Herbst 2016: Gewinner/Verlierer FK AUSTRIA

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Die Wiener Austria kann laut eigenen Aussagen auf einen „guten und erfolgreichen Herbst“ zurückblicken.

„Die Ziele, die wir uns gesteckt haben, wurden erreicht – teilweise sogar übertroffen“, blickt Sportdirektor Franz Wohlfahrt zurück.

In der Liga spielen die Violetten oben mit, liegen mit fünf Punkten Rückstand an die Spitze auf Rang vier – satte zehn Zähler vor Erzrivale Rapid. Auch im ÖFB-Cup ist der Rekordgewinner des Bewerbs noch vertreten.


Wäre nicht das bittere Out in der Europa League gewesen, als zwei „Matchbälle“ teilweise kläglich (in Pilsen wurde eine 2:0-Führung in Überzahl verspielt) vergeben wurden, würden die Verantwortlichen von einem „sehr guten Herbst“ sprechen.

Mit 37 erzielten Toren verfügen die Violetten über die zweitstärkste Offensivabteilung der Liga, als einzige Mannschaft verbuchte die Austria an jedem Spieltag zumindest einen Torerfolg. 29 Gegentreffer trüben die Freude darüber aber ein wenig.

Richtig traurig macht jedoch das Zuschauerinteresse. Im Schnitt kamen 7.228 Zuseher zu den zehn Heimspielen - im knapp 50.000 Leute fassenden Happel-Stadion ergibt das ein tristes Erscheinungsbild.

Einzig gegen AS Roma pilgerten 32.751 Zuseher ins Happel-Oval, um die Mannschaft auf der internationalen Showbühne zu unterstützen. Die Qualifikation für diese Bühne ist auch das große Ziel im Frühjahr.


DAUERBRENNER:

Spieler Position Spielminuten Einsätze Startelf
Alexander Grünwald Mittelfeld 1578 20 17
Petar Filipovic Verteidigung 1569 18 18
Raphael Holzhauser Mittelfeld 1544 19 19
Tarkan Serbest Mittelfeld 1495 19 16
Luvas Venuto Mittelfeld 1473 19 16

Hier geht's zur kompletten Einsatzstatistik-Liste:

GEWINNER:

TARKAN SERBEST

„Er ist ein Spieler, der unverzichtbar für uns ist. Das war er im letzten Jahr nicht“, sagt Trainer Thorsten Fink über den 22-Jährigen. Für den Deutschen ist der Staubsauger im violetten Mittelfeld mittlerweile ein “kompletter Spieler, der viel dazu gelernt hat, lernwillig und fleißig ist“. Serbest absolvierte im Herbst inklusive Europa League und ÖFB-Cup bereits unglaubliche 34 Spiele mit 2870 Einsatzminuten - nur in St. Pölten fehlte er. Zum Vergleich: In den letzten zwei Saisonen, in denen er auch zahlreiche Einsätze für die Amateure in der Regionalliga hatte, kam der U21-Teamspieler insgesamt auf 2516 Einsatzminuten.

DOMINIK PROKOP

Der 19-Jährige hat heuer mehr als nur sein Talent unter Beweis gestellt. Technisch stark, strahlte der Youngster bei seinen Einsätzen immense Ruhe aus und wirkte trotz seiner Unerfahrenheit abgeklärt. Sein erstes Pflichtspiel-Tor erzielte er ausgerechnet in der Europa League beim heroischen 3:3 in Roma, als ein 1:3-Rückstand aufgeholt wurde. Ihm gehört die Zukunft im offensiven Mittelfeld der Violetten.

THOMAS SALAMON

„Thomas wer?“, fragten sich wohl noch einige Leute, als sie im Sommer die Kaderliste der Violetten begutachteten. Kein Wunder, denn einen bleibenden Eindruck hinterließ der Burgenländer im abgelaufenen Jahr nicht. Auf gerade einmal 136 Spielminuten kam er in der Bundesliga-Saison 2015/16. In diesem Herbst hat der 27-Jährige seine Einsatzzeit verfünffacht. Dank der Dreifach-Belastung absolvierte Salamon neun Liga-, drei Cup- und eine Europa-League-Partien. Drei Assists steuerte er bei.

TOPSCORER:

Spieler Position Tore Assists Scorerpunkte
Larry Kayode Sturm 7 1 8
Alexander Grünwald Mittelfeld 6 3 9
Ismael Tajouri Mittelfeld 6 4 10
Raphael Holzhauser Mittelfeld 5 1 6
Lucas Venuto Mittelfeld 5 4 9

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VERLIERER:

OGNJEN VUKOJEVIC

Der Kroate befindet sich weiter im freien Fall. Sein letzter Einsatz in der Liga: 23. August. Seit Anfang Oktober schaffte es der 32-Jährige nicht einmal mehr in den Kader, sondern nahm Woche für Woche auf der Tribüne Platz. Man braucht wohl kein Prophet zu sein, um sagen zu können, dass sich die Wege im Sommer, wenn der Vertrag des defensiven Mittelefeldspielers ausläuft, trennen werden.

PATRIZIO STRONATI

Da lieferte der Tscheche im Europa-League-Heimspiel gegen seine Landsleute von Viktoria Pilsen eine tadellose Leistung, er wurde von allen Seiten gelobt, nur um kurz danach wieder in der Versenkung zu verschwinden. Mickrige vier Minuten Bundesliga-Luft durfte der 22-Jährige bisher schnuppern. Stronatis Dilemma: Der Innenverteidiger fällt der Ausländerregel zum Opfer, schafft es kaum auf den Spielbogen.

RICHARD WINDBICHLER

Der Ex-Admira-Kapitän ist auch in seiner zweiten Saison bei den Veilchen nicht näher an einen Stammplatz herangekommen. Auf seinen bevorzugten Positionen ist er nur zweite Wahl. In der Innenverteidigung sind Rotpuller/Filipovic, im defensiven Mittelfeld Serbest/Holzhauser gesetzt. Ganz bitter für den 25-Jährigen: Ein Muskelfaserriss kostete ihm rund zwei Monate, daher gab es keinen einzigen Einsatz in der EL-Gruppenphase.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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