FAK: Transfers? Ilzer nicht abgeneigt

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Beim FK Austria Wien verläuft der Transfer-Sommer noch verhältnismäßig ruhig.

Trotz einer über weite Strecken enttäuschenden Saison blieben die Wiener am Transfermarkt zurückhaltend. Linksverteidiger Caner Cavlan (vom FC Emmen) und Admiras Stephan Zwierschitz wurden verpflichtet, dazu noch die 21-jährigen Perspektivspieler Benedikt Pichler (A. Klagenfurt), Maudo Jajue (FK Sabail/Aserbaidschan) und Johannes Handl (FC Wacker Innsbruck).

Zusätzlich kehrt Tarkan Serbest nach einer Saison Leihe wieder zur Austria zurück.

Der vermeintlich größte Star der Transferzeit bleibt somit Neo-Trainer Christian Ilzer. Im Gespräch mit LAOLA1 signalisiert der 41-Jährige durchaus Interesse, weitere Neuzugänge im Team begrüßen zu dürfen: „Jetzt arbeite ich seit drei Wochen mit der Mannschaft, da hätte ich schon noch die eine oder andere Idee. Augen und Ohren sind offen. Wenn sich etwas anbietet, werden wir intern darüber diskutieren und möglicherweise etwas machen.“

Dennoch betont der Trainer auch: „Die Transferzeit geht noch lange, im Grunde bin ich aber zufrieden. Wir haben in jeder Reihe genügend Qualität.“

Welche Position ist gefragt?

Auf Nachfrage, auf welcher Position er noch Ideen für Verstärkungen hätte, weicht Ilzer aus: „Grundsätzlich passt es so, aber die eine oder andere Idee ist da. Aber die besprechen wir dann intern.“

Auf Zwang wird man jedenfalls keinen Transfer mehr bei den „Veilchen“ präsentieren. In der Vorbereitung konnte man auch einen 3:1-Prestigeerfolg gegen den englischen Zweitligisten Queens Park Rangers einfahren.

„Ganz ehrlich, ich bin sehr zufrieden. Ich habe schnell einen Draht zur Mannschaft gefunden, jetzt ist es wichtig, dass wir unsere Ideen schnell in die Köpfe der Spieler bekommen und diese Ideen Tag für Tag am Platz umsetzen. Am Ende wird die Qualität und die Intensität, die wir Tag für Tag im Training bringen, über den Erfolg dieser Saison entscheiden“, schwärmt Ilzer von den ersten Wochen mit seiner neuen Mannschaft.

Funktioniert die Raute diesmal?

Kein Geheimnis wurde in der Vorbereitung aus dem geplanten Spielsystem unter Ilzer gemacht.

Der Steirer setzt auf ein 4-4-2-System mit einer Raute im Mittelfeld. Kein völlig neues Konzept bei der Austria, schon Ex-Coach Thomas Letsch wollte diese Formation installieren – erfolglos, wie man mittlerweile sagen kann.

Warum es ein Jahr später besser funktionieren soll, will Ilzer zunächst nicht kommentieren: „Ich bekomme immer wieder die Fragen zur Vergangenheit, ich will mich voll auf die Zeit konzentrieren bei der ich Trainer der Austria Wien bin.“

Schließlich begründet er die System-Auswahl dennoch: „Ich habe mit diesem System schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Das System soll aber schon so flexibel in sich aufgestellt sein, dass es sich auf die Qualitäten und Stärken der Spieler einstellt. Da sind wir gerade dabei, für unsere Spielerqualitäten die bestmögliche Abstimmung zu schaffen.“

Zu viel über die neue Ausrichtung möchte auch Kapitän Alexander Grünwald, der wieder als „Zehner“ hinter den Spitzen eingeplant ist, nicht verraten: „Er hat eine klare Spielphilosophie. Jeder von uns zieht auch voll mit - das sind die Basics. Wir werden eine gute Saison spielen.“

Ein Erfolgs-Geheimnis von Ilzer plaudert Kapitän Grünwald dann doch noch aus: „Was ich verraten darf ist, dass er sehr viel Wert auf das Gewinnen legt. Es geht auch täglich im Training um etwas. Wir haben immer kleine Spiele dabei, wo jeder voll aus sich rauskommen muss. So kitzelt man uns natürlich."

Austria als Salzburg-Jäger?

Nach dem sensationellen dritten Platz im Vorjahr mit dem Wolfsberger AC erhofft sich natürlich auch die Wiener Austria einen Erfolgslauf mit Ilzer an der Seitenlinie.

Nachdem Serienmeister Red Bull Salzburg einen Umbruch im Kader und im Trainerteam hinter sich hat, gibt es nicht wenige, die auf ein Ende der „Bullen“-Dominanz hoffen. „Salzburg ist nach wie vor der Topfavorit, da braucht sich keiner Hoffnungen machen, dass die schwächeln. Sie haben wirkliche Top-Talente, die innerhalb kürzester Zeit zu absoluten Spitzenspieler reifen können“, bremst Ilzer die Erwartungen aber sofort.

Vorerst verfolgt der Coach einen langfristigen Plan: „Wir müssen unsere Aufgaben sehr gut machen, da müssen wir Schritt für Schritt vorgehen. Der erste Step war gut anzukommen, schnell diese Idee bei den Spielern zu implementieren. Auch große Überzeugung und Gewinner-Mentalität in die Truppe reinzubringen.“

„Es liegt auf der Hand, dass Austria Wien den Anspruch hat, einen internationalen Startplatz zu erreichen. Wichtig ist, dass wir jeden Schritt top machen und uns entwickeln. Wir wollen erfolgreich und attraktiv Fußball spielen“, will sich Ilzer nicht auf eine Platzierung festlegen.

Um diese Ziele auch in die Tat umzusetzen hofft Ilzer auch auf Geduld bei den Vorgesetzten: „Wir haben auch mit dem WAC die eine oder andere schwierige Phase zu durchtauchen gehabt, sind aber immer ruhig geblieben und am Ende hatten wir einen großen Erfolg.“

Textquelle: © LAOLA1.at

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