Upamecano: "Keinen Kontakt zu RB Leipzig"

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Inter Mailand, Bayern München, Chelsea, FC Barcelona, Manchester City, Arsenal, Juventus Turin - und natürlich RB Leipzig.

Wenn es um Dayot Upamecano geht, brodelt die Gerüchteküche. Das 18-jährige Top-Talent von Red Bull Salzburg hat sich im Herbst ins Rampenlicht gekickt.

"Wir gehen davon aus, dass er im Frühjahr bei uns spielt", so Sportchef Christoph Freund.

Der 18-Jährige meint im LAOLA1-Interview: "Meine Zukunft liegt in Salzburg. Ich fühle mich sehr wohl hier. Ich denke an nichts anderes."

Glaubhaft versichert das Top-Talent der Bundesliga auch, dass er keinen Kontakt zu RB Leipzig, das aktuell Verletzungssorgen in der Defensive plagen und sich deswegen auch beim Schwestern-Klub in Österreich umschauen soll, hat.

"Ich habe keinen Kontakt zu Leipzig. Momentan fühle ich mich hier wohl und konzentriere mich auf Red Bull Salzburg", hält Upamecano fest.

Hier im VIDEO spricht Dayot Upamecano über Salzburg und seine Zukunft:

(Artikel wird darunter fortgesetzt)


Freilich wird Upamecano nicht ewig in der österreichischen Bundesliga spielen. Dessen sind sich alle bewusst.

"Das ist Part of the Game. Es ist Teil unseres Jobs, Spieler zu verkaufen, wenn sie so weit sind. Sadio Mane, Naby Keita und Kevin Kampl spielen in ganz großen Ligen und machen große Karrieren. Sie haben hier gespielt und wir waren Teil des Weges. In vier Jahren sitzen wir hier und werden denken: Wahnsinn, dass Dayot Upamecano hier gespielt hat", erklärt Freund.

Der Wohlfühl-Faktor

Noch ist Upamecano aber in Salzburg und das soll auch vorerst so bleiben. Sein Vertrag läuft noch bis 2018, Salzburg hat eine Option von einem Jahr, ist aber natürlich bestrebt, den Vertrag vor einem Wechsel noch einmal zu verlängern.

Der Defensivspieler ("Meine Lieblingsposition ist Innenverteidiger") vermittelt im LAOLA1-Interview auch tatsächlich den Eindruck, dass seine nahe Zukunft in Salzburg liegt.

„Ich fühle mich sehr wohl in Österreich, besonders in Salzburg. Ich fühle, dass ich mich weiter entwickelt habe und spüre das Vertrauen meiner Teamkollegen und vom Trainer. Meine richtige Entwicklung hat hier begonnen. Ich war in Liefering, es ist dann sehr schnell gegangen und ich bin zu Red Bull Salzburg gekommen. Mir geht es gut."

Upamecano ist im Fokus vieler Top-Klubs

Insgesamt 23 Pflichtspiele hat Upamecano für Red Bull Salzburg absolviert und damit schon sieben Einsätze mehr als bei Liefering. Hinzu kommen drei Partien aus der letztjährigen Youth-League-Saison. Heuer wäre er auch noch spielberechtigt, aber Upamecano ist Stammspieler bei den Profis.

In der Bundesliga-Herbstsaison fehlte der Jungspund nur fünf Mal, zwei Mal wegen einer (Gelb-)Rot-Sperre. Seit er im Sommer 2015 in Österreich anheuerte wurde Upamecano vier Mal ausgeschlossen. Nicht nur in dieser Hinsicht muss er weiter an sich arbeiten. Das Gute ist: Er ist erst 18.

Bescheidener 18. Geburtstag

Ende Oktober feierte der Jung-"Bulle", der für kolportierte 2,2 Millionen Euro vom französischen Zweitligisten Valenciennes kam, Geburtstag. Seine Familie, die zu Beginn noch mit ihrem Sohn in Salzburg lebte, war zu Besuch.

"Ich hatte eine schöne Feier. Meine Familie ist aus Frankreich gekommen, mein Vater, meine Mutter und meine kleine Schwester. Da haben wir den Abend zusammen verbracht. An einem anderen Tag war ich mit ein paar Teamkollegen essen. Es war ein schöner 18. Geburtstag."

