Was die Bundesliga und Altach von Subotic erwarten

Was die Bundesliga und Altach von Subotic erwarten
 

Dem SCR Altach ist bewusst, dass es in dieser Saison einen langen Atem braucht, um weiter Bestandteil der Bundesliga zu bleiben.

Kleinigkeiten können über Klassenerhalt oder Abstieg entscheiden. Das Ass im Ärmel der Vorarlberger könnte in der entscheidenden Phase Neven Subotic sein.

Der Transfer des 32-jährigen Defensivspielers hat viele überrascht. Ein Spieler dieses Niveaus und mit dieser Geschichte bei Borussia Dortmund oder im serbischen Nationalteam im Schnabelholz?

Das gab es seit Ailton wohl nicht mehr. Nicht nur sportlich könnte Subotic Altach auf ein anderes Level haben, auch menschlich bringt "der angenehm, andere Held" (Hier geht's zu seiner außergewöhnlichen Geschichte) Facetten mit, die den Vorarlbergern gut tun können.

Wen man auch über den langjährigen BVB-Fanliebling befragt, man erhält nur positive Rückmeldungen. Austria-Trainer Peter Stöger etwa coachte Subotic beim 1. FC Köln und danach in Dortmund und meint gegenüber LAOLA1: "Das ist ein Top-Transfer! Wir haben ihn nach Köln geholt, damit er uns aushilft. Für uns war das damals ein super Transfer. Er hat die Gruppe und die Mannschaft in allen Bereichen wirklich verstärkt. Er ist ein Spieler, der Altach von der Qualität her hundertprozentig hilft und der charakterlich vollkommen einwandfrei ist."

"Wenn du als 18- oder 20-Jähriger neben Subotic stehst..."

Zwar zählte Subotic nach schwerer Verletzung und seiner Glanzzeit vor der "Gelben Wand" unter Stöger nicht mehr zu den Besten der Besten, doch auch nach Stationen zuletzt bei St. Etienne, Union Berlin und Denizlispor ist der Innenverteidiger mit Sicherheit ein Gewinn für den Vorarlberger Bundesligisten.

Davon ist auch auch SCRA-Coach Alex Pastoor überzeugt, der den Stellenwert, einen Akteur wie Subotic in seinen Reihen begrüßen zu dürfen, in einer Pressekonfernez hervorstrich. "Wenn du als 18- oder 20-Jähriger auf dem Platz neben einem Spieler wie Neven Subotic stehst, gibt das Sicherheit und hilft natürlich auch enorm in der eigenen Entwicklung. Er ist ein Spieler, der uns mit seiner Erfahrung, aber auch seinen sportlichen Qualitäten enorm weiterhilft."

Zwar kam er mit Trainingsrückstand zur Mannschaft, beim 0:0 gegen Rapid saß er jedoch zumindest erstmals auf der Bank. Gut möglich also, dass das Debüt am Samstag (ab 17 Uhr im LIVE-Ticker) auswärts bei der Wiener Austria bevorsteht.

Auch dort geht es wieder um jeden einzelnen Punkt für die Endabrechnung. Mit dem torlosen Remis, sogar in langer Unterzahl, gegen Rapid haben die Altacher Selbstvertrauen getankt.

Admiras Wohlfahrt: "Eine Klasse-Sache, für Altach sicher ideal"

Dafür, dass öfters hinten die Null stehen soll, soll auch Subotic sorgen. Aktuell liegt Altach punktegleich und nur aufgrund des besseren Torverhältnisses vor Schlusslicht Admira. Doch auch Franz Wohlfahrt, der Sportdirektor der Südstädter, zollt dem direkten Konkurrenten bei LAOLA1 Respekt für den Transfer.

"Überrascht bin ich nicht, es gibt ja öfters solche Transfers. Eine Klasse-Sache, für Altach sicher ideal. Ich glaube schon, dass der Spieler schon noch sehr fit ist, ich habe ihn zuletzt noch spielen gesehen, der ist noch gut beinander. Er ist mit Sicherheit vom Charakter her der Richtige, der die Mannschaft mit der Erfahrung, die er mitbringt, führt."

