Altach-Ärger über "Schweinstor"

 

Eigentlich lief für den SCR Altach im Bundesliga-Kracher gegen Rapid Wien über weite Strecken alles nach Plan. Eigentlich.

Eine starke Halbzeit, in der man Rapid eigentlich unter Kontrolle hatte und eine 2:0-Führung herausspielen konnte, ließ eigentlich kaum jemand an einem Sieg für die Vorarlbeger zweifeln. Und dennoch steht man am Ende als gefühlter Verlierer da. (Spielbericht >>>).

Zwei späte Rapid-Treffer lassen den Altacher Jubel im Keim ersticken. Altach-Trainer Alex Pastoor bringt es nach dem Spiel am "Sky"-Mikrofon auf den Punkt: "Als Sportler, aber auch als Zuschauer, hat man das Gefühl, als ob man verloren hat. Wenn man gegen Ende diese späten Gegentore kassiert, dann fühlt es sich zwar wie eine Niederlage an, war es aber nicht."

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Altach nur dank "Glück" nicht im Rückstand

Mergim Berisha, Schütze des ersten Treffers, kann seinen Ärger nach dem Spiel kaum im Worte fassen: "Ich denke, wenn man 2:0 führt und dann noch 2:2 spielt, dann ist das sehr ärgerlich. Man kann nicht zufrieden sein."

Wut, die vor allem nach einem starken zweiten Durchgang, in dem man die Gäste aus Wien durchgehend beschäftigen konnte, durchaus verständlich ist. Aber eben nur in der zweiten Halbzeit. Die Leistung in Hälfte eins ließ beim Trainer nämlich einiges zu wünschen übrig.

"Man muss ehrlich sein, in der ersten Halbzeit haben wir das Spiel überhaupt nicht unter Kontrolle gehabt und wir haben auch nach vorne viel zu wenig Aktionen gehabt. Wenn es zur Pause 2:0 für Rapid gestanden wäre, hätten wir nichts dagegen sagen können. Es war im Grunde Glück, dass es nur 0:0 war", meint Pastoor.

Umstellungen haben dazu geführt, dass die Altacher verbessert aus der Halbzeitpause gekommen sind: "Wir haben in der zweiten Halbzeit viel mehr und viel besser Fußball gespielt, das hat uns die ganze Kontrolle gegeben. Es ist auch so, dass man ab und zu etwas umstellen muss um Sicherheit zu gewinnen, auch das ist gelungen."


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Alatch jammert über "Schweinstor"

Tragische Figur auf Seiten Altachs war Marco Meilinger. Beim Treffer zum 2:0 wurde er noch umjubelt, einige Minuten später öffnete er Rapid mit seinem Schnitzer vor dem 1:2 die Türe, um wieder zurück in das Spiel zu kommen.

"Natürlich ist das bitter, es war ein Schnittball, ich habe probiert, dass ich den Ball wegschieße, habe ihn aber nicht gescheit getroffen. Dann kassieren wir das 1:2 aus dem Nichts. Dann kriegen wir auch noch so ein Schweinstor am Schluss, wo der Ball ich weiß nicht wie lange in der Luft ist und einfach keiner hingeht. Das ist natürlich ärgerlich. Aber es ist nun mal so, jetzt müssen wir damit leben. Natürlich hätten wir lieber gewonnen, das ist ganz klar", sagt Meilinger.

Die leise Kritik zum Ausgeleichstreffer blieb auch dem anderen Torschützen, Mergim Berisha, nicht verborgen. Der will jedoch niemandem direkt die Schuld zuweisen: "Ob der Tormann da raus kommen muss, darüber will ich nicht diskutieren. Im Endeffekt bin ich ja auch kein Tormanntrainer, das wissen die am besten."

Allerdings haben die Altacher keine Zeit weiter Trübsal zu blasen. Am Dienstag (19 Uhr) wartet in Innsbruck bereits die nächste Aufgabe. "Wir hätten natürlich gerne die drei Punkte mitgenommen, aber wir haben eine englische Woche, das heißt wir können das am Dienstag gleich wieder ausbessern", meint Meilinger.

Textquelle: © LAOLA1.at

SK Rapid rettet erst in Nachspielzeit Punkt in Altach

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