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Von Szoboszlai bis Demir - Was wurde aus den "Guardian"-Talenten?

Mit Sturm-Juwel Luca Weinhandl hat es heuer wieder ein Österreicher auf die Liste der besten Talente geschafft. Ein Überblick über die Nominierten seit 2015:

Von Szoboszlai bis Demir - Was wurde aus den "Guardian"-Talenten? Foto: © GEPA/KI

Wie in jedem Jahr veröffentlicht "The Guardian" die größten Talente ihres Jahrgangs abseits der englischen Premier League!

Diesmal wird Sturm-Juwel Luca Weinhandl die große Ehre zuteil, auf der 60 Spieler umfassenden Liste des "Guardian" zu sein, auf der die jeweils größten Talente des Jahrgangs 2009 porträtiert werden. Alle Infos >>>

Neben dem U21-Teamspieler hat es mit Salzburg-Youngster Miha Matjasec auch ein zweiter Spieler aus der ADMIRAL Bundesliga auf die Liste geschafft.

2014 gab das englische Medium erstmals eine Talente-Liste heraus, damals waren es nur 40 Namen und kein Österreicher oder in Österreich tätiger Kicker. 2015 waren dann mit Sturms Sandi Lovric und mit Salzburgs Dayot Upamecano ein ÖFB-Youngster und ein Salzburg-Legionär dabei.

LAOLA1 zeigt alle Spieler mit Österreich-Bezug auf den Guardian-Listen und ihren weiteren Weg:

2015: Sandi Lovric

2015: Sandi Lovric
Foto: ©IMAGO / Sports Press Photo

Damals: SK Sturm Graz

Heute: Udinese Calcio

Lange Zeit galt Lovric als Riesentalent, mindestens genauso lange dann als steckengebliebenes Talent. Die Spielzeiten beim SK Sturm waren rar gesät, der Abgang in die Schweiz zum FC Lugano 2019 die logische Folge.

Dort gelangen dem Mittelfeldspieler die lange erwarteten nächsten Schritte, er entschied sich zudem für einen Nationenwechsel und ist seitdem slowenischer Teamspieler. Mittlerweile hat er 49 A-Länderspiele für unseren südlichen Nachbarn zu Buche stehen.

Seit Sommer 2022 läuft er für Udinese in der Serie A regelmäßig von Beginn an auf. Nach seiner Leihe zu Hellas Verona ist er nun wieder zurück bei Udinese, kommt heuer aber erst auf einen Kurzeinsatz in der Liga.


2015: Dayot Upamecano

2015: Dayot Upamecano
Foto: ©GEPA

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: Bayern München

Dass der Franzose seinen Weg an die Weltspitze gehen würde, war Experten schon früh klar. Und es kam, wie es kommen musste. Im Jänner 2017 überwies Leipzig 18,5 Millionen Euro nach Salzburg und bekam den Innenverteidiger.

Im Sommer 2021 wiederum schlug der FC Bayern zu, da lag die Ablösesumme schon bei 42,5 Millionen Euro. Bei den Bayern war der mittlerweile 27-Jährige zu Beginn seiner Zeit aufgrund von Fehlern umstritten, mittlerweile absolut gesetzt und einer der besten Innenverteidiger des Planeten. Auch in Frankreichs Nationalmannschaft führt am 48-fachen Teamspieler kein Weg mehr vorbei.


2016: Valentino Müller

2016: Valentino Müller
Foto: ©GEPA

Damals: SCR Altach

Heute: Austria Wien

Mehr als eine Bundesliga-Karriere war dem Vorarlberger bisher nicht vergönnt. 2019 wechselte er von Altach zum LASK, wo er zwei praktisch verlorene Jahre, die er de facto als Zweitliga-Kicker bei den Juniors OÖ verbrachte, hatte. Nach seinem Wechsel zur WSG Tirol im Sommer 2021 hat er wieder in die Spur gefunden.

Nach fünf erfolgreichen Jahren bei der WSG, in denen der Mittelfeldspieler auch Kapitän war, wechselte er nach seinem Vertragsende im September zu Ligarivale Austria Wien. Dort soll der 27-Jährige mit seiner Erfahrung die jungen Talente der Austria anführen.


2017: Romano Schmid

2017: Romano Schmid
Foto: ©IMAGO / ABACAPRESS

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: Frosinone Calcio

Sein Wechsel vom SK Sturm nach Salzburg kurz vor dem Erscheinen der damaligen Liste sorgte für viel Aufregung. Letztlich war die Zeit beim Serienmeister für den Dribblanski eine verlorene. Als Leihspieler beim WAC schöpfte er sein Potenzial aber mehr und mehr aus.

