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Derbysieger Rapid: "Eines unserer schlechteren Spiele"

Nach einer Saison ohne Derbysieg gewinnt Grün-Weiß in Favoriten. Die Rapidler über das Spiel an sich, die Bedeutung des Derbys und eine persönliche Genugtuung.

Derbysieger Rapid: "Eines unserer schlechteren Spiele" Foto: © IMAGO / STEINSIEK.CH

Der SK Rapid darf nach knapp eineinhalb Jahren wieder über einen Derbysieg jubeln.

"Ein Derbysieg ist immer etwas Spezielles", weiß Niklas Hedl nach dem 2:0-Sieg in der 351. Ausgabe des Prestigeduells: "Wir sind alle sehr, sehr froh, dass wir heute als Sieger wieder nach Hütteldorf fahren können."

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Für Cheftrainer Johannes Hoff Thorup war es der erste Sieg gegen die Wiener Austria. "Es bedeutet mir sehr viel, weil Rapid ein besonderer Klub ist - und wenn man erst einmal Teil dieses Fußballvereins ist, merkt man, worum es hier eigentlich geht", spricht der Däne im Anschluss von vielen Menschen und Spielern im Klub, denen er "wirklich nur das Beste" wünsche.

Das zeichnet eine gute Mannschaft aus

Anders als es das Ergebnis am Ende vermuten ließe, dominierte der Tabellenführer aus Hütteldorf das Derby gegen den Elften nicht nach Belieben. Anfänglich präsentierte sich Rapid stärker, doch ab der 20. Minute war die Wiener Austria lange besser im Spiel.

"Die Austria hat es nicht schlecht gemacht, da hatten wir auch ein bisschen Glück mit dem Lattenschuss (von Markovic, Anm.)", gibt Jannes Horn zu.

Der Deutsche findet auch kritische Worte für das eigene Team: "Wir wissen, dass heute eines unserer schlechteren Spiele war. Aber eine gute Mannschaft zeichnet aus, dass du auch solche Spiele gewinnst. Wir waren uns vor dem Spiel bewusst, dass ein Derby immer ein besonderes Spiel ist, auch wenn die Austria in einer schwierigen Phase ist."

Torhüter Hedl redet indes von einem "harten Stück Arbeit, aber deshalb ist es jetzt gerade umso schöner".

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Yusuf Demir durfte schon zum fünften Mal in dieser Bundesliga-Saison zum Torjubel ansetzen.
Foto: ©GEPA

Mit dem Seitenwechsel wurde die Partie wieder ausgeglichener. Aber erst durch das Elfmeter-Tor von Yusuf Demir (60.) zog Rapid das Spiel in die eigene Richtung. Ercan Kara wurde von Aleks Dragovic gefoult, der 23-Jährige verwandelte den Strafstoß lässig in die Mitte.

"Er hat einfach sehr, sehr viel Selbstvertrauen momentan", meint Horn, der nicht zu viel über seinen Teamkollegen sagen will. "Das macht ihr (die Medien, Anm.) schon genug, er hat sich das aber auch verdient, indem er einfach Woche für Woche sehr gute Leistungen bringt."

Jeder weiß, wie Yussi zurzeit drauf ist, dass er vielleicht sogar der beste Spieler der ganzen Bundesliga ist.

Niklas Hedl über Yusuf Demir

Etwas größer fällt das Lob von Hedl aus: "Jeder weiß, wie Yussi zurzeit drauf ist, dass er vielleicht sogar der beste Spieler der ganzen Bundesliga ist. Mit Selbstvertrauen Elfmeter schießen, das kann er."

Der Goalie bekommt die starke Phase von Demir im Training hautnah mit: "Wenn der wohin zählt, dann trifft er auch. Egal, ob der Torhüter hingeht oder nicht. Heute hat er sich für die Mitte entschieden."

22 Minuten nach dem Demir-Elfer sorgte ein Eigentor der Austria nach Kopfball von Joker Claudy Mbuyi für die Vorentscheidung.

Horns Genugtuung

Wenig später durfte dann auch Horn runter. Der Verteidiger ging angeschlagen ins Spiel, hatte dennoch nur einen Gedanken im Kopf: "Das Spiel hoffentlich zu gewinnen und in der Kabine zu feiern."

Die vorherigen vier Derbys konnte Horn mit den Rapidlern nämlich nicht gewinnen. Im letzten Spiel gegen die Austria musste er nach 25 Minuten schon verletzt ausgewechselt werden. "Das tat schon sehr weh und ich habe mir dann vorgenommen, das nächste Derby auf jeden Fall zu gewinnen."

Um das zu schaffen, "geht man auch mal ein bisschen über Schmerzen - das habe ich gerne gemacht und es hat sich gelohnt." Inklusive "nicht nur einer" Schmerztablette, wie er selbst zugibt.

Gefeiert wird nun trotzdem. Dafür fahren die Rapidler nach dem Sieg nach Hütteldorf, bei den Wiener Derbys sind ja bis 2029 weiterhin keine Auswärtsfans erlaubt. "Da ist noch ein bisschen was geplant. Ich gehe jetzt schnell duschen und dann kommt bestimmt noch etwas", so Horn.

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