LoL-WM: Gruppen stehen fest

Aufmacherbild Foto: © LoL ESports/Flickr
 

Die erste Phase der League of Legends-Weltmeisterschaft in Südkorea ging am Samstag mit den Playoff-Spielen der Play-Ins zu Ende. Während einige der Partien knapper als erwartet verliefen, blieben im Endeffekt große Überraschungen aus.

Historisches Matchup – Cloud 9 gegen Gambit

Der Samstag begann dabei mit einem Matchup, das auch aus dem Jahr 2013 stammen könnte. Das drittplatzierte Team aus Nordamerika Cloud 9 traf dabei auf den russischen Meister Gambit Esports. Beide Organisationen haben eine umfangreiche Geschichte, waren aber nun schon seit mehreren Jahren nicht mehr aufeinander getroffen. Die Amerikaner waren hier klar zu favorisieren, da Gambit bis dahin eine eher schwache Performance bot. In diesem prestigeträchtigen Aufeinandertreffen zeigte das russische Team jedoch wieder Teile von seinem alten Glanz, letztendlich wurde ihr Kampfgeist jedoch nicht belohnt: Cloud 9 konnte sich mit 3-2 durchsetzen, besonders ihr Veteran Zachary „Sneaky“ Scuderi(sh. Titelbild), der als einziger auch beim letzten Duell mit Gambit schon dabei war, zeigte eine starke Leistung und konnte damit sein Team in die Gruppenphase führen.

Dort wird es aber definitiv eine Leistungssteigerung brauchen, da man in einer Gruppe mit den zwei Favoriten Royal Never Give Up und Gen.G gelandet ist – ein hartes Los für Cloud 9.

Im zweiten Spiel des Tages ging es deutlich einseitiger zu. Edward Gaming aus China zeigte wie man gegen einen Underdog auftreten sollte und ließ den Japanern vom Team Detonation FocusMe keine Chance. In eindrucksvoller Manier entschieden sie die Partie 3-0 für sich, für das Team aus Japan war jedoch alleine schon das Erreichen dieses Playoffs eine Steigerung zu den letzten Weltmeisterschaften.

Edward Gaming darf sich nach dieser Leistung durchaus Hoffnungen auf eine Top2-Platzierung in Gruppe C machen. Großer Favorit ist hier KT Rolster, die Nummer eins aus Korea, der zweite Platz sollte aber durchaus in Reichweite sein.

Europa und Taiwan gewinnen am Sonntag

Am Sonntag kam es dann zuerst zum Duell zwischen Europas Nummer drei G2 Esports und dem Meister der lateinamerikanischen Liga Infinity Esports. Der europäische Favorit machte mehrere unnötige Fehler, was dazu führte, dass man die erste Partie verlor. Danach wurden jedoch die erwarteten Verhältnisse wiederhergestellt, G2 Esports gewann letztendlich mit etwas Bauchweh 3-1.

In der Gruppenphase haben die Europäer Außenseiterchancen auf den Aufstieg aus Gruppe A. Wie so oft ist auch hier das koreanische Team, in diesem Fall Afreeca Freecs, zu favorisieren, um den zweiten Platz wird hoffentlich ein spannender Dreikampf zwischen G2 Esports, Flash Wolves aus Taiwan und Phong Vu Buffalo aus Vietnam entstehen.

Im letzten Spiel der Runde trafen G-Rex aus Taiwan auf den türkischen Meister Bahçeşehir SuperMassive. Auf dem Papier schien dieses Spiel recht ausgeglichen zu sein, nach einem guten Start verlor das Team aus der Türkei jedoch immer mehr die Kontrolle. Das erste Spiel konnte man noch für sich entscheiden, auch in Spiel zwei hatte man bereits einen großen Vorsprung, brachte sich dann jedoch mit Eigenfehlern immer mehr in Bedrängnis, was letztendlich zum Ausgleich für das Team aus Taiwan führte. Von diesem Punkt an war das Momentum komplett bei G-Rex, die von nun an eine solide Leistung zeigten und die Serie ebenfalls mit 3-1 für sich entscheiden konnten.

Mit Gruppe D hat man hier ein machbares Los. Während sich ExpertInnen einig sind, dass Platz eins hier wohl an Invictus Gaming aus China gehen wird, könnte sich der zweite Platz zumindest in Reichweite befinden – Hauptkonkurrent wird hier Fnatic aus Europa sein.

Die Teams haben jetzt bis Mittwoch Zeit sich vorzubereiten, danach gibt es von 10. bis 17. Oktober durchgehend Action in der Gruppenphase, die in Busan stattfinden wird.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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