Schmid war lange Zeit einer der wichtigsten Spieler von Werder Bremen in der deutschen Bundesliga und auch beim ÖFB unter Ralf Rangnick gesetzt. Seit Sommer kickt der offensive Mittelfelspieler bei Serie-A-Aufsteiger Frosinone Calcio.


2017: Dominik Szoboszlai

2017: Dominik Szoboszlai
Foto: ©IMAGO / Offside Sports Photography

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: FC Liverpool

2017 geigte der Ungar noch beim FC Liefering in der ADMIRAL 2. Liga auf. Erst im Frühjahr 2019 folgte unter Marco Rose der große Durchbruch bei den Profis. Der obligatorische Wechsel nach Leipzig im Winter 2020/21 brachte RBS 22 Millionen Euro ein.

Zwei Jahre darauf folgte der Wechsel an die Anfield Road - der FC Liverpool blätterte für den ungarischen Nationalspieler 75 Millionen Euro hin. Dort ist der mittlerweile 25-Jährige absolut gesetzt und einer der wichtigsten Spieler im System.


2018: Flavius Daniliuc

2018: Flavius Daniliuc
Foto: ©IMAGO / Sports Press Photo

Damals: Bayern München

Heute: FC Basel

Der Wiener mit der bewegten Kindheit (Admira, Rapid, Real Madrid, Liefering) genoss den Großteil seiner fußballerischen Ausbildung beim FC Bayern. Im ersten Corona-Lockdown trainierte er sich sieben Kilo Muskelmasse an, danach unterschrieb er in Nizza.

In Frankreich kam er im Erwachsenen-Fußball an und wurde auch ÖFB-U21-Kapitän. Danach ging es zurück zu Stammklub Salernitana, ehe er im Frühjahr 2024 leihweise für Salzburg auflief.

Mittlerweile ist der dreifache ÖFB-Teamspieler beim FC Basel aktiv, dort auch in der Innenverteidigung gesetzt.


2019: Karim Adeyemi

2019: Karim Adeyemi
Foto: ©IMAGO / IPA Sport

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: FC Barcelona

Der Hype um den Deutschen war schon früh riesig. Als Salzburger schaffte er es ins DFB-Nationalteam, wurde 2021/22 mit 19 Treffern Bundesliga-Schützenkönig. Da war das Transfergezerre rund um den Jungstar schon fast unerträglich.

Für 30 Millionen Euro Ablöse unterschrieb er jedenfalls in Dortmund. Seine Zeit beim BVB war erfolgreich, jedoch nicht unumstritten. In 146 Spielen traf der talentierte Flügelspieler 36 Mal.

Im Sommer zog es ihn zum großen FC Barcelona, dort traf er bereits drei Mal in acht Spielen und hat sich damit zurück in die DFB-Elf von Jürgen Klopp gespielt.


2020: Yusuf Demir

2020: Yusuf Demir
Foto: ©IMAGO / PS Images

Damals: Rapid Wien

Heute: Rapid

Praktisch jeder Schritt im Werdegang Demirs wurde bis ins kleinste Detail analysiert: Durchbruch beim SK Rapid, Wechsel zum FC Barcelona, Probleme wegen einer Vertragsklausel, aufgrund derer ihn die finanziell angeschlagenen Katalanen nicht mehr einsetzten, Rückkehr zu Rapid, wenig Spielzeit.

Dann der Wechsel zu Galatasaray und die erneute Rückkehr zu Rapid. Aktuell läuft es für Demir bei den "Grün-Weißen" aber. Der Klub ist zudem Tabellenführer der ADMIRAL Bundesliga.


2020: Maurits Kjaergaard

2020: Maurits Kjaergaard
Foto: ©GEPA

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: LOSC Lille

Rund drei Millionen Euro haben die Mozartstädter im Sommer 2019 an Lyngby überwiesen, um den schlaksigen Dänen zu verpflichten. Kjaergaard adaptierte sich nach und nach an die Gegebenheiten in Salzburg, im Februar 2021 verhalf ihm Jesse Marsch zum Bundesliga-Debüt.

Nach seinem Durchbruch hatte der Däne immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und verpasste so den nächsten Schritt. Am Ende war er in Salzburg nicht mehr gesetzt und wechselte im Sommer 2026 nach Frankreich zu LOSC Lille. Dort ist er aktuell nur Joker.


