eSports-Förderung in Deutschland

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Der aktuellste Beschluss der Regierung des deutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein dürfte allen eSports-Gegnern sauer aufstoßen. Denn die dort regierende Koalition hat nämlich in der vergangenen Woche eine Koalitionsvereinbarung unterzeichnet, wie eSport-Events in der Region gefördert und auf Dauer etabliert werden können.

Die Vereinbarung, unterstützt von der CDU, der FDP und den Grünen ist ein großes Ausrufezeichen im Kampf um die Akzeptanz von Online-Spielen in der modernen Gesellschaft.

Dies ist ein Wink mit dem Zaunpfahl für aktuelle "Profis", dass jenen hier offene Tüen erwarten. Viele der größten eSport-Organisationen sind bereits in Deutschland angesiedelt, wie etwa die ESL, SK Gaming oder die Leitung der EU LCS von Riot Games.

Nicht das erste Zeichen aus Deutschland

Bereits vor einem Monat gab es ein Zeichen unserer Nachbarn. Die SPD hat im aktuellen Wahlprogramm folgenden Absatz festgehalten:

"Wir bemerken die steigende Popularität und Wichtigkeit von eSports in der deutschen Gesellschaft. Daher werden wir feststellen, wie und ob wir die Konditionen für eSport in Deutschland verbessern können".

Neben der Politik ist das Interesse in der Wirtschaft noch viel größer. Neben diversen geschützten Marken von etlichen Bundesliga eSport-Ablegern und des Bundesverbands für interaktive Unterhaltungssoftware e.V., wird bereits seit geraumer Zeit die Anerkennung von eSport als Sportart gefordert. Während Deutschland zwar in der Wahrnehmung und Teilnahme an Veranstaltungen hinter anderen Ländern hinterher hinkt, sind die Infrastruktur und das Interesse definitiv gegeben.

Der Erfolg des Beschlusses gilt abzuwarten, aber sollte die Bundesregierung es schaffen, noch mehr eSport-Unternehmen nach Deutschland zu locken und damit die Wirtschaft weiter anzukurbeln, ist eine breite Akzeptanz nur noch ein kleiner Schritt.

von Thomas Streitberger

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