Auch Andy Ogris, der Wohlfahrt am Stammtisch begrüßte (Hier geht's zum Stammtisch >>>), hat eine hohe Meinung vom Neuzugang, der mit Sicherheit eine Bereicherung für die heimische Bundesliga sein kann.

"Ich finde es gut, das wertet unsere Liga wieder ein bisschen auf. Ich weiß jetzt nicht, wie Subotic noch körperlich beinander ist und ob er dieses Tempo noch gehen kann. Vielleicht hat er schon ein paar Verschleißerscheinungen, keine Ahnung. Das werden wir aber alles sehen."

Subotic: "Von Vorteil, wenn man schon 10 Tonnen Druck auf sich hatte"

Besser im Bilde ist da Subotic selbst, wenn es um seine körperliche Fitness geht. Auf der Homepage des SCRA stellte er sich vor und nahm zu den wichtigsten Fragen Stellung - auch zu seiner Fitness.

"Das Spiel gegen die Admira und jenes gegen Rapid kommen wahrscheinlich noch zu früh", sollte er recht behalten. "Ich denke, es ist nicht entscheidend, ob ich diese oder nächste Woche einsteigen kann, sondern dass ich der Mannschaft dann in der wichtigen Saisonphase hundertprozentig fit zur Verfügung stehe."

Dass ihm an seiner neuen Wirkungsstätte eine wichtige Rolle zukommt, ist ihm bewusst. "Ich glaube der Verein hat mich nicht ausschließlich aufgrund meiner spielerischen Qualitäten verpflichtet, sondern auch dafür, dass ich gerade den jungen Spielern als Leitfigur diene. Zum einen natürlich, in dem ich sie auf dem Platz anleite, ihnen gleichzeitig aber auch darüber hinaus mein Wissen vermittle. Ich denke es ist ein Vorteil, wenn man schon einmal gefühlt zehn Tonnen Druck auf sich hatte und gemerkt hat, dass es trotzdem funktionieren kann. Auch in unserer jetzigen Situation ist der Druck hoch und ich kann vielleicht dem einen oder anderen helfen, besser damit umzugehen."

Die ersten Berührungspunkte mit der Mannschaft waren positiv, Subotic sei auf sehr motivierte Jungs getroffen, "die sich für keinen Meter zu schade sind". Dies sei für den Routinier die Voraussetzung, alles andere könne man lernen.

Subotic will, "dass die Mannschaft von mir profitieren konnte"

Subotic lernte unter Jürgen Klopp, dieser machte den damaligen Mainzer zur Dortmunder-Kultfigur, die Meister und Doublesieger wurde, im Champions-League-Finale stand und nun im Ländle kickt.

Für alle im Verein sollte dies ein Ansporn sein, das Beste mit dem Weltenbummler zu erreichen. "Das Kapitel SCR Altach hat für mich gerade erst begonnen. Genau, wie bei all meinen Stationen, ist es auch hier mein Ansatz, das Maximum herauszuholen. Ich möchte irgendwann zurückschauen können und sagen, das war eine tolle Zeit", gibt Subotic die Marschroute vor.

Schon zuvor hatte er sich über den Verein und die Spielweise schlau gemacht, die Variante, über das untere Playoff noch etwas zu erreichen, erachtet er als reizvoll. Deshalb steckt er sich ambitionierte Ziele. "Wenn ich den Verein irgendwann verlasse, möchte ich, dass man sagen kann, dass die Mannschaft von mir profitieren konnte. Nicht nur, was die reinen sportlichen Ergebnisse angeht, sondern vor allem auch die Entwicklung der jungen Spieler."

Spannend wird es allemal, wie Subotic sportlich und menschlich auf die Mannschaft einwirken kann. Die Verpflichtung sollte sich aber im besten Fall für beide Seiten als Win-Win-Situation herauskristallisieren.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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