Laimer: "Ich habe etwas zurückgegeben"

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Das Cup-Finale (20:30 Uhr LIVE im LAOLA1-Ticker) zwischen Rapid Wien und Red Bull Salzburg wird aller Voraussicht nach das 77. und letzte Spiel von Konrad Laimer für den amtierenden Meister sein.

Nach einer starken Spielzeit, die ihm die Auszeichnung "Spieler der Saison" von der Bundesliga einbrachte, wird der Mittelfeldspieler im Sommer wohl wechseln - RB Leipzig ist die aufgelegte nächste Station.

Der seit Samstag 20-Jährige will seine Saison mit dem neuerlichen Double krönen, ehe das Salzburger Eigengewächs erstmals zum A-Nationalteam stößt.

Vorab sprach Laimer im LAOLA1-Interview mit Bernhard Kastler über Thorsten Finks Wut-Interview, die Geheimnisse seiner Ballereroberung sowie das frühere Vorbild im eigenen Team.

LAOLA1: Hast du vor dem Tor zum 2:2 gegen die Austria den Ball berührt? Ich frage für einen Trainer.

Konrad Laimer: (grinst) Nein, ich habe den Ball nicht gespürt.

LAOLA1: Hast du dir das Wut-Interview von Thorsten Fink bei der Heimreise angesehen?

Laimer: Ich habe es am nächsten Tag gesehen, das kriegt man schon mit. Ich kann es auch in gewisser Art und Weise nachvollziehen. Nach so einem Spielverlauf und einer strittigen Szene geht es einem Fußballer eben nach einem Spiel so. Das gehört dazu, ist aber am nächsten Tag schon wieder vorbei.



LAOLA1: Du hast gegen die Austria im Angriff gespielt. Warum?

Laimer: Es war eine offensivere Rolle, aber ich habe in dieser Saison öfter einmal offensiver gespielt. Hee-Chan (Hwang, Anm.) war in der Partie noch weiter vorne. Wir schauen uns jeden Gegner genau an und dann gibt es einen Plan. Wir wissen, dass die Austria gerne spielt und das Spiel aufbaut. Da besteht die Möglichkeit, die Bälle weiter vorne zu erobern und das gehörte zu diesem Plan.

LAOLA1: Fühlst du dich so weit vorne wohl?

Laimer: So lange ich zentral spiele, ist es mir egal ob ich als Sechser, Achter oder vorne spiele. Am liebsten ist mir, wenn ich dazwischen bin und sowohl nach vorne als auch nach hinten gehen kann.

LAOLA1: Du wirst als Pressing-Maschine bezeichnet. Was ist das Geheimnis der Balleroberung?

Laimer: Es gibt nicht viele Geheimnisse der Balleroberung. Du brauchst das richtige Timing und ein Gefühl: Gehe ich jetzt drauf oder bleibe ich lieber hinten? Wohin will ich den Gegner lenken? Ich habe es für mich einfach verinnerlicht, wie ich das machen muss: Du musst den Gegner richtig anlaufen, mit dem richtigen Tempo und in einer gewissen Intensität. Ansonsten hätte der Gegner ja genügend Zeit, eine andere Lösung zu finden. Aber als einziger kannst du auch kein Pressing betreiben, es ist wichtig, dass das Team funktioniert. Wenn dem so ist, schaut jeder besser aus.

Der Spieler der Saison 2016/17
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LAOLA1: Doch die Bundesliga hat dich zum „Spieler der Saison“ auserkoren. Macht dich das, je länger du darüber nachdenkst, umso stolzer, das mit 19 Jahren (wurde am Samstag 20) erreicht zu haben?

Laimer: So kann man es ausdrücken. Es ist eine riesige Anerkennung, zumal das von Personen gewählt wird, die tagtäglich mit Fußball zu tun haben (Trainer, Manager, Präsidenten, Anm.). Es ist eine riesengroße Ehre, aber ohne meine Mitspieler und Trainer wäre das nicht möglich gewesen.

LAOLA1: Hattest du als Kind Vorbilder in der österreichischen Bundesliga?

Laimer: Ehrlichgesagt war mein Lieblingsspieler früher Christoph Leitgeb. Er hat immer da gespielt, wo ich im Nachwuchs auch gespielt habe und wenn ich im Stadion war, hat er auch immer gespielt. Überhaupt war es ein Kindheitstraum von mir in der Bundesliga zu spielen. Dass sich das nun so entwickelt hat, hätte ich mir nicht besser vorstellen können.

LAOLA1: So richtig durchgestartet bist du nach der Beurlaubung von Peter Zeidler im Herbst 2015. Bereits unter dem interimistischen Vorgänger von Oscar, Thomas Letsch, warst du schlagartig zurück.

Laimer: Ich habe davor nicht viel gespielt, das Vertrauen war nicht so da. Aber ich habe immer gewusst, dass ich es kann. Ich habe dann einfach auf meine Chance gewartet. Dass mir Oscar auch stets das Vertrauen gegeben hat, hat mir sicher gut getan. Ich denke, ich habe etwas zurückgegeben.

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LAOLA1: Wo möchtest du nach solch einer Saison aber auch noch ansetzen?

Laimer: Ich kann sicher noch torgefährlicher werden und mehr Tore schießen. Auch nach einer Balleroberung kann ich die Pässe noch besser spielen. Im Fußball geht immer mehr, aber ich habe in dieser Saison sicher einen großen Schritt gemacht.

LAOLA1: Hast du deswegen auch mit der Nationalteam-Einberufung gerechnet?

Laimer: Mit so etwas kann man nie rechnen. Die Freude darüber war riesig, als ich es erfahren habe. Auch das war ein Kindheitstraum, für das eigene Land zu spielen. So ein Gefühl kriegt man nirgends.

Ehrlichgesagt war mein Lieblingsspieler früher Christoph Leitgeb. Er hat immer da gespielt, wo ich im Nachwuchs auch gespielt habe und wenn ich im Stadion war, hat er auch immer gespielt.

Laimer über sein Vorbild

LAOLA1: Marcel Sabitzer meinte zuletzt bei „Talk und Tore“ auf „Sky“, dass ihm die Umstellung von Red-Bull-Fußball auf Nationalteam schon schwerer fiele. Machst du dir darüber Gedanken?

Laimer: Ich war in den Nationalmannschaften von U15 bis U21 und auch da gab es andere Spielstile. Ich habe mich persönlich nie schwer getan und von daher mache ich mir weniger Gedanken. Ich probiere mal die neuen Eindrücke mitzunehmen und im Training zu überzeugen. Jetzt steht aber erst einmal das Cup-Finale an. Wir sind heiß auf die Partie und fahren nicht dorthin, um zu verlieren.

LAOLA1: Meister, vielleicht Cupsieger, Spieler der Saison, Nationalteam. Alles erreicht in Österreich?

Laimer: Es war eine großartige Saison, aber es war auch schade, dass wir in der Champions-League-Quali ausgeschieden sind. Wir waren zwei Mal die klar bessere Mannschaft, das tut sicher noch weh.

LAOLA1: Wirst du nach der Saison zu RB Leipzig wechseln?

Laimer: Darüber mache ich mir aktuell keine Gedanken, ich habe nur das Cupfinale im Kopf. Danach kommen andere Gedanken.


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Textquelle: © LAOLA1.at

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