Für Herzog war die Spannung am Ende kaum mehr auszuhalten: "Wie wir es die letzten 30 Minuten bis zum Schlusspfiff immer spannend machen, das ist ein Wahnsinn. Das halte ich nicht lange aus, wenn ich ehrlich bin", meint der Wiener mit einem Augenzwinkern.
Am Ende waren die Südstädter wohl auch die glücklichere Mannschaft. "Es war zum Schluss mehr Glück als Verstand", so Herzog. "Aber man muss sich das Glück auch erzwingen."
Schmidt: "Natürlich tut es weh"
Erzwungen hat auch der TSV Hartberg das erste Tor nach 707 Minuten, für einen Punktgewinn reichte es am Samstag aber dennoch nicht. "Natürlich tut es weh", erklärt Hartberg-Cheftrainer Klaus Schmidt nach dem Spiel.
"In der ersten Halbzeit haben wir uns nicht so präsentiert, wie ich es mir vorgestellt habe, aber die Mannschaft ist nach der Pause wie aus einem Guss herausgekommen und hat die erste halbe Stunde Admira vorgeführt", sah Schmidt eine starke Steigerung seines Teams.
Am Ende war das Glück aber einfach nicht auf Seiten der Oststeirer. "In den letzten zehn Minuten gab es die eine oder andere Situation, den Lattenpendler in der letzten Minute, der nicht hineinwollte. Wenn es hineinregnet, dann regnet es hinein", sagt der Hartberg-Coach.
Hartberg wartet auf ersten Sieg seit über vier Monaten
"Jetzt nimmt man einmal eine Watsche mit, die wir verarbeiten müssen und schauen, dass wir ab Montag aus diesem K.o. herauskommen und uns wieder aufbauen", weiß Schmidt, dass man sich sofort wieder aufrappeln müsse, steht doch kommendes Wochenende das nächste Duell bei der Admira am Programm.
Dort soll im Idealfall auch endlich die Unserie von elf sieglosen Spielen enden. "Man muss das Positive herausnehmen und schauen, dass wir punkten und wenn möglich bald zu drei Punkten kommen", so Schmidt.