2015: Sandi Lovric
Damals: SK Sturm Graz
Heute: Udinese Calcio
Lange Zeit galt Lovric als Riesentalent, mindestens genauso lange dann als steckengebliebenes Talent. Die Spielzeiten beim SK Sturm waren rar gesät, der Abgang in die Schweiz zum FC Lugano 2019 die logische Folge.
Dort gelangen dem Mittelfeldspieler die lange erwarteten nächsten Schritte, er entschied sich zudem für einen Nationenwechsel und ist seitdem slowenischer Teamspieler. Mittlerweile hat er 49 A-Länderspiele für unseren südlichen Nachbarn zu Buche stehen.
Seit Sommer 2022 läuft er für Udinese in der Serie A regelmäßig von Beginn an auf. Nach seiner Leihe zu Hellas Verona ist er nun wieder zurück bei Udinese, kommt heuer aber erst auf einen Kurzeinsatz in der Liga.
2015: Dayot Upamecano
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: Bayern München
Dass der Franzose seinen Weg an die Weltspitze gehen würde, war Experten schon früh klar. Und es kam, wie es kommen musste. Im Jänner 2017 überwies Leipzig 18,5 Millionen Euro nach Salzburg und bekam den Innenverteidiger.
Im Sommer 2021 wiederum schlug der FC Bayern zu, da lag die Ablösesumme schon bei 42,5 Millionen Euro. Bei den Bayern war der mittlerweile 27-Jährige zu Beginn seiner Zeit aufgrund von Fehlern umstritten, mittlerweile absolut gesetzt und einer der besten Innenverteidiger des Planeten. Auch in Frankreichs Nationalmannschaft führt am 48-fachen Teamspieler kein Weg mehr vorbei.
2016: Valentino Müller
Damals: SCR Altach
Heute: Austria Wien
Mehr als eine Bundesliga-Karriere war dem Vorarlberger bisher nicht vergönnt. 2019 wechselte er von Altach zum LASK, wo er zwei praktisch verlorene Jahre, die er de facto als Zweitliga-Kicker bei den Juniors OÖ verbrachte, hatte. Nach seinem Wechsel zur WSG Tirol im Sommer 2021 hat er wieder in die Spur gefunden.
Nach fünf erfolgreichen Jahren bei der WSG, in denen der Mittelfeldspieler auch Kapitän war, wechselte er nach seinem Vertragsende im September zu Ligarivale Austria Wien. Dort soll der 27-Jährige mit seiner Erfahrung die jungen Talente der Austria anführen.
2017: Romano Schmid
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: Frosinone Calcio
Sein Wechsel vom SK Sturm nach Salzburg kurz vor dem Erscheinen der damaligen Liste sorgte für viel Aufregung. Letztlich war die Zeit beim Serienmeister für den Dribblanski eine verlorene. Als Leihspieler beim WAC schöpfte er sein Potenzial aber mehr und mehr aus.
Schmid war lange Zeit einer der wichtigsten Spieler von Werder Bremen in der deutschen Bundesliga und auch beim ÖFB unter Ralf Rangnick gesetzt. Seit Sommer kickt der offensive Mittelfelspieler bei Serie-A-Aufsteiger Frosinone Calcio.
2017: Dominik Szoboszlai
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: FC Liverpool
2017 geigte der Ungar noch beim FC Liefering in der ADMIRAL 2. Liga auf. Erst im Frühjahr 2019 folgte unter Marco Rose der große Durchbruch bei den Profis. Der obligatorische Wechsel nach Leipzig im Winter 2020/21 brachte RBS 22 Millionen Euro ein.
Zwei Jahre darauf folgte der Wechsel an die Anfield Road - der FC Liverpool blätterte für den ungarischen Nationalspieler 75 Millionen Euro hin. Dort ist der mittlerweile 25-Jährige absolut gesetzt und einer der wichtigsten Spieler im System.
2018: Flavius Daniliuc
Damals: Bayern München
Heute: FC Basel
Der Wiener mit der bewegten Kindheit (Admira, Rapid, Real Madrid, Liefering) genoss den Großteil seiner fußballerischen Ausbildung beim FC Bayern. Im ersten Corona-Lockdown trainierte er sich sieben Kilo Muskelmasse an, danach unterschrieb er in Nizza.
In Frankreich kam er im Erwachsenen-Fußball an und wurde auch ÖFB-U21-Kapitän. Danach ging es zurück zu Stammklub Salernitana, ehe er im Frühjahr 2024 leihweise für Salzburg auflief.
Mittlerweile ist der dreifache ÖFB-Teamspieler beim FC Basel aktiv, dort auch in der Innenverteidigung gesetzt.
2019: Karim Adeyemi
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: FC Barcelona
Der Hype um den Deutschen war schon früh riesig. Als Salzburger schaffte er es ins DFB-Nationalteam, wurde 2021/22 mit 19 Treffern Bundesliga-Schützenkönig. Da war das Transfergezerre rund um den Jungstar schon fast unerträglich.
Für 30 Millionen Euro Ablöse unterschrieb er jedenfalls in Dortmund. Seine Zeit beim BVB war erfolgreich, jedoch nicht unumstritten. In 146 Spielen traf der talentierte Flügelspieler 36 Mal.
Im Sommer zog es ihn zum großen FC Barcelona, dort traf er bereits drei Mal in acht Spielen und hat sich damit zurück in die DFB-Elf von Jürgen Klopp gespielt.
