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Feldhofer & Vorgänger: Diese Trainerstühle fielen am schnellsten

Trainerwechsel gehören im Fußball-Geschäft dazu. Manche mussten ihre Trainerbank aber schneller räumen als andere.

Feldhofer & Vorgänger: Diese Trainerstühle fielen am schnellsten Foto: © GEPA

Nach nur drei Spieltagen ist es in dieser Saison so weit!

Ferdinand Feldhofer muss als erster Trainer der laufenden Bundesliga-Spielzeit seinen Hut nehmen.

Feldhofer-Aus ist offiziell!

Dass das Trainergeschäft ein schnelllebiges sein kann, beweist die Vergangenheit. Immerhin gab es im 21. Jahrhundert nur eine Saison in der österreichischen Bundesliga, in der das erste Halbjahr ohne Trainerentlassung vonstatten ging.

LAOLA1 hat sich die Zeit genommen, um den ersten Trainerwechsel jeder Bundesliga-Saison seit 1999/2000 Revue passieren zu lassen. 

Trainerwechsel, die knapp vor Saisonbeginn über die Bühne gingen, werden nicht berücksichtigt. 

1999/00: Klaus Scheer (Austria Lustenau)

1999/00: Klaus Scheer (Austria Lustenau)

Ende: 3. Jänner 2000

Nachfolger: Goran Stanisavljevic

Zehn Spiele in Folge hatten die Lustenauer nicht gewonnen und damit auf dem vorletzten Platz überwintert. Als dann beim Hallenturnier in Dornbirn auch nur ein Team schlechter war, zog Klub-Boss Hubert Nagel die Reißleine.

Ob's die Spieler gefreut hat, ist nicht wirklich klar. Immerhin wurde aber ihr Winterurlaub dadurch um ein paar Tage verlängert. Nachfolger Goran Stanisavljevic konnte auch nichts ändern – der Ländle-Klub musste sogar noch absteigen.

2000/01: Milan Miklavic (Admira)

2000/01: Milan Miklavic (Admira)

Ende: 28. August 2000

Nachfolger: Hans Krankl

Acht Runden ohne Sieg und dann auch noch eine 1:5-Niederlage beim GAK. Das war einfach zu viel für den Vorstand der Südstädter.

"Nach dem 1:5 war Miklavic sehr deprimiert", schilderte Manager Norbert Plihal nach der einvernehmlichen Trennung. Da kam Hans Krankl gerade recht.

Der Goleador war zuvor für vier Monate Coach von Fortuna Köln gewesen und sicherte der Admira mit drei Punkten Vorsprung den Klassenerhalt.

2001/02: Arie Haan (Austria Wien)

2001/02: Arie Haan (Austria Wien)

Ende: 12. August 2001

Nachfolger: Walter Hörmann/Toni Pfeffer

Was tun nach einem 2:1-Sieg im Derby? Den Trainer entlassen. Auch dieses Kuriosum ließ Frank Stronach nicht aus.

Eineinhalb Stunden nach dem Schlusspfiff teilte der Austro-Kanadier seinen Beschluss mit. "Ich habe die Entscheidung ganz alleine getroffen", wollte er festgehalten wissen.

Es folgte das durchwegs glücklos agierende Duo Hörmann/Pfeffer. Einen Tag später war übrigens auch Rapid-Coach Ernst Dokupil Geschichte.

2002/03: Thijs Libregts (GAK)

2002/03: Thijs Libregts (GAK)

Ende: 12. August 2002

Nachfolger: Christian Keglevits

Cupsieg, Supercupsieg und Chance auf den Einzug in die Champions League. Thijs Libregts war der gefeierte Held in Graz.

Doch fünf sieglose Spiele zum Ligastart reichten GAK-Boss Rudi Roth, um den Holländer vor die Tür zu setzen. Sogar der Zuschauereinbruch wurde dem damals 61-Jährigen vorgeworfen.

Co-Trainer Christian Keglevits übernahm den Posten des Cheftrainers. Keine zwei Monate später war auch er seinen Job los.

