidigen. Da sind wir auf einem guten Weg.“

Tatsache ist allerdings der Einbruch der Zuschauerzahlen: Im Vergleich zum Vorjahr sind 23 Prozent weniger Besucher ins Stadion gekommen.

Da will Neo-Geschäftsführer Reiter auch ansetzen, bittet aber auch um Geduld: „Es geht darum, neue Impulse zu setzen, wieder interessant zu werden. Wir haben ein begeisterungsfähiges Publikum und das wollen wir mitnehmen. Das ist eine Kernaufgabe und wir sind auch dabei, das Leitbild des Vereins zu überarbeiten. Wir wollen wieder greifbar werden und dabei auch neue Wege gehen.“

Bei einem Fan-Thema, das noch immer emotional geführt, ist die Tür hingegen zu. Die Meisterstern-Debatte ist seitens des Vereins keine mehr.

„Die Entscheidung wurde getroffen. Für mich ist das Thema erledigt“, so Reiter.

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