LASK: Die Standard-Könige der Liga

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Acht Tore hat der LASK bislang in dieser Bundesliga-Saison erzielt - fünf davon nach Standard-Situationen.

Die ruhenden Bälle - egal ob Freistoß oder Eckball - sind eine echte Waffe des Aufsteigers, der zuletzt Sturm Graz 2:1 besiegte und dem Tabellenführer die erste Saisonniederlage zufügte.

Dogan Erdogan brachte die Oberösterreicher in der offensichtlich beliebten Minute 10 (Hier zur Story) mit einem Freistoß, der über Mann und Maus ins Tor ging, in Führung und ebnete damit den Sieg.

Co-Trainer Michael Angerschmid über das Geheimnis dieses Erfolges? "Es gibt nicht viel zu erzählen. Wir trainieren Standards ein oder zwei Mal in der Woche und fertig", lacht die rechte Hand von Trainer Oliver Glasner.

LAOLA1 analysiert die bisherigen Standard-Tore mit Hilfe des ehemaligen Ried-Trainers.

LASK-Sturm, 1:0, Torschütze: Dogan Erdogan (10.)

Der bislang letzte Coup. Rund 25 Meter vor dem Tor aus halblinker Position besprachen sich zunächst Erdogan und Peter Michorl, wer den Freistoß überhaupt ausführen sollte. Linksfuß Michorl würde den Ball weg vom Tor bewegen, Erdogan mit seinem rechten Fuß auf das Tor.

"Wir trainieren solche Situationen, aber am Feld entscheiden dann die Spieler. Manchmal ist es besser zum Tor zu schießen, manchmal auch besser, weg vom Tor", schildert Angerschmid. Wenn der Ball aber auf das Tor geht, ist auch klar, wie das passieren soll.

"In der Besprechung wurde ganz klar gesagt, dass der Ball in Richtung zweite Stange geht. Aber wenn dann unsere Leute nicht da sind, wird auch keine Verwirrung gestiftet. Das sind die kleinen Puzzleteile im großen Ganzen“, hält Angerschmid fest und bezieht sich auf Christian Ramsebner und auch Emanuel Pogatetz, die Torhüter Jörg Siebenhandl entscheidend verwirrten.

Hier das Tor auf VIDEO:


LASK-St. Pölten 1:0, Torschütze: Gartler (10.)

Dieses Mal entstand der Führungstreffer von der anderen Seite, deswegen trat den Freistoß auch Michorl. Der entschied sich kurzfristig, den Ball anders zu bringen als geplant - mit Erfolg.

"Gegen St. Pölten wollten wir den Ball eigentlich flach spielen, aber in dem Fall wurde er geschupft", erinnert sich Angerschmid. Bruno leitete per Kopf weiter und Gartler vollendete alleine vor Riegler.

Haken an dieser Erfolgs-Geschichte: Der Goalgetter stand im Abseits, der Treffer wurde dennoch gegeben.

Hier das Tor auf VIDEO:


Red Bull Salzburg - LASK 1:1, Tor: Christian Ramsebner (56.)

Ecke von links durch Alexander Riemann, vier Linzer befanden sich nahe dem Elferpunkt, schwärmten danach aus und Ramsebner köpfelte am Fünfer ins lange Eck. Ein ähnliches Tor hatte er bereits in der Vorbereitung gegen Aue erzielt.

"Das ist auch einfach eine Timing-Frage, da musst du genau da sein. Das ist die Detail-Arbeit", sagt Angerschmid, der mit dem Team ein bis zwei Mal pro Woche rund 25 Minuten Standards trainiert.

Was hilft: Die LASK-Innenverteidiger sind allesamt groß. Ramsebner und Pogatetz messen 191 Zentimeter, Felix Luckender auch 190.

Hier das Tor auf VIDEO:


LASK-Admira 3:0, Torschütze: Michorl (64.)

Ein direkt verwandelter Freistoß, der Ex-Austrianer hat definitiv einen der besseren linken Füße in der Bundesliga und bewies das gleich bei seinem Bundesliga-Debüt.

Hier gilt einzig der Satz von Emanuel Pogatetz: "Wir haben einfach richtig gute Schützen."

Hier das Tor auf VIDEO:


LASK-Admira 1:0, Torschütze: Bruno (10.)

Ähnlich wie das Ramsebner-Tor funktionerte auch der erste Bundesliga-Treffer des LASK nach der Rückkehr. Michorl mit der Ecke von rechts und Neuzugang Bruno streifte das Leder noch leicht Richtung Tor, Goalie Andreas Leitner konnte den Ball nur noch ins eigene Tor bugsieren.

Die Admira war wohl nicht überrascht, denn in der Aufstiegssaison erzielte der LASK 30 Tore nach Standards (von 77 insgesamt). Das 2:0 gegen die Admira fiel nicht direkt nach einem Standard, aber nach einem Einwurf, den Reinhold Ranftl schließlich per Flanke weiter zu Maximillian Ullmann beförderte und der zu seinem ersten Bundesliga-Tor einköpfelte.

Mittlerweile sind die Spieler gierig: "Es geht auch mittlerweile schon relativ flott, weil sie wissen, was ich will. Für das Spiel gibt es dann ab und an etwas besonders von mir auf den Weg." Die Schwächen des Gegners werden anaylsiert und den Spielern vorab mitgegeben. Allzu viele Varianten werden nicht einstudiert, die vorhandenen sollen sitzen - und tun sie auch offensichtlich.

Neben der Heimstärke (30 Spiele in Pasching in Folge ungeschlagen) sind die Standards die ganz große Waffe des Aufsteigers.

Hier das Tor auf VIDEO:


Textquelle: © LAOLA1.at

Austrias Innenverteidiger-Problem: Nur einer kann spielen

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