Doch so froh nach dem Schlusspfiff in der Generali Arena aber auch alle, die es mit der Austria halten, waren, so nervös waren sie vermutlich beim Spielstand von 1:1, als der Ball einfach nicht im Tor der Altacher landen wollte.
Das kostete auch Manfred Schmid "sehr viel" Nerven. "Wenn du das Spiel nicht gewinnst, das wäre ein Wahnsinn gewesen", erklärt der Austria-Coach.
"Auch wenn es am Ende Elfmeter war, war es mehr als verdient. Wir haben uns belohnt für diese Arbeit, die wir heute abgeliefert haben. Ich glaube, ab der 25. Minute haben wir wirklich großes Kino gespielt, wir haben halt die Tore nicht gemacht", so Schmid.
Austria kompensiert engen Terminplan mit Teamgeist
Am Ende habe sich seine Mannschaft aber verdient durchgesetzt. "Ich kann den Jungs nur ein großes Kompliment aussprechen, was die da am Platz abliefern seit Donnerstag wieder - praktisch ohne Pause", sagt der 51-Jährige.
Immerhin bleibt der Austria aufgrund des Europacup-Stress' kaum Zeit, um mal richtig durchzuatmen, bereits am Donnerstag sind die "Veilchen" auswärts in Israel bei Hapoel Beer Sheva gefragt.
"Man glaubt immer wieder, dass der Tank bald leer sein wird. Aber man merkt, dass da ein Team am Platz steht, das fightet, das sich unterstützt. Das macht mich richtig stolz, was die da abliefern", bewundert Schmid, wie sich seine Spieler durch diese schwierige Phase kämpfen.
"Wir werden jetzt morgen mal freigeben, Dienstag trainieren, dann schauen wir, wer fit ist. Aber ich bin überzeugt, dass die Dienstag wieder kommen und jeder spielen will", so der FAK-Coach.
Klose: "War eine gerechte Niederlage"
Etwas zerknirscht sind nach Ende des Spiels selbstredend die Altacher, die erst in der Nachspielzeit an einem Punktgewinn gehindert worden sind.
Altach-Cheftrainer Miroslav Klose gibt sich aber als fairer Verlierer: "Ehrlicherweise muss man sagen, es war eine gerechte Niederlage. Sie ist mehr als verdient, wenn man sich die Chancen der Austria anschaut."
"Trotzdem hätten wir gerne mit etwas Glück etwas mitgenommen. Der Punkt hätte uns in dieser Phase gutgetan. Aber wir müssen das so schnell wie möglich abhaken", richtet der Deutsche den Blick bereits nach vorne.