Astralis gewinnt das IEM Katowice 2019 Major

Aufmacherbild Foto: © Intel Extreme Masters
 

Astralis gewinnt das IEM Katowice 2019 Major und krönt sich damit zum zweiten Mal hintereinander zum Sieger des wichtigsten Turniers des Counter-Strikes. Die junge Truppe von ENCE schaffte es völlig überraschend ins Finale, hatte dort aber keine Chance gegen das beste Team der Welt.

ENCE überrascht gegen Nummer Zwei der Welt

Der Start in die Playoffs verlief für Astralis einmal mehr ohne echte Schwierigkeiten. Das Viertelfinale gegen die Schweden von Ninjas in Pyjamas startete mit einem dominanten 16:2-Sieg. Vor allem Emil „Magisk“ Reif, der später noch zum MVP des Turniers gewählt werden sollte, zeigte hier eine tolle Performance mit einem K/D-Verhältnis von 23-8.

Auf de_dust2 fixierten die Dänen den Einzug ins Halbfinale mit einem knappen 16:14-Sieg. Der Halbfinalgegner wurde zwischen den australischen Renegades und Südamerikas Nummer Eins MIBR bestimmt. Dabei behielten die routinierten Brasilianer klar die Oberhand und konnten ebenfalls ohne Niederlage in die nächste Runde einziehen.

Eine Riesenüberraschung lieferte ENCE in der zweiten Hälfte des Turnierbaums ab. Die Finnen, die erstmals am Major teilnahmen, mussten im Viertelfinale gegen die Nummer Zwei der Welt - Team Liquid - ran. Die Nordamerikaner waren im Vorjahr neben Astralis das zweite konstant starke Team und dementsprechend die häufigsten Finalgegner der Dänen.

Gegen ENCE schien Team Liquid komplett überrascht von den finnischen Underdogs zu sein: Die erste Map ging mit 16:11 an ENCE. Auf de_inferno konnte Liquid dann bis auf 15:8 vorlegen und war nur mehr eine Runde vom Ausgleich in der Serie entfernt, doch dann startete ENCE die Aufholjagd. Angeführt von Veteran Aleksi „allu“ Jalli, der 26 AWP-Treffer beisteuerte, schaffte es ENCE in die Verlängerung, in der man mit 19:16 den völlig überraschenden Einzug ins Halbfinale fixierte.

s1mple kann NaVi nicht retten

Im Semifinale wartete das beste Team der GUS-Region: Natus Vincere. Die Mannschaft rund um den besten Spieler der Welt „s1mple“ konnte im Viertelfinale mit einem klaren 2:0-Sieg gegen den FaZe Clan den Aufstieg in die Runde der letzten Vier meistern. Dort kam es im Aufeinandertreffen mit ENCE zum wohl spannendsten Spiel in dieser Phase des Turniers.

Auf de_train startete NaVi stark in ihre CT-Seite, doch die Finnen konnten das Spiel spannend halten und blieben dran, am Ende schnappte sich ENCE mit 16:14 knapp Map Nummer Eins. Die zweite Map de_dust2 ging klar an die russisch-ukrainische Mannschaft, die mit 16:3 ein kräftiges Lebenszeichen von sich gaben. Die Entscheidungsmap de_mirage war ein Hin und Her, das bis zuletzt für beide Teams das positivere Ende hätte nehmen können.

In einer ausschlaggebenden Runde beim Stand von 13:13 wäre Aleksandr „s1mple“ Kostyliev beinahