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Causa "Jebote VAR": Klagenfurt-Fans geben Statement ab

Für zwei Fans der Klagenfurter Austria gab es bei einer Partie gegen die WSG Tirol Anzeigen aufgrund eines VAR-kritischen Banners - nun steht das Urteil fest:

Causa Foto: © GEPA

Seit seiner Einführung wird der VAR in Österreichs oberster Spielklasse immer wieder, auch aufgrund zuletzt fragwürdiger Entscheidungen, harsch kritisiert, wodurch fast Woche für Woche jede Menge Aufregung geboten ist.

Unter den Kritikern sind auch die Fans - wie jene der Klagenfurter Austria - die sich immer wieder lautstark gegen die wohl einschneidendste Novelle in Österreichs Fußball seit langer Zeit auflehnen.

Zwei Fangruppierungen der "Waidmannsdorfer" präsentieren dazu immer wieder ein Spruchband, auf dem die Worte "Jebote VAR" (zu Deutsch: "Scheiß auf den VAR") zu lesen sind.

Dies sorgte lange Zeit für wenig Aufregung, bis besagtes Spruchband von den Klagenfurtern am Innsbrucker Tivoli, bei einem Auswärtsspiel gegen die WSG Tirol, präsentiert wurde.

Willkürliche Entscheidung der Exekutive 

Denn bei diesem Spiel bekamen es die Klagenfurter Ultras mit zwei Polizeibeamten zu tun, die sich in den Auswärtssektor begeben hatten und die Klagenfurter dazu aufforderten, das Spruchband abzuhängen, mit der willkürlich wirkenden Begründung, es verletze den öffentlichen Anstand.

Da sich die Fans, die über die Tatsache, dass besagtes Spruchband ausgerechnet in Tirol den Anstand verletzen würde, jedoch weigerten, der Aufforderung nachzukommen, bekamen zwei von ihnen in weiterer Folge eine Anzeige wegen Anstandsverletzung und "aggressiven Verhaltens". 

Landesverwaltungsgericht hebt Anzeigen auf

Ende Februar folgte, nach Beschwerde der Klagenfurter Fans, das Urteil des Landesverwaltungsgerichts, das befand, dass die Worte "Jebote VAR" nicht als Anstandsverletzung zu bewerten sind und demnach die Anzeigen, auch jene wegen "aggressiven Verhaltens", für nichtig erklärte, wie "Wir.Austrianer" über das Statement der beiden Fangruppierungen auf "Twitter" schreibt.

Man bedanke sich bei Rechtsanwalt Matej Zenz und der Fananwaltschaft des SK Rapid Wien für den geleisteten Beistand und ist froh über einen Teilerfolg im "unnachgiebigen Kampf gegen Polizeiwillkür", heißt es im Statement weiter. 



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