Zehn Dinge über Heiko Westermann

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Die Wiener Austria hat mit Heiko Westermann einen prominenten Neuzugang vermeldet (Hier Nachlesen!).

Der Abwehrspieler war DFB-Teamspieler und Kapitän bei Schalke sowie dem HSV. Außerdem hat der 33-Jährige in seiner Profi-Karriere für Greuther Fürth, Arminia Bielefeld, Betis Sevilla und Ajax Amsterdam gespielt.

Doch es gibt Dinge, die weitaus weniger bekannt sind. LAOLA1 erzählt von HW4 als WG-Partner, Teilzeit-Musiker, Youngster, dem die Düse geht, und Buhmann von Paul Scharner:

Westermann vertraut auf die Berater-Firma „International Soccer Management“ des Deutschen Reza Fazeli. Der Manager betreut aktuell einige Hochkaräter wie etwa Emre Can, Mahmoud Dahoud, Amin Younes, Nuri Sahin und die Altintop-Brüder. Patrik Jezek stand bei ihm unter Vertrag.

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27 Mal ist der Defensivspieler im deutschen Nationalteam aufgelaufen und hat dabei vier Tore erzielt. Sein Debüt gab er am 6. Februar 2008 im Wiener Ernst-Happel-Stadion, als Deutschland dank Toren von Thomas Hitzlsperger, Miroslav Klose und Mario Gomez mit 3:0 gegen Josef Hickersbergers ÖFB-Team gewann. „Meine persönliche Leistung würde ich gelinde gesagt als miserabel bezeichnen“, gibt er sich selbstkritisch. Die EURO 2008 war sein einziges Großereignis, weil er die WM 2010 verletzungsbedingt verpasste. Sein letztes Länderspiel absolvierte Westermann im November 2013 beim 1:0 gegen England.

Bereits im Alter von 23 Jahren hat der Verteidiger seine Frau Irina geheiratet. „Wir haben uns über Freunde kennengelernt. Irina interessiert sich nicht für Fußball. Als wir uns getroffen haben, wusste sie nicht, wer ich bin“, erzählte er einst der „MOPO“. Das Paar hat zwei schulpflichtige Töchter.

Westermann kam am 14. August 1983 im unterfränkischen Wasserlos, einem Stadtteil von Alzenau, zur Welt. Im Alter von vier Jahren spielte er erstmals Vereinsfußball, nämlich bei der SG Schimborn. Sein Talent war schon früh ersichtlich, immerhin erzielte der junge Mann in seiner ersten Saison 107 Tore. Es folgten der FC Hösbach, dem er sich mit zwölf Jahren anschloss und der FC Bayern Alzenau.

2000 wechselte Westermann noch als Teenager zur SpVgg Grether Fürth, wo er mit drei Teamkollegen eine Wohngemeischaft bildete. Sein Landsmann Johannes Hasenstab gelang der Sprung in den Profi-Fußball nicht, der Ivorer Siaka Bamba brachte es immerhin auf sieben Länderspiele für die Elfenbeinküste, aber nur auf zwei Partien in der zweiten deutschen Liga, ehe er in seine Heimat wechselte. Der Kameruner Dennis Dourandi kickte in Portugal (Olhanense und Louletano) sowie in Ungarn bei Ujpest – er spielte vier Mal in der Nationalmannschaft.

Im Alter von 19 Jahren gab der Deutsche sein Zweitliga-Debüt für Fürth. „Ich erinnere mich noch genau, dass mir ordentlich die Düse ging und ich krampfhaft versuchte, meine Nervosität zu überspielen. Diesem Umstand verdankte ich auch meine Auswechslung nach 55 Minuten. Nach heutigen Gesichtspunkten würde ich meine Leistung auch als eher durchwachsen bezeichnen. Der Trainer muss das etwas unkritischer eingeschätzt haben, denn von diesem Moment an war ich in den nächsten 83 Spielen in Folge Stammspieler in Fürth“, lacht der Routinier.

Nach seiner Zeit in Fürth spielte der Abwehrspieler zwei Jahre lang in Bielefeld, ehe ihn der FC Schalke 2007 für 2,8 Millionen Euro kaufte. Der 1,90 Meter große Kicker stellte sich den rund 5.000 Schalker Fans beim ersten Mannschaftstraining gleich einmal mit zwei Eigentoren vor und fand sich zu Saisonstart auf der Bank wieder, ehe er im Spätsommer ein Stammleiberl eroberte.

Unter keinem anderen Trainer hat Westermann als Profi so viele Pflichtspiele bestritten wie unter Thorsten Fink. 67 Mal hat ihn Fink zwischen Oktober 2011 und September 2013 beim Hamburger SV eingesetzt – jedes Mal von Beginn an, nur zwei Mal nahm ihn der nunmehrige Austria-Trainer vorzeitig aus dem Spiel. 2011/12 und 2012/13 war Westermann, der unter Fink fast ausschließlich Innenverteidiger gespielt hat, Kapitän des HSV. Auch auf Schalke hat er die Schleife getragen.

HW4 – Halb Mensch, halb Tier. In seiner Zeit beim HSV stieg Westermann zwischenzeitlich zur Kultfigur auf. Gemeinsam mit dem Rapper Elvis nahm er sogar einen Song auf. „Er musste sich anfangs an die Aufgabe gewöhnen, weil Refrains zu Hip-Hop-Songs nicht zu seinem Job gehören. Seine Stimme zitterte ein wenig, aber am Ende klang es fast wie bei einem Profi. Wir haben im Studio viel zusammen gelacht“, berichtet Elvis bei „Vice“. Bei der Austria trägt Westermann übrigens die Rückennummer 18.

Paul Scharner und Westermann werden keine Freunde mehr. Der Niederösterreicher erklärte erst diesen März über seinen ehemaligen Teamkollegen beim HSV: „Ich glaube, ich hatte noch nie einen Mitspieler, der so viele Tore verschuldet hat wie er und trotzdem immer gesetzt war. Von den 60 Toren, die wir bekommen haben, hat er gefühlt 30 verschuldet.“


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