Matic: "Ich will einen Titel!"

 

Es war einer der überraschendsten Transfers des bisherigen Sommers.

Ende Mai gab die Wiener Austria die leihweise Verpflichtung von Uros Matic bekannt – im Sommer besitzen die Veilchen eine Kaufoption.

Der Serbe genießt in der heimischen Bundesliga einen guten Ruf. Zwar hat der Mittelfeldspieler im Herbst 2016 nur 22 Pflichtspiele für den SK Sturm bestritten, einen bleibenden Eindruck hat er in diesen wenigen Monaten aber definitiv hinterlassen.

VIDEO: Die Austria startet in die Vorbereitung!

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

„Ich habe mit Trainer Thomas Letsch gesprochen und mir hat die Vision des Klubs gefallen“, begründet der 28-Jährige seine Rückkehr nach Österreich. Die Vision des FAK umreißt er so: „Wir wollen in der Liga oben mitspielen. Wenn man sich ansieht, wieviele Titel der Klub schon gewonnen hat, sollte das unser Ziel sein. Aber wir müssen es Schritt für Schritt angehen.“

Den ersten Schritt haben die Violetten in dieser Woche mit dem Trainingsauftakt (Alle Infos!) getan. Im Schatten der neuen Generali Arena gab Matic unter den Augen zahlreicher Trainingskiebitze eine Kostprobe seines Könnens.

Freude über Freund Jeggo

Der Bruder von ManUtd-Profi Nemanja Matic kann es kaum erwarten, schon bald das Trainingsoutfit gegen das Matchtrikot zu tauschen: „Das Stadion ist fantastisch. Es ist eine moderne Arena. Wir werden jedes Spiel genießen, das wir hier spielen dürfen. Auch die Infrastruktur ist top.“

Vorerst gilt es aber, sich an die neuen Kollegen zu gewöhnen: „Aller Anfang ist schwer. Aber ich denke, wir machen es uns gegenseitig leicht. Alle hier sind sehr offen, helfen einander. Das ist der Schlüssel, wie wir als Mannschaft besser werden können.“

Dass ihm in Wien-Favoriten einige Kicker zur Seite stehen, mit denen er auch schon in Graz gespielt hat, erleichtert Matic die Eingewöhnung zusätzlich. Besonders über die Reunion mit James Jeggo freut er sich: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass er hier ist. Er ist ein echter Profi, ein toller Spieler. Und außerdem ist er ein guter Freund von mir. Ich werde es genießen, mit ihm am Platz zu stehen.“

"Er ist ein super Fußballer, aber auch einer, der marschiert, die Mannschaft antreibt"

Thomas Letsch

Richtig froh ist auch Trainer Thomas Letsch, den Serben ab sofort unter seinen Fittichen zu haben. „Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann“, sagt der Deutsche.

Letsch weiter: „Schon in den ersten Gesprächen habe ich gemerkt, dass er unendlich heiß ist, dass er unbedingt etwas bewegen will, Erfolg haben will. Er ist ein super Fußballer, aber auch einer, der marschiert, die Mannschaft antreibt. Ein sehr positiver Typ. Ich freue mich, dass ich mit ihm arbeiten darf.“

Wird der Neuzugang beim FAK die Rolle eines Führungsspielers einnehmen? Was die fußballerische Qualität betrifft, sollte daran kein Zweifel bestehen. Zwischenmenschlich sieht Matic diese Aufgabe auf mehrere Schultern verteilt: „Das Gute ist, dass es in diesem Team einige Leader gibt. Aber natürlich zähle ich zu den älteren Spielern in dieser Mannschaft. Ich werde den Jungen helfen, besser zu werden, ich werde am Feld zu jeder Sekunde da sein.“

Gespräche mit Sturm-Fans

Zuletzt beim FC Kopenhagen war die Spielzeit des Mittelfeldakteurs begrenzt. Lediglich 18 Pflichtspiele durfte er in der vergangenen Saison für die erste Mannschaft absolvieren. Dennoch fällt sein Resümee durchaus positiv aus: „Es war fein in Dänemark – wir haben das Double gewonnen. Es ist immer toll, Titel zu holen. Ich will dieses Gefühl wieder erleben.“

Und die Sturm-Fans? Mit denen hatte Matic nach seiner Entscheidung pro Violett auch schon Kontakt: „Ich habe mit einigen Sturm-Fans gesprochen, sie hegen keine negativen Gefühle mir gegenüber. So ist der Fußball nunmal. Sturm ist ein großer Klub, der mit sehr geholfen hat. Ich hatte eine tolle Zeit in Graz. Das kann ich nicht verleugnen.“

Doch seine Zeit beim SK Sturm ist eben schon eineinhalb Jahre her. Die Gegenwart heißt Austria Wien. Und auch bei seinem neuen Klub will der Serbe in naher Zukunft einen bleibenden Eindruck hinterlassen: „Um ehrlich zu sein: Ich will in dieser Saison einen Titel gewinnen. Dafür bin ich hier.“

In der 14. Aufgabe von LAOLA1 on air – Der Sport-Podcast gibt es ein ausführliches Interview mit Ralf Muhr, dem neuen starken Mann der Austria:

Textquelle: © LAOLA1.at

Austria Wien: Der violette Aufbruch hat begonnen

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