2020: Benjamin Sesko

2020: Benjamin Sesko
Foto: ©IMAGO / Xinhua

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: Manchester United

Spätestens als er im Frühjahr 2021 die ADMIRAL 2. Liga in unvergleichlicher Manier zerschoss, war allen klar, dass hier ein Stürmer der Extraklasse heranwächst. Die erste Bundesliga-Saison war für den baumlangen Goalgetter noch eher durchwachsen, doch danach lief es sehr rund.

Im Sommer 2023 folgte der obligatorische Wechsel zu RB Leipzig. Über den deutschen Bundesligisten ging es für Sesko im Sommer 2025 für 76 Millionen Euro zu Manchester United. Dort traf er bisher 14 Mal in 38 Spielen.


2021: Luka Reischl

2021: Luka Reischl
Foto: ©GEPA

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: ADO Den Haag

Im Nachwuchs und in der Akademie war Reischl ein Goalgetter par excellence, doch er konnte seinen Torriecher noch nicht in den Erwachsenen-Fußball übertragen. Im Alter von 16 Jahren debütierte er unter Bo Svensson in der ADMIRAL 2. Liga für den FC Liefering, das ist auch für "Bullen"-Verhältnisse sehr früh.

Nach einem kleinen Durchhänger ist der 20-jährige Angreifer mittlerweile aber im Erwachsenen-Fußball angekommen und hat bereits 103 Zweitligaspiele absolviert. Im Winter 2025 ging es für Reischl nach Den Haag, dort traf er 16 Mal in 47 Spielen.


2022: Zeteny Jano

2022: Zeteny Jano
Foto: ©GEPA

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: Jahn Regensburg

Der gebürtige Eisenstädter mit ungarischen Wurzeln hat sich früh in seiner Karriere als Standard-Spezialist mit einer grandiosen Passquote einen Namen gemacht und wurde bereits mit Dominik Szoboszlai verglichen.

Zuletzt ist es um den Mittelfeld-Strategen aber ruhiger geworden. Über Liefering und den GAK zog es Jano im Sommer zu Jahn Regensburg in die dritte deutsche Liga. Dort kam der 21-Jährige bisher zu zwei Kurzeinsätzen.


2023: Oliver Lukic

2023: Oliver Lukic
Foto: ©GEPA

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: TSV Hartberg

Der Mittelfeld-Allrounder wurde zu Beginn seiner Karriere von kroatischen Medien bereits als "Wunderkind" bezeichnet und wechselte in die U19 der Kroaten.

Bei Salzburg konnte sich Lukic jedoch nicht langfristig durchsetzen, wechselte nun leihweise im Sommer zum TSV Hartberg. Unter Markus Schopp kam der 20-Jährige bisher sechs Mal zum Einsatz, erzielte dabei auch ein Tor.


2024: Oghenetejiri Adejenughure

2024: Oghenetejiri Adejenughure
Foto: ©GEPA

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: Red Bull Salzburg

Oghenetejiri Adejenughure wechselte 2021 von Rapid in die Salzburger Jugend, seit zwei Jahren ist der Angreifer Stammkraft in der ADMIRAL 2. Liga. Für Liefering traf er sieben Mal in 45 Spielen.

Der Stürmer mit nigerianischen Wurzeln ist mittlerweile U21-Teamspieler und kommt auf zwei Länderspiele unter Peter Perchtold.


2026: Luca Weinhandl

2026: Luca Weinhandl
Foto: ©IMAGO / Branislav Racko

Damals: SK Sturm Graz

Heute: SK Sturm Graz

Der 17-jährige Grazer hat im Jahr 2026 eine unglaubliche Entwicklung genommen. Im Jänner feierte er sein Debüt für Sturm direkt in der Europa League im legendären De Kuip, mittlerweile ist er im zentralen Mittelfeld gesetzt und auch U21-Nationalspieler.

Seit Oktober ist er mit einem Marktwert von 15 Millionen Euro nun der wertvollste Spieler der ADMIRAL Bundesliga. Laut Gerüchten sollen sogar der FC Arsenal und Brighton den Youngster beobachten.


2026: Miha Matjasec

2026: Miha Matjasec
Foto: ©GEPA

Damals: Red Bull Salzburg

Heute: Red Bull Salzburg

Der Slowene, der 2025 für 1,5 Millionen Euro in die Salzburg-Jugend wechselte, ist seit Sommer Stammspieler bei Kooperationsverein Liefering in der ADMIRAL 2. Liga.

Dort machte der Offensivspieler bisher sieben Partien, erzielte ein Tor und bereitete ein weiteres vor.

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