2003/04: Georg Zellhofer (Pasching)

2003/04: Georg Zellhofer (Pasching)

Ende: 28. Juli 2003

Nachfolger: Heinz Hochhauser

Ganze zwei Spiele – sie gingen beide verloren – verbrachte Georg Zellhofer in der Saison 2003/04 auf der Bank der Paschinger. Danach trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Sein Knie machte ihm schwer zu schaffen. "Für uns ist das alles wie ein Keulenschlag. Wir waren ein eingeschworenes Team bis ins letzte Mark", war Manager Stefan Reiter entsetzt. "Ich habe in der Sommerpause den besten Zeitpunkt zum Aufhören verpasst", gestand der Trainer eine "schiefe Optik" ein. Heinz Hochhauser folgte ihm nach.

2004/05: Bernd Krauss (Admira)

2004/05: Bernd Krauss (Admira)

Ende: 22. September 2004

Nachfolger: Dominik Thalhammer

Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch war in der Südstadt eine lange. "Es gab keinen Vorwurf von Vereinsseite und ich habe bis 2 Uhr in der Früh versucht, ihn zum Weitermachen zu bringen", erklärte Klub-Boss Hans Werner Weiss am Tag danach.

Rang sechs nach dem ersten Viertel der Meisterschaft und das Aus im ÖFB-Pokal reichten Bernd Krauss, um alles hinzuwerfen. Zum Nachfolger wurde sein bisheriger Assistent Dominik Thalhammer bestellt.

2005/06: Dominik Thalhammer (Admira)

2005/06: Dominik Thalhammer (Admira)

Ende: 17. August 2005

Nachfolger: Robert Pflug

"Wenn man sechs Jahre lang für einen Verein alles gibt, hat so eine Vorgehensweise schon einen komischen Beigeschmack", ärgerte sich Dominik Thalhammer.

Klub-Boss Hans Werner Weiss hatte es nicht für nötig befunden, ihn persönlich von seiner Entlassung zu informieren. Manager Manfred Polster nahm diese Aufgabe in die Hand.

Am Grund hatte der damals 34-Jährige nichts auszusetzen – er war in den ersten sechs Runden ohne Punkt geblieben. Amateur-Trainer Robert Pflug übernahm den Posten.

2006/07: Georg Zellhofer (SK Rapid)

2006/07: Georg Zellhofer (SK Rapid)

Ende: 27. August 2006

Nachfolger: Peter Pacult

Die Fußstapfen von Josef Hickersberger waren groß. Für Georg Zellhofer zu groß.

Der gebürtige Niederösterreicher und Rapid – das passte irgendwie nicht. Im Frühjahr verpasste der vormalige Pasching-Coach einen internationalen Startplatz, in den ersten sieben Runden der Herbstsaison holten die Hütteldorfer lediglich sieben Zähler.

Rapid wurde auf der Suche nach einem Trainer anschließend bei Peter Pacult fündig. Zellhofer unterschrieb keine zwei Monate später bei Erzrivale Austria Wien.

2007/08: Lars Söndergaard (FC Wacker Innsbruck)

2007/08: Lars Söndergaard (FC Wacker Innsbruck)

Ende: 22. Oktober 2007

Nachfolger: Helmut Kraft

Saisonübergreifend waren es nicht weniger als 17 Spiele, die der FC Wacker sieglos war, als Lars Söndergaard seinen Trainerstuhl räumen musste. Der Däne hatte mit Verletzungspech zu kämpfen und auch abseits des grünen Rasens gab es immer wieder Unruhe im Verein.

"Ich habe sicher auch Fehler gemacht, aber keine sehr großen", war sich der Geschasste nach der Trennung von den Innsbruckern sicher.

Helmut Kraft wurde zum Sportdirektor bestellt und übernahm auch als Trainer. Was als interimistische Lösung gedacht war, sollte sich bis Saisonende – mit Abstieg in Liga zwei – nicht ändern.