2020: Yusuf Demir
Damals: Rapid Wien
Heute: Rapid
Praktisch jeder Schritt im Werdegang Demirs wurde bis ins kleinste Detail analysiert: Durchbruch beim SK Rapid, Wechsel zum FC Barcelona, Probleme wegen einer Vertragsklausel, aufgrund derer ihn die finanziell angeschlagenen Katalanen nicht mehr einsetzten, Rückkehr zu Rapid, wenig Spielzeit.
Dann der Wechsel zu Galatasaray und die erneute Rückkehr zu Rapid. Aktuell läuft es für Demir bei den "Grün-Weißen" aber. Der Klub ist zudem Tabellenführer der ADMIRAL Bundesliga.
2020: Maurits Kjaergaard
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: LOSC Lille
Rund drei Millionen Euro haben die Mozartstädter im Sommer 2019 an Lyngby überwiesen, um den schlaksigen Dänen zu verpflichten. Kjaergaard adaptierte sich nach und nach an die Gegebenheiten in Salzburg, im Februar 2021 verhalf ihm Jesse Marsch zum Bundesliga-Debüt.
Nach seinem Durchbruch hatte der Däne immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und verpasste so den nächsten Schritt. Am Ende war er in Salzburg nicht mehr gesetzt und wechselte im Sommer 2026 nach Frankreich zu LOSC Lille. Dort ist er aktuell nur Joker.
2020: Benjamin Sesko
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: Manchester United
Spätestens als er im Frühjahr 2021 die ADMIRAL 2. Liga in unvergleichlicher Manier zerschoss, war allen klar, dass hier ein Stürmer der Extraklasse heranwächst. Die erste Bundesliga-Saison war für den baumlangen Goalgetter noch eher durchwachsen, doch danach lief es sehr rund.
Im Sommer 2023 folgte der obligatorische Wechsel zu RB Leipzig. Über den deutschen Bundesligisten ging es für Sesko im Sommer 2025 für 76 Millionen Euro zu Manchester United. Dort traf er bisher 14 Mal in 38 Spielen.
2021: Luka Reischl
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: ADO Den Haag
Im Nachwuchs und in der Akademie war Reischl ein Goalgetter par excellence, doch er konnte seinen Torriecher noch nicht in den Erwachsenen-Fußball übertragen. Im Alter von 16 Jahren debütierte er unter Bo Svensson in der ADMIRAL 2. Liga für den FC Liefering, das ist auch für "Bullen"-Verhältnisse sehr früh.
Nach einem kleinen Durchhänger ist der 20-jährige Angreifer mittlerweile aber im Erwachsenen-Fußball angekommen und hat bereits 103 Zweitligaspiele absolviert. Im Winter 2025 ging es für Reischl nach Den Haag, dort traf er 16 Mal in 47 Spielen.
2022: Zeteny Jano
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: Jahn Regensburg
Der gebürtige Eisenstädter mit ungarischen Wurzeln hat sich früh in seiner Karriere als Standard-Spezialist mit einer grandiosen Passquote einen Namen gemacht und wurde bereits mit Dominik Szoboszlai verglichen.
Zuletzt ist es um den Mittelfeld-Strategen aber ruhiger geworden. Über Liefering und den GAK zog es Jano im Sommer zu Jahn Regensburg in die dritte deutsche Liga. Dort kam der 21-Jährige bisher zu zwei Kurzeinsätzen.
2023: Oliver Lukic
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: TSV Hartberg
Der Mittelfeld-Allrounder wurde zu Beginn seiner Karriere von kroatischen Medien bereits als "Wunderkind" bezeichnet und wechselte in die U19 der Kroaten.
Bei Salzburg konnte sich Lukic jedoch nicht langfristig durchsetzen, wechselte nun leihweise im Sommer zum TSV Hartberg. Unter Markus Schopp kam der 20-Jährige bisher sechs Mal zum Einsatz, erzielte dabei auch ein Tor.
2024: Oghenetejiri Adejenughure
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: Red Bull Salzburg
Oghenetejiri Adejenughure wechselte 2021 von Rapid in die Salzburger Jugend, seit zwei Jahren ist der Angreifer Stammkraft in der ADMIRAL 2. Liga. Für Liefering traf er sieben Mal in 45 Spielen.
Der Stürmer mit nigerianischen Wurzeln ist mittlerweile U21-Teamspieler und kommt auf zwei Länderspiele unter Peter Perchtold.
2026: Luca Weinhandl
Damals: SK Sturm Graz
Heute: SK Sturm Graz
Der 17-jährige Grazer hat im Jahr 2026 eine unglaubliche Entwicklung genommen. Im Jänner feierte er sein Debüt für Sturm direkt in der Europa League im legendären De Kuip, mittlerweile ist er im zentralen Mittelfeld gesetzt und auch U21-Nationalspieler.
Seit Oktober ist er mit einem Marktwert von 15 Millionen Euro nun der wertvollste Spieler der ADMIRAL Bundesliga. Laut Gerüchten sollen sogar der FC Arsenal und Brighton den Youngster beobachten.
2026: Miha Matjasec
Damals: Red Bull Salzburg
Heute: Red Bull Salzburg
Der Slowene, der 2025 für 1,5 Millionen Euro in die Salzburg-Jugend wechselte, ist seit Sommer Stammspieler bei Kooperationsverein Liefering in der ADMIRAL 2. Liga.
Dort machte der Offensivspieler bisher sieben Partien, erzielte ein Tor und bereitete ein weiteres vor.