Stöger nach Auftaktsieg: "War ein Signal!"

 

Zumindest sportlich ist die Wiener Austria gut aus der Länderspielpause gekommen.

Nachdem am Samstag bekannt wurde, dass die Veilchen noch keine Zahlungen vom neuen "strategischen Partner", der Insiginia Group, erhielten und Trainer und Sportdirektor Peter Stöger die große Ungewissheit im Verein öffentlich ansprach, gelang den Wienern am Feld die perfekte Antwort.

Mit einem 2:0-Erfolg über den SCR Altach (Spielbericht>>>) startete die Austria ideal in die Quali-Gruppe und übernahm sogleich die Tabellenführung im unteren Playoff.

"Das war schon ein Signal, dass die Mannschaft miteinander arbeitet, sich präsentieren will und diese Situation annimmt. Deswegen ist es sehr positiv", erklärt Stöger nach der Partie bei "Sky".

Zahlreiche auslaufende Verträge

Von den elf Spielern, die gegen Altach in der FAK-Startelf standen, besitzen gleich fünf keinen Vertrag über den Sommer hinaus in Wien-Favoriten. Einer davon ist Christoph Schösswendter.

Der Innenverteidiger erklärt: "Die Situation ist für einige Spieler so, dass man sich Gedanken macht, das ist ganz klar. Für uns ist entscheidend, jede einzelne Woche alles abzurufen, sich für den Verein zu empfehlen und sich in die Auslage zu spielen - egal, ob es hier weitergeht oder woanders."

Die nächsten Wochen könnten für die Austria nun zur Charakter-Frage werden. Angesichts der ungewissen Zukunft einiger Akteure gilt es für das Trainerteam rund um Peter Stöger, die Mannschaft auf die anstehenden, schwierigen Aufgaben einzuschwören und alles für ein Europacup-Ticket in die Waagschale zu werfen, von dem manche Spieler gar nichts mehr haben könnten.

(Text wird unter VIDEO fortgesetzt)

Stöger: "Ein Stochern im Nebel"

Stöger versucht den betroffenen Spielern mit Einzelgesprächen Sicherheit zu geben. Genaueres kann der Wiener, dessen Zukunft am Verteilerkreis ebenfalls ungewiss ist, seinen Kickern aber nicht mitteilen. "Als Stochern im Nebel" bezeichnet Stöger die aktuelle Situation.

Allerdings befinden sich im Austria-Kader auch Spieler, die über den Sommer hinaus an den Verein gebunden sind. So etwa Dominik Fitz, der seine zuletzt starke Form mit einem Elfmetertreffer zum 2:0 über Altach bestätigen konnte.

"Für uns Spieler ist es ganz wichtig, dass wir mit Selbstvertrauen weiterspielen können. Da war der erste Sieg ganz wichtig, jetzt müssen wir schauen, dass wir gleich nächste Woche nachlegen können", erklärt der 21-Jährige. Von einer Unsicherheit im Klub bekommt Fitz, der noch einen Vertrag bis Sommer 2023 am Verteilerkreis besitzt, laut eigener Aussage nichts mit.

Canadi: "Niederlage bei der Austria gehört dazu"

Auch den SCR Altach werden die nächsten Wochen Unsicherheit begleiten. Nämlich darüber, in welcher Liga die Vorarlberger in der kommenden Saison spielen werden. Nach der Pleite gegen die Austria belegen die Rheindörfler punktegleich mit Schlusslicht Admira den vorletzten Platz in der Tabelle.

Damit hat der furiose Start von Damir Canadi, der nach seiner Rückkehr ins Ländle aus vier Spielen drei Siege mitnehmen konnte, einen Dämpfer erfahren. "Das Ergebnis geht so in Ordnung. Wir waren in der ersten Halbzeit nicht griffig genug, wollten den Gegner früher stören, das ist uns aber nicht gelungen, wir waren schlampig", sah Canadi einen verdienten FAK-Sieg in einem bis zur 80. Minute ausgeglichenen Spiel.

Der Wiener gibt sich im Abstiegskampf dennoch angriffslustig: "Eine Niederlage bei Austria Wien gehört dazu. Nächste Woche wollen wir zuhause wieder unser Gesicht zeigen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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