2008/09: Heinz Fuchsbichler (SCR Altach)

2008/09: Heinz Fuchsbichler (SCR Altach)

Ende: 30. August 2008

Konstanz auf dem Trainerstuhl ist Altachs Sache nicht. Zu Beginn der dritten Bundesliga-Saison trennten sich die Vorarlberger bereits vom dritten Trainer. Diesmal war es Heinz Fuchsbichler, der dran glauben musste.

Der Steirer erwischte einen ganz schwachen Start in die Saison. Vor dem Spiel der achten Runde gegen Kapfenberg wurde bekannt gegeben, dass mindestens ein Remis her muss, soll der Coach im Amt bleiben. Das Spiel ging verloren.

Der Vorstand des SC Rheindorf ließ den Trainer noch eine Nacht lang hoffen, ehe die Trennung beschlossen wurde. Auch Nachfolger Urs Schönenberger war zehn Spiele später Geschichte. Georg Zellhofer kam, stieg mit den Altachern jedoch ab.

2009/10: Frenkie Schinkels (Austria Kärnten)

2009/10: Frenkie Schinkels (Austria Kärnten)

Ende: 21. November 2009

Nachfolger: Joze Prelogar

Als Sportlicher Leiter gekommen, sattelte Frenkie Schinkels im Februar 2008 zum Cheftrainer des SK Austria Kärnten um. Eineinhalb Jahre später trat der ehemalige Meistermacher der Wiener Austria auf dem letzten Tabellenplatz liegend als Trainer der Kärntner zurück.

Joze Prelogar übernahm, konnte Austria Kärnten aber nicht mehr vom Tabellenende wegführen. Nur wenige Wochen später war der Verein Geschichte, im Juni 2010 wurde Konkurs angemeldet und der Spielbetrieb eingestellt.

2010/11: Helmut Kraft (LASK)

2010/11: Helmut Kraft (LASK)

Ende: 10. November 2010

Nachfolger: Georg Zellhofer

Acht Punkte nach 14 Spielen waren dem LASK genug, um sich im Herbst 2010 von Helmut Kraft zu trennen, der die Linzer in der Vorsaison zu einem siebenten Platz führte.

Auf Kraft folgte Georg Zellhofer, mit ihm jedoch kein Erfolg. Schon im März folgte der nächste Trainerwechsel hin zu Walter Schachner – der Abstieg war für die Linzer in dieser Saison jedoch nicht mehr abzuwenden.

2011/12: Werner Gregoritsch (SV Kapfenberg)

2011/12: Werner Gregoritsch (SV Kapfenberg)

Ende: 22. November 2011

Nachfolger: Thomas von Heesen

Es war eine besondere Geschichte, die Werner Gregoritsch mit der SV Kapfenberg schrieb, als man 2008 in die Bundesliga aufstieg.

Der Steirer hielt die "Falken" in den folgenden Jahren auch erfolgreich in der Liga, im November 2011 ging diese Ära jedoch zu Ende.

Auf dem letzten Tabellenplatz liegend entschied man sich in Kapfenberg dazu, Gregoritsch die Tür zu zeigen, und holte stattdessen Thomas von Heesen. Der Umschwung blieb jedoch aus, mit dem Deutschen ging es am Ende der Saison zurück in die Zweitklassigkeit.

2012/13: Walter Kogler (FC Wacker Innsbruck)

2012/13: Walter Kogler (FC Wacker Innsbruck)

Ende: 10. Oktober 2012

Nachfolger: Roland Kirchler

2010 führte Walter Kogler den FC Wacker zurück in die Bundesliga, in den folgenden beiden Spielzeiten schaffte der ehemalige ÖFB-Verteidiger mit den Innsbruckern auch den Klassenerhalt.

Nach gerade mal drei Punkten nach elf Spielen musste Kogler zu Beginn der Saison 2012/13 jedoch wenig überraschend seinen Trainerstuhl räumen. Roland Kirchler übernahm und führte die Tiroler mit Platz acht noch zum Klassenerhalt.

