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NEWS
"Sind bereit!": Köllner vor Spitzenspiel bei Vienna selbstbewusst
BW Linz nimmt drei Punkte aus Salzburg mit und blickt auf das Spitzenspiel. Bei der Austria sorgt die Stadionproblematik für Unmut.
Blau-Weiß Linz hat mit einem 1:0-Auswärtssieg bei Austria Salzburg die Tabellenführung in der ADMIRAL 2. Liga verteidigt (zum Spielbericht >>>).
Für die Mannschaft von Trainer Michael Köllner wartet am kommenden Samstag auf der Hohen Warte bereits das nächste Highlight: das direkte Duell mit dem punktgleichen Verfolger Vienna.
Während die Linzer mit Selbstvertrauen in das Gipfeltreffen gehen, stand in Maxglan auch der Protest der Fans im Mittelpunkt. Die Anhänger beider Lager machten auf die schwierige Situation rund um die Gästekapazität und die Stadion-Infrastruktur aufmerksam.
Tabelle der ADMIRAL 2. Liga >>>
Köllner sieht Mannschaft bereit
Einfach war der Erfolg in Salzburg für BW Linz nicht. Bei Dauerregen und schwierigen Bodenverhältnissen tat sich der Tabellenführer phasenweise schwer, ließ defensiv aber wenig zu. Vor allem mit der mangelnden Chancenverwertung haderte Köllner.
"Wir haben es uns am Ende selber schwer gemacht, haben schon Riesen-Dinger liegen gelassen. Wir müssen schneller auf 2:0 stellen", erklärt der 56-Jährige im "ORF"-Interview. Gleichzeitig sei seine Mannschaft "extrem konzentriert" gewesen und habe der Austria nur wenige Möglichkeiten gestattet.
Besonders zufrieden zeigt sich Köllner mit der Entwicklung seiner Elf in den vergangenen Auswärtsspielen. Nach der Niederlage in Kapfenberg (1:2) und einem Remis in Amstetten (1:1) habe BW Linz einen Schritt nach vorne gemacht.
"In Kapfenberg haben wir noch verloren, waren wir sehr unruhig. In Amstetten haben wir die Intensität nicht über 90 Minuten gebracht, haben Aussetzer gehabt. Und heute haben wir es durchgezogen, heute haben wir gewonnen", bilanziert der Deutsche.
Spitzenspiel auf der Hohen Warte
Mit dem Erfolg in Maxglan haben sich die Linzer eine hervorragende Ausgangslage für das Duell mit der Vienna geschaffen. Die Wiener hatten am Vorabend mit einem Heimsieg gegen den FAC vorgelegt, müssen die Tabellenführung nun aber wieder abgeben.
Köllner weiß um die Bedeutung des anstehenden Schlagers: "Das ist ein Match, das sicher von der Tabellenkonstellation her mega interessant ist."
An der Herangehensweise soll sich trotz der Ausgangslage nichts ändern. "Wir sind dafür bereit, wie für jedes andere Spiel auch", betont der 56-Jährige. Seine Mannschaft sei für die Aufgabe gerüstet, nun gelte es, die Leistung auch in Wien auf den Platz zu bringen. "Dann schauen wir, was wir aus Wien mit heimnehmen."
Fan-Protest in Maxglan
Bei Austria Salzburg rückte neben der sportlichen Niederlage vor allem die angespannte Stadionsituation in den Fokus. Die Heimfans verzichteten in den ersten zehn Minuten auf ihren Support und ließen aus Solidarität mit den Gästefans auch ihre geplante Choreographie aus (die Hintergründe dazu >>>).
Auch die Austria-Fans wollen mit ihrer Aktion auf die Infrastruktur aufmerksam machen. Der Wunsch nach einem neuen, größeren Stadion steht dabei im Mittelpunkt.
Meisl: "Andere Leute gefordert"
Austria-Verteidiger Luca Meisl zeigt Verständnis für die Anliegen der Anhänger. Dass die Unterstützung zu Beginn fehlte, sei zwar bitter gewesen, die Forderungen könne er aber nachvollziehen.
"Es ist irgendwie peinlich und Zeichen genug, dass es der Austria nicht möglich ist, den Auswärtsfans die 156 Karten zur Verfügung zu stellen", findet der 27-Jährige. Auch die eigenen Anhänger seien bei vielen Auswärtsspielen aufgrund der begrenzten Kapazitäten betroffen.
Die Spieler könnten die Situation nur bedingt beeinflussen. "Wir versuchen, auf dem Platz Gas zu geben und sportlich unser Bestmögliches zu geben. Alles andere ist nur ein Hinhalten und da sind, glaube ich, andere Leute gefordert, dass da was passiert", richtet Meisl einen deutlichen Appell an die Verantwortlichen.
Sportlich hadert der Verteidiger mit der Niederlage. Über weite Strecken habe seine Mannschaft mehr vom Spiel gehabt, letztlich aber zu wenige klare Abschlüsse herausgespielt. "Das 0:1 ist bitter, ich glaube, dass ein Unentschieden gerechter gewesen wäre", bilanziert Meisl.