Kein LoL auf der IEM

Aufmacherbild Foto: © ESL - Foto von Helena Kristiansson
 

Mit einer brisanten Aussendung hat die ESL die eSports-Szene geschockt. Für die kommende Auflage der Intel Extreme Masters, dem Flagship-Turnier der ESL, wird es nach sechs Jahren kein League of Legends Event mehr geben.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Komplikationen wenn es um League of Legends ging. Das Hauptproblem, die Planung und der, im Verhältnis zu den länger andauernden Ligen, geringe Preispool sorgten immer wieder dafür, dass große Teams wenig bis gar kein Interesse zeigten.

"In der aktuellen LOL-Szene werden während der europäischen Off-Season Spieler-Transfers und Teamumstrukturierungen zum Hauptthema, während zur gleichen Zeit in Korea und China Turniere stattfinden. Um diese Probleme herum zu arbeiten ist nicht der richtige Weg, um weiterzukommen. Unsere Events im Jahr 2017 werden daher nicht zu einer Zeit stattfinden, in der die Pro-LCS Teams teilnehmen können."

ESL Vizepräsident für Pro-Gaming Michal "Carmac" Blicharz

Auch wenn die ESL damit die Türen für LoL nur temporär schließt, könnte das bereits ein erstes Anzeichen für einen Wandel in der Szene sein. Bisher waren Veranstaltungen wie die IEM oder die DreamHack die größten der Welt, aber in den vergangenen Jahren haben Liga-Formate die Überhand gewonnen. Mit der Riot Games' World Championship und Turner's ELEAGUE, beides Finalturniere für über mehrere Monate andauernde Ligen, gibt es nun neue Events, die für Zuseher-Rekorde sorgen. Dot Esports degradiert die IEM überhaupt bereits zu einem "Second-Tier-International-Turnier" und somit sozusagen zur zweiten Geige. Dazu kommt noch die neue "selbst-gemanagte" Serie "Rift Rivals" von Riot Games hinzu, die den internationalen Wettkampf weiter anfachen soll.

Was die IEM angeht, sind Blicharz und sein Team derzeit bemüht, das Turnier für die internationale Szene relevant zu halten – auch wenn das bedeutet, neuere Spiele, mobile Titel oder experimentelle Streaming-Formate – wie "Virtual Reality" – zu testen. Wie das Ganze weitergeht, wird die Zukunft zeigen.

von Thomas Streitberger

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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