2013/14: Toni Polster (Admira)

2013/14: Toni Polster (Admira)

Ende: 8. August 2013

Genau drei Spiele lang dauerte die Ära von Toni Polster als Bundesliga-Trainer. Der ÖFB-Rekordtorschütze trat im Sommer 2013 die Nachfolge von Didi Kühbauer in der Südstadt an, konnte mit der Admira jedoch keinen einzigen Punkt holen.

Die 1:7-Klatsche gegen Grödig war für die Verantwortlichen der Admira genug, um Polster schon nach drei Spielen freizustellen. Oliver Lederer übernahm eineinhalb Monate lang, ehe Walter Knaller kam und die Südstädter mit Platz neun noch zum Klassenerhalt führte.

2014/15: Darko Milanic (Sturm Graz)

2014/15: Darko Milanic (Sturm Graz)

Ende: 21. September 2014

Nachfolger: Franco Foda

Seine einzige volle Saison als Cheftrainer des SK Sturm schloss Darko Milanic 2014 mit dem fünften Platz ab. Nach einem durchschnittlichen Start in die darauffolgende Saison war die Ära des Slowenen an der Seitenlinie der Grazer aber schon wieder vorbei.

Der damalige englische Zweitligist Leeds United klopfte an und warb Milanic ab. Wenig später präsentierte Sturm mit Franco Foda einen alten Bekannten als Nachfolger. Der Deutsche sollte den Job drei weitere Jahre ausüben.

2015/16: Helgi Kolvidsson (SV Ried)

2015/16: Helgi Kolvidsson (SV Ried)

Ende: 16. August 2015

Nachfolger: Paul Gludovatz

Lange durfte Helgi Kolvidsson nicht an der Seitenlinie der SV Ried bleiben.

Nach gerade mal fünf Bundesliga-Spielen, in denen der im Sommer zuvor vom SC Wiener Neustadt gekommene Isländer nur einen Punkt erobern konnte, entschied man sich dazu, Kolvidsson zu beurlauben.

Die Innviertler griffen auf Altbewährtes zurück, installierten Paul Gludovatz wieder als Chefcoach. Der Trainer-Routinier übergab am Saisonende als Siebenter an Christian Benbennek. In der Folgesaison stiegen die Rieder ab.

2016/17: Karl Daxbacher (SKN St. Pölten)

2016/17: Karl Daxbacher (SKN St. Pölten)

Ende: 25. Oktober 2016

Nachfolger: Jochen Fallmann

Gemeinsam mit Karl Daxbacher gelang den Niederösterreichern 2015/16 der Aufstieg ins österreichische Fußball-Oberhaus.

"Einige Spieler sind zu mir gekommen und haben gesagt, sie spüren das Vertrauen nicht mehr", erklärte SKN-Sportdirektor Frenkie Schinkels die Trennung nach gerade mal einem Saisonsieg.

"Mich hat gestört, dass Daxbacher gesagt hat, dass der Kader nicht Bundesliganiveau hat. Der Meinung sind wir im Verein nicht", so Schinkels über die Hintergründe. Co-Trainer Jochen Fallmann bewies nach seiner Beförderung zum Cheftrainer, dass der Kader gut genug für die Liga ist, und schaffte als Tabellen-Neunter den Klassenerhalt.

2017/18: Damir Buric (Admira)

2017/18: Damir Buric (Admira)

Ende: 9. September 2017

Nachfolger: Ernst Baumeister

Die erste Amtszeit von Damir Buric in der Südstadt war alles andere als unerfolgreich. Der Kroate übernahm den Klub im Jänner 2017 und führte ihn auf den sechsten Platz der Bundesliga.

In der Folgesaison fertigte man gerade den SV Mattersburg 5:0 ab, ehe die überraschende Meldung kam, dass Buric die Admira in Richtung 2. Deutsche Bundesliga verlässt. Greuther Fürth rief und Buric folgte. Bei der Admira reagierte man mit Verständnis und installierte Sportdirektor Ernst Baumeister als Cheftrainer. Mit ihm wurde die Saison auf dem starken fünften Rang beendet.

2018/19: Gerald Baumgartner (SV Mattersburg)

2018/19: Gerald Baumgartner (SV Mattersburg)

Ende: 21. August 2018

Nachfolger: Klaus Schmidt

Die ersten beiden Spielzeiten unter Gerald Baumgartner schloss der SV Mattersburg auf den Plätzen sieben und sechs ab, nach dem 0:6 gegen den WAC am vierten Spieltag der Saison 2018/19 hatten die Verantwortlichen jedoch genug von Baumgartner.

"Es kommt für mich sehr überraschend und tut mir weh", hatte der Trainer nicht mit dem Aus zum frühen Zeitpunkt der Saison gerechnet. Auf Baumgartner folgte Klaus Schmidt und mit ihm der fünfte Platz am Ende der Saison.

2019/20: Reiner Geyer (Admira)

2019/20: Reiner Geyer (Admira)

Ende: 2. September 2019

Nachfolger: Klaus Schmidt

2019 konnte mit Reiner Geyer gerade noch die Klasse gehalten werden, der schwache Saisonstart mit gerade mal einem Punktgewinn in sechs Spielen bewog die Südstädter jedoch zum frühen Handeln.

"Unsere Mannschaft benötigt in der aktuellen Situation einen neuen Impuls", erklärte Admira-Manager Amir Shapourzadeh die Entscheidung.

Klaus Schmidt übernahm, musste seinen Posten jedoch bereits im folgenden Februar wieder räumen. Mit Zvonimir Soldo an der Seitenlinie gelang als Elfter mit Ach und Krach der Klassenerhalt.

2020/21: Zvonimir Soldo (Admira)

2020/21: Zvonimir Soldo (Admira)

Ende: 13. September 2020

Nachfolger: Damir Buric

1:4 verlor die Admira am 1. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison gegen Rapid – und plötzlich war der Trainer weg.

Offiziell habe Soldo den Südstädtern aus privaten Gründen seinen Rücktritt angeboten, allerdings dürfte Felix Magath, damals Head of Global Soccer bei Flyeralarm, seine Hände mit im Spiel gehabt haben.

Bei der Admira entschied man sich dazu, Damir Buric zurückzuholen. Allerdings musste auch Buric seinen Posten im April 2021 wieder räumen. Klaus Schmidt sprang wieder einmal ein und rettete die Südstädter vor dem Abstieg.

2021/22: Dominik Thalhammer (LASK)

2021/22: Dominik Thalhammer (LASK)

Ende: 13. September 2021

Nachfolger: Andreas Wieland

2021 führte Dominik Thalhammer den LASK zu Platz vier in der Bundesliga und ins ÖFB-Cup-Finale.

Zu Beginn der Folgesaison schlitterten die Athletiker jedoch in eine Abwärtsspirale, die dem LASK-Trainer seinen Job kostete. Nach nur einem Sieg in sieben Bundesliga-Spielen war die LASK-Führung nicht mehr von Thalhammer überzeugt und ersetzte ihn mit Co-Trainer Andreas Wieland, der die Meistergruppe verpasste und im Saisonfinish den Posten für Didi Kühbauer räumen musste.

2022/23: Ferdinand Feldhofer (SK Rapid)

2022/23: Ferdinand Feldhofer (SK Rapid)

Ende: 16. Oktober 2022

Nachfolger: Zoran Barisic

2022 qualifizierte sich Rapid als Meistergruppen-Fünfter gerade noch für die Europacup-Qualifikation, blamierte sich dort zu Beginn der Folgesaison jedoch gegen den FC Vaduz.

Die "negative Grundstimmung im Verein", die Ferdinand Feldhofer damals ortete, konnte unter seiner Führung nicht mehr geglättet werden. Nach zwölf Bundesliga-Spieltagen zog Rapid die Reißleine und setzte stattdessen Sportdirektor Zoran Barisic auf die Trainerbank.

2023/24: Markus Mader (Austria Lustenau)

2023/24: Markus Mader (Austria Lustenau)

Ende: 13. November 2023

Nachfolger: Alexander Schneider

Es war eine Entlassung, die sich seit langem ankündigte.

