"Mehrere EURO-Spieler am Zettel"

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Nagy, Stangl, Schaub - Rapids Transfer-Brennpunkte

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Die EURO hat ein bisschen Fahrt herausgenommen, doch das Transferkarussell dreht sich trotzdem unaufhaltsam.

Auch beim SK Rapid vergeht kein Tag ohne neue Gerüchte. In puncto Transfers gibt es bei den Grün-Weißen gleich mehrere Brennpunkte:

Wie geht es nach der Absage von Ungarns EM-Starter Adam Nagy auf der Suche nach einem Sechser weiter? Wie endgültig ist der Salzburg-Wechsel von Stefan Stangl? Wie ist es um die Zukunft von Louis Schaub bestellt? Und gibt es noch andere Kader-Veränderungen?

Sportdirektor Andreas Müller ist deshalb auf Achse und erst kürzlich im Trainingslager im oberösterreichischen Bad Zell eingetroffen, wo er LAOLA1 Rede und Antwort stand:

  • WELCHER SECHSER KOMMT STATT ADAM NAGY?

Angesprochen auf den ungarischen EM-Youngster bestätigt Müller: „Ich kann klar Stellung beziehen: Wir haben am Dienstag eine Absage von seinem Berater bekommen.“ Dieser wollte gegenüber LAOLA1 wenige Stunden zuvor noch nichts ausschließen.

Schlussendlich fühlte sich der Ferecvaros-Star aber nach den Erfolgen mit seinem Heimatland doch für Höheres berufen, er wird sowohl mit Olympique Marseille als auch mit Benfica Lissabon in Verbindung gebracht. Nach den Auftritten bei der EURO war Rapids sportlichem Leiter klar, dass Nagy „eine ganz andere Kategorie als die österreichische Liga zuzutrauen ist. Sein Level liegt drüber, deshalb hat er sich gegen uns entschieden."


Vor allem aufgrund der langen Vorarbeit, des frühen Scoutings und der Kontaktaufnahme machte man sich Hoffnung. „Er ist ein sehr reifer Spieler für sein Alter, einer der Jüngsten auf dieser Position bei der EM, aber es ist ihm auch keiner böse. Das zeigt uns nur, dass wir weit vor der EURO eine sehr gute Nase hatten.“

Doch Rapid ist trotz Absage des Wunschspielers zuversichtlich, einen ähnlich guten defensiven Mittelfeldspieler zu holen. Im Fall von Nagy hatte man das Pech, dass sich dieser nicht wie Arnor Ingvi Traustason schon vor der EM zu den Wienern bekannte, so wie bei anderen auch.

Es waren einige Spieler auf unserer Liste, die bei der EURO dabei waren. Aber von einigen mussten wir uns sehr schnell wirtschaftlich verabschieden. Es gibt aber trotzdem noch Spieler, die ähnliche Qualitäten haben und vom Gesamtpaket auch sehr gut zu uns passen.“ Die Gespräche liefen parallel zu jenen mit Nagy und sollen in den kommenden Tagen intensiviert werden, um schnell Nägel mit Köpfen zu machen. Schließlich handelt es sich um eine Schlüsselposition, die seit dem Bremen-Wechsel von Thanos Petsos verwaist ist.

  • WIE ENDGÜLTIG IST DER SALZBURG-WECHSEL VON STEFAN STANGL?

Ich erwarte in den nächsten ein, zwei Tagen eine Entscheidung, was Red Bull betrifft. Es liegt an ihnen, die Bedingungen zu erfüllen. Dann wird dem Wechsel nichts im Wege stehen“, stellt Müller klar. Da die Salzburger ihr Angebot angepasst haben, liegt man nicht mehr weit auseinander. Und trotzdem beschreibt es der Sportdirektor als „Muskelspiel“ zweier Vereine in den finalen Verhandlungen, um seine Ansprüche geltend zu machen.

Daran, dass Stangl in wenigen Stunden in Richtung Salzburg abbiegt, gibt es kaum Zweifel, auch wenn es noch vages Interesse aus England geben soll. Das Problem: Der Transfermarkt kommt dort wohl erst Mitte August in Fahrt. So lange will Rapid wohl nicht warten, da die Causa das Team belastet. Auch wenn es den Verantwortlichen mit Sicherheit lieber wäre, als einen direkten Konkurrenten zu stärken.

Fakt ist: Stangl will weg! „Der Spieler hat sich schon die ganze Zeit deklariert. Wenn ein Spieler mit Angeboten konfrontiert wird, noch dazu mit solchen Zahlen, fangen die Gedanken im Kopf an. Wir haben ihm wirtschaftlich ein sehr gutes Angebot gemacht, er hat es frühzeitig abgelehnt, den Vertrag zu verlängern.“

Rapid könnte auf den laufenden Vertrag pochen, weiß aber, dass solche Entscheidungen meistens nach hinten losgehen. „Ob das dann für die Kabine und die Chemie gut ist, dass Spieler mit der Situation sportlich und wirtschaftlich nicht zufrieden sind, sei dahingestellt. Es gibt Spieler, die kommen gut damit klar und werden ihre Leistung abrufen können. Bei Stefan wissen wir, dass es nicht zu hundert Prozent so ist.“

Neue und alte Gesichter - die Bundesliga bereitet sich vor!

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Bundesliga-Neuling SKN St. Pölten startete als letzter Verein in die Vorbereitung.

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Neuzugang Thomas Vollnhofer.

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Neu im SVM-Trainer-Team von Ivica Vastic: Thomas Borenitsch (Tormann) und Kurt Russ (Co)

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Rückkehrer Manuel Seidl

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SCR-Altach-Trainer Damir Canadi

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Emanuel Sakic kam von Austria Lustenau

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Ried-Manager Stefan Reiter holte Trainer Christian Benbennek

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Linksverteidiger Dennis Chessa

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Innenverteidiger Özgur Özdemir

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WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger

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Benjamin Rosenberger, Christian Klem, Raphael Sallinger, Pfeifenberger und Daniel Offenbacher

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Aus Graz gekommen: Klem und Offenbacher

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Sturm-Trainer Franco Foda (l.)

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Bright Edomwonyi mit neuer Frisur

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Der Stürmer hat alles im Griff

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Philipp Huspek kam von Rapid via LASK zu Sturm

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Uros Matic ist neu dabei

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Marc-Andre Schmerböck kam mit Selbstvertrauen zurück

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Deni Alar (rechts) ist auch nun bei Sturm 

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Rasenheizung für die Admira

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Toni Vastic gibt sein Comeback

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Austria-Trainer Thorsten Fink

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Die Veilchen trainieren nun in Steinbrunn

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Rapid hat einen neuen Coach: Mike Büskens

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Christoph Schößwendter ist wieder Rapidler

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Salzburgs Meister-Trainer Oscar Garcia 

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Neuzugang Fredrik Gulbrandsen

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Marco Djuricin ist zurück

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Neuzugang Marc Rzatkowski

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Rückkehrer Ante Roguljic

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Und auch nun dabei: Munas Dabbur (rechts)

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Um negativer Energie keine Chance zu geben, drängt man auf eine schnelle Abwicklung. Da man mit dem wiedergenesenen Thomas Schrammel auf links dünn besetzt wäre und mit Stephan Auer sowie dem nicht gelernten Außenverteidiger Maximilian Wöber improvisieren müsste, ist auch dies in den Forderungen an RB Salzburg berücksichtigt. „Noch dazu ist RBS nächste Saison wohl wieder ein ernsthafter Konkurrent für uns, da lässt man so einen wertvolen Spieler nicht einfach ziehen. Qualität hat seinen Preis.“

Der Verlust von Stangl und auch Florian Kainz wird aber mit Geld nicht sofort aufzufangen sein. Trotzdem stellt Müller klar: „Das war eine sehr gute Achse, aber es wird eine Zukunft nach Kainz und Stangl geben.“

  • WIE IST ES UM DIE ZUKUNFT VON LOUIS SCHAUB BESTELLT?

Kainz, Stangl, Schaub? Immer wieder wurde Letzterer in den vergangenen Jahren mit einem Wechsel in Verbindung gebracht, im Ausland sollte der nächste Schritt gelingen. Doch vieles zerschlug sich, auch aufgrund von Verletzungspech und fehlender Konstanz. In diesem Sommer ist es ungewöhnlich ruhig um den 21-Jährigen. Vielleicht zu ruhig?

Ich bin ziemlich sicher, dass er diese Saison bei uns spielen wird. Ich habe nicht ein einziges Anzeichen dafür vernommen, dass da irgendwelche Gedanken dahingehend sind, dass er noch in der Transferperiode wechseln möchte“, bekräftigt Müller. Dass er zuletzt unzufrieden und antriebslos wirkte, sieht der sportliche Leiter anders:

Ich habe ihn beobachtet. Er macht einen unglaublich fitten, athletischen, beweglichen und angriffslustigen Eindruck. Ich denke, er hat sich sehr viel vorgenommen mit Rapid und will unbedingt beweisen, dass er sich weiterentwickelt. Fußballerisch ist er ohnehin top, aber es fehlt noch die Konstanz über eine ganze Saison. Er weiß, dass körperlich noch eine Menge Luft nach oben ist.“

Angebote sollen derzeit keine auf dem Tisch liegen, obwohl der Vertrag des Ballkünstlers nächsten Sommer endet. Eine Verlängerung ist noch nicht unterschrieben, die Bestrebungen von Seiten Rapids sind aber durchaus vorhanden:

Natürlich haben wir auch immer wieder das Interesse bei seinem Berater angemeldet. Wir sind sehr stark daran interessiert, mit Louis zu verlängern.“ Einen Zeitdruck hat man in dieser Causa nicht, bestmöglich kommt man aber zu einer Lösung, bis die Saison so richtig ins Rollen kommt.

Vor allem, um Klarheit zu schaffen. Denn Schaub ist bei Rapid offiziell noch der letzte Spieler, der von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen könnte. Deshalb wäre eine rasche Klärung der vertraglichen Verhältnisse von Vorteil für Rapid. „Es ist immer besser, wenn die Situation mit einem Spieler geklärt ist. Es gibt eine bestimmte Ausstiegsklausel in seinem Vertrag. Ich glaube, dass es sinnvoll wäre, dass diese Dinge aus dem Vertrag gestrichen werden, um nicht ständig damit konfrontiert zu werden.“ Sollte es aber zu keiner Verlängerung kommen: „Ansonsten ist es halt so, dass er eine Saison spielt, ohne anschließenden Vertrag zu haben. Auch damit muss man im schlechtesten Fall leben.“

  • HAT RAPID DOCH NOCH WEITERE ABGÄNGE GEPLANT?

27 Spieler tummeln sich auf dem Trainingsplatz in Bad Zell, dazu kommt noch Jan Novota nach seinem EM-Aus mit der Slowakei. Noch länger warten muss man auf Traustason, der mit Island ja noch den EM-Traum lebt. Von den insgesamt 29 Spielern wird noch ein Torhüter ins zweite Glied rücken und Stangl gehen. Ein 27-Mann-Kader ist aber aus Müllers Sicht definitiv zu groß.

Es wird noch Veränderungen auf der Abgangsseite geben. Wir haben von der Quantität her einen Kader, der ein bisschen zu groß ist“, bestätigt der Deutsche, ohne Namen zu nennen. „Wir wissen, dass der eine oder andere möglicherweise mit seiner Rolle nicht ganz so zufrieden sein wird. Wir werden sehr sorgfältig in Gespräche gehen, um zu sehen, ob welche einen Schritt zurück gehen, um Spielpraxis zu sammen und so wieder für uns interessant zu werden. Ich bin mir sicher, dass es noch Veränderungen geben wird.“

Im Angriff hat man derzeit etwa mit fünf Stürmern ein Überangebot, auch fünf Innenverteidiger sind wohl zu viel. Einige davon werden jedoch auf anderen Position als Alternativen gesehen. Zudem gibt es auch im offensiven Mittelfeld eine Vielzahl an Möglichkeiten. Gerade die vielen jüngen Emporkömmlinge wie etwaTamas Szanto, Philipp Malicsek, Maximilian Entrup bieten sich für eine Leihe an, um danach gestärkt zurückzukommen. Auch beim zuletzt lange Zeit verletzten Andreas Kuen oder dem im Frühjahr oft nur mehr bei den Amateuren aufgebotenen Philipp Prosenik wäre eine Veränderung im Bereich des Möglichen. Mit wievielen Spielern Rapid in die kommende Saison gehen wird, wird sich in den kommenden Tagen und Wochen entscheiden.


Aus Bad Zell berichtet Alexander Karper

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