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"Müssen lernen": Hartberg trotz Fehlstart zuversichtlich

Zweites Spiel, zweite Niederlage. Warum die Hartberger trotz eines unnötigen Platzverweises Fortschritte in ihrem Spiel sehen.

"Müssen lernen": Hartberg trotz Fehlstart zuversichtlich Foto: © GEPA

Fehlstart beim TSV Hartberg! Nach der späten Niederlage in Salzburg müssen sich die Oststeirer auch im Steirer-Duell dem SK Sturm Graz mit 0:2 geschlagen geben (zum Spielbericht>>>).

Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten Hälfte bringt die Gelb-Rote-Karte für Konstantin Schopp in der 60. Minute die Wende.

Schopp hadert mit Ausschluss

Markus Schopp ärgerte sich nach der Partie bei "Sky" vor allem über die zweite Gelbe Karte für seinen Sohn. Die erste Verwarnung wegen Ballwegschießens sei für ihn nicht nachzuvollziehen gewesen. Bei der zweiten Karte wegen Trikotvergehens hätte der Innenverteidiger aber besser aufpassen müssen.

"Aber was wir ihm gesagt haben, ist, dass er eigentlich ein tadelloses Spiel bis zur 61. Minute gemacht hat."

Gleichzeitig sieht Schopp beim jungen Innenverteidiger noch großes Potenzial: "Klar, er muss lernen. Aber ich glaube, so wie er die Dinge angeht, ist er auf einem sehr guten Weg."

Spendlhofer sieht Fortschritte

Lukas Spendlhofer sah Hartberg vor allem in der ersten Hälfte auf einem guten Weg.

"Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht haben, schon mit Luft nach oben, aber dass wir so ziemlich das gespielt haben, was man gegen Sturm Graz auf den Platz bringen muss."

Nach dem schwierigen Auftaktprogramm mit Salzburg und Sturm gehe es nun darum, die richtigen Schlüsse zu ziehen. "Die kleinen Eigenfehler werden gegen Sturm und gegen Salzburg nicht verziehen, daraus müssen wir lernen."

Das sagt Spendlhofer zum Elfmeter-Foul

In der Schlussphase sorgte eine mögliche Elfmeter-Szene noch für Diskussionen. Spendlhofer war selbst daran beteiligt und schilderte die Situation aus seiner Sicht:

"Also für mich ist das so die richtige Entscheidung."

Lukas Spendlhofer

"Ich glaube, dass ich rutsche und zuerst den Ball spiele. Und da kann man immer diskutieren und streiten. (...) Dass bei einer Grätsche ein Kontakt zustande kommt, ist klar."

Für den Hartberg-Innenverteidiger war die Entscheidung, den Elfmeter nach VAR-Überprüfung zurückzunehmen, insgesamt nachvollziehbar: "Also für mich ist das so die richtige Entscheidung."

Kainz: "Das müssen wir verbessern"

Hartbergs Tobias Kainz sah trotz der Niederlage positive Ansätze. Nach einem schwierigen Start habe die Mannschaft einen Weg gefunden, "wie wir einfach extrem stabil stehen können und dem Gegner so extrem wehtun können."

Insgesamt gebe es allerdings noch Luft nach oben. Gegen Sturm habe man gesehen, dass Hartberg in manchen Situationen noch zu naiv agiere. "Das müssen wir einfach verbessern."

Trotz der Niederlage sieht Hartberg damit Fortschritte, muss sich gegen die Topteams aber weiter steigern.

Hartberg würdigt Ex-Kapitän Heil

Tobias Kainz, der Hartberg inzwischen als Kapitän aufs Feld führt, sprach auch über das Wiedersehen mit Jürgen Heil im Sturm-Trikot. Er sprach über seinen langjährigen Mitspieler von einem "unglaublichen Typen und Leader".

Heil habe in Hartberg eine große Lücke hinterlassen, die Mannschaft habe es aber geschafft, mit dem Abgang umzugehen: "Ich glaube, wir fangen das schon ganz gut auf."

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