Nach 14 sieglosen Spielen zum Start der Bundesliga-Saison zog Austria Lustenau die Reißleine und beurlaubte Markus Mader, der die Vorarlberger zwei Jahre zuvor mit dem Meistertitel in der 2. Liga in die Bundesliga führte und so auch "immer eine prägende Rolle in der Geschichte des SC Austria Lustenau einnehmen" wird, wie der Klub bei der Verabschiedung bekanntgab.

Interimistisch springt nun Sportkoordinator Alexander Schneider in die Bresche. Ihm wird Amateur-Trainer Momo Gerdi zur Seite stehen. 

2024/25: Thomas Darazs (LASK) bzw. Markus Schopp (Hartberg)

2024/25: Thomas Darazs (LASK) bzw. Markus Schopp (Hartberg)
Foto: ©GEPA

Ende: 3. September 2024

Nachfolger: Markus Schopp (LASK) bzw. Manfred Schmid (Hartberg)

Darasz kam als Interimstrainer zum LASK und empfahl sich dank eines guten Saisonfinish (Platz drei) für einen Fixposten. In der neuen Saison lief es allerdings überhaupt nicht mehr für den Wiener.

Nach einem Weiterkommen im ÖFB Cup und dem Auftaktsieg in der Bundesliga (ausgerechnet gegen Hartberg) gab es für Darasz' Linzer kein Erfolgserlebnis mehr. Das 1:5 gegen den WAC besiegelte das wenig überraschende Aus des Cheftrainers.

Umso überraschender kam es, dass Schopp noch am gleichen Tag als Nachfolger präsentiert wurde. In seiner damals zweiten Amtszeit in Hartberg machte er erneut gute Arbeit. Auch der TSV gab sich erstaunt und installierte anschließend Manfred Schmid.

Für Schopp lief es in der Stahlstadt allerdings ähnlich schlecht, im Saisonfinish wurde er entlassen. Joao Sacramento übernahm in der neuen Saison.

2025/26: Joao Sacramento (LASK)

2025/26: Joao Sacramento (LASK)
Foto: ©GEPA

Ende: 23. September 2025

Nachfolger: Didi Kühbauer

Kaum zu glauben, aber: Ins Doublesieger-Jahr startete der LASK tatsächlich noch mit Sacramento.

Nur zwei von sieben Bundesliga-Spielen konnte der spätere Meister unter dem Portugiesen gewinnen. Der Grund seines Rücktritts war aber offiziell nicht sportlicher Natur.

Nach dem Aus wurde von einem disziplinären Vorfall innerhalb des Trainerteams gesprochen, weshalb Sacramento "aus Loyalität" zu seinem Team den Schlusstrich zog. Im Juli 2026 erklärte er aber: "Ich habe für den LASK meine Familie verlassen. Ich wollte später nicht bereuen, die Entwicklung und das Aufwachsen meines Kindes verpasst zu haben."

Dass die Causa für den LASK eine glückliche Wendung nahm, ist fast eine Untertreibung. Zwei Wochen später übernahm Kühbauer und hievte die LASKler von Rang neun zum Doublesieg.

2026/27: Ferdinand Feldhofer (GAK)

2026/27: Ferdinand Feldhofer (GAK)
Foto: ©GEPA

Ende: 17. August 2026

Nachfolger: Joachim Standfest (interimsweise)

Eineinhalb Jahre war Ferdinand Feldhofer GAK-Trainer. Er überstand eine zwölf Spiele andauernde Sieglos-Serie, hielt den Verein gleichzeitig zwei Jahre in der Bundesliga - wenn auch knapp.

Die 0:8-Schmach beim SK Rapid zwang die Grazer allerdings zum Handeln. Nach der dritten Bundesliga-Runde zog der Klub die Reißleine. "Wir mussten im Sinne des Vereins eine klare Konsequenz ziehen", erklärte Interims-Sportdirektor Andreas Lienhart.

Joachim Standfest übernimmt interimsweise, ein langfristiger Nachfolger wird noch gesucht.

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