Bei Geschenken übt sich der schüchterne Abwehrspieler, der im neuen Jahr den Führerschein macht, in Bescheidenheit. „Das größte Geschenk war für mich, dass meine Eltern nach Salzburg gekommen sind und meine Mutter mir meinen Lieblingskuchen gemacht hat. Ich hatte viel Spaß.“

"Geld erst in Zukunft wichtig"

Auch was das Finanzielle angeht, hält sich Upamecano zurück. "Ich verdiene zwar Geld, aber daran denke ich überhaupt nicht. Ich denke nur an meine Entwicklung und die passt sehr gut in Salzburg. Geld ist sicher wichtig, aber erst in der Zukunft."

Salzburg war eine gute Wahl. Ich war auch bei Manchester United, aber die Würfel sind auf Red Bull Salzburg gefallen. Die Stadt, die Infrastruktur und die Menschen hier haben dafür gesprochen. Es war auch ein kleiner Vorteil, dass der damalige Trainer (Peter Zeidler, Anm.) Französisch gesprochen hat.

Dayot Upamecano

Der U17-Weltmeister unterstrich diese Einstellung mit dem Wechsel nach Österreich. Schließlich hätte es auch gleich Manchester United und die Millionen-Show namens Premier League werden können.

Zeidler spielte eine Rolle

Upamecano erklärt warum.

"Salzburg war eine gute Wahl. Ich war auch bei Manchester United, aber die Würfel sind auf Red Bull Salzburg gefallen. Die Stadt, die Infrastruktur und die Menschen hier haben dafür gesprochen. Es war auch ein kleiner Vorteil, dass der damalige Trainer (Peter Zeidler, Anm.) Französisch gesprochen hat. Es war aber in erster Linie eine sportliche Entscheidung, ich wollte immer Spielzeit bekommen, die kriege ich hier. Ich habe in Salzburg alles, was ich brauche. Diese Liga war die richtige Entscheidung für mich."

Bayerns missglückte Intervention

Auch Bayern München soll versucht haben, das Talent für sich zu gewinnen. Die Deutschen sollen es noch am Flughafen in Paris - Upamecano war am Weg nach Salzburg - versucht haben. Vergeblich.

"Ich weiß es nicht, ob sie direkt an den Flughafen gekommen sind, aber ich wusste vom Interesse", blickt Upamecano zurück. Der Blick gilt aber ganz der Gegenwart und der Zukunft.

Nach seiner Roten Karte beim 1:0 gegen Sturm hat der 29-fache Nachwuchs-Teamspieler bereits Winterpause. Eine Pause, die er sich verdient hat, denn im Herbst hat Upamecano viele gute Eindrücke hinterlassen - etwa Nizza-Star Mario Balotelli abmontiert.

Upamecano im LAOLA1-Interview

Staunende Teamkollegen

Innenverteidiger-Kollege Paulo Miranda (Hier geht es zum Interview) muss lächeln, wenn er auf ihn angesprochen wird.

„Er ist 18 Jahre alt. Die Leute hören das und denken sich, dass er noch ein Kind ist. Aber er hat viel drauf. Er hat die Chance genützt, schon einige Spiele mit uns gemacht und arbeitet hart an sich. Er hilft der Mannschaft auch mit seinem Spielstil, ich bin froh, dass ich so einen Mitspieler habe.“

Andre Wisdom (Hier geht es zum Interview) vergleicht ihn bereits mit Fußball-Größen: "Er erinnert mich an Spieler-Typen wie Yaya Toure oder Patrick Vieira."

Raphael Varane als Vorbild

Idole hat Upamecano nicht wirklich.

"Vorbild habe ich keines, aber ich schaue mir sehr gerne Spiele mit Raphael Varane an. Er ist ein sehr intelligenter und auch extrem schneller Spieler. Das ist ein Spieler, den ich sehr mag.“

Upamecano ist erst 18 Jahre alt, aber am besten Weg sich in diese Sphären des Weltfußballs zu bewegen.

Die nahe Zukunft liegt aber noch bei Red Bull Salzburg, das im Idealfall später viel Geld kassieren wird und wieder einen Spieler auf eine Top-Liga vorbereitet hat.

Trainer Oscar weiß: "Das Gute daran ist, dass dann andere Talente sehen, was bei uns möglich ist."

Textquelle: © LAOLA1.at

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