NEWS

Diese Derby-Niederlage gibt der Austria Hoffnung

Vor einer Woche waren die Veilchen noch ratlos, diesmal ärgern sie sich über "eine unverdiente Niederlage" gegen den Tabellenführer.

Diese Derby-Niederlage gibt der Austria Hoffnung Foto: © GEPA

Eine 0:2-Niederlage im 351. Wiener Derby, das sechste sieglose Spiel in Serie, die Wiener Austria ist dem letzten Platz wieder einen Punkt nähergekommen.

"Es ist hart, es ist echt hart", stöhnt Kapitän Manfred Fischer. Samuel Sahin-Radlinger fügt hinzu: "Es tut einfach nur weh heute."

Eine andere Art der Trauer

Das liegt aber nicht nur an den eingangs erwähnten nackten Zahlen.

Im Gegensatz zur Niederlage in Altach vor einer Woche als den Veilchen Ratlosigkeit in die Gesichter geschrieben stand, ist es diesmal vielmehr das Wissen, dass viel mehr drinnen gewesen wäre, das für Trauer sorgt.

"Unverdiente Niederlage"

Was auf dem Papier wie ein klarer Sieg der in exzellenter Form befindlichen Hütteldorfer aussieht, war es nämlich so gar nicht.

"Eine sehr schmerzliche, unverdiente Niederlage", findet Sahin-Radlinger. Vor allem in der ersten Hälfte war nicht zu erkennen, welches der beiden Teams am Platz da gerade tief in der Krise steckt.

Die Veilchen übernahmen nach den Anfangsminuten das Kommando, die Grünen fanden so gar kein Rezept.

Probleme vor dem Tor

Fischer sagt: "Wir hatten einen super Plan, haben den super umgesetzt, Energie entwickelt. Jeder hat gespürt, dass etwas möglich ist."

Doch es fehlte oft der letzte Pass, bei Vasilije Markovics Lattenknaller schlichtweg auch das Glück.

"Wir müssen führen, das Spiel war 40 Minuten lang in ihrer Hälfte, aber die wirklich zwingenden Torchancen haben gefehlt", weiß Sahin-Radlinger.

Wieder ein Elfer, wieder Slapstick

test
Hängende Köpfe unmittelbar nach dem Schlusspfiff
Foto: ©GEPA

Und so nahm das violette Unglück seinen Lauf. Nach einer Stunde brachte Yusuf Demir den SCR mit einem Elfertor in Führung. Es war bereits der sechste Elferpfiff gegen den FAK in der laufenden Meisterschaft.

In der 83. Minute machten die nach der Führung besseren Rapidler den Sack zu, weil eine Mbuyi-Kerze nach einem Corner zu einer Slapstick-Aktion führte, bei der Sahin-Radlinger den Ball an die Stange lenkte, von der aus Taeseok Lee getroffen wurde und den Ball ins eigene Tor beförderte.

"Man sieht Woche für Woche, welch unglückliche Tore wir kassieren", ärgert sich der Austria-Goalie.

Es bleibt ein positiver Eindruck

Und doch bleibt letztendlich ein durchaus positiver Eindruck. Coach Max Uhlig spricht von einer Leistung, die "absolut in Ordnung" war.

Sein Fazit: "Es ist nicht schön, auf die Tabelle zu schauen. Aber man hat heute gesehen, dass wir dort nicht hingehören."

Neue Hoffnung

Die Violetten haben an einem aus ihrer Sicht bitteren Abend wieder Hoffnung geschöpft.

"Ich mache mir keine Sorgen, dass wir alle gemeinsam aus dieser Situation wieder rauskommen. Es ist sehr ermüdend. Aber ich bin keiner, der aufgibt. Ich glaube daran!", sagt Kapitän Fischer.

Kommentare