Präventionskonzept "lebendes Dokument"
(Text wird unter dem Video fortgesetzt)
Das bewährte Präventionskonzept der Bundesliga, laut Ebenbauer ein "lebendes Dokument", wurde im Vergleich zum Frühjahr in den meisten Punkten nur leicht adaptiert. Es kommt im Herbst allerdings zu einer zentralen Neuerung: Ab der ersten Runde dürfen wieder Zuschauer in die Bundesliga-Stadien, wobei die vollen Kapazitäten laut den behördlichen Vorgaben nicht genutzt werden können.
Laut Zahlen des market-Instituts ist das Interesse am Fußball in den vergangenen Monaten generell etwas gesunken, vor allem bei den Jüngeren. Für Ebenbauer ist das verständlich, er vergleicht die Zeit der Geisterspiele mit einer Fernbeziehung: Man könne zwar eine Weile über technische Hilfsmittel in Kontakt bleiben, "nur ab und zu muss man sich dann wieder auch sehen, weil sonst macht die Beziehung irgendwann keinen Sinn mehr". Der Fußball brauche die Fans im Stadion.
Die vielleicht drängendste Frage in diesem Zusammenhang wirft die von der Regierung mit September eingeführte Corona-Ampel auf, weil sich dadurch die maximal zugelassenen Zuschauerzahlen lokal und kurzfristig reduzieren könnten. Noch ungeklärt ist etwa, wie schnell die Bundesliga-Klubs bei Umschalten der Ampel, was immer am Freitag kommuniziert werden soll, reagieren müssten. Soll heißen: Müssen quasi über Nacht, bei Spielen am Samstag oder Sonntag, geringere Zuschauermengen und andere Maßnahmen umgesetzt werden?
Davon geht die Bundesliga im Moment nicht aus, da die konkrete gesetzliche Regelung noch nicht vom Nationalrat beschlossen wurde. "Wir werden noch einmal an das Gesundheitsministerium herantreten, mit der Bitte um eine endgültige Klärung", erläutert Ebenbauer. In puncto Auswärtsfans konnte der Wiener keine frohe Botschaft verkünden: Bis Jahresende wird es diese Möglichkeit in den Bundesliga-Stadien nicht geben - "und, wie ich befürchte, auch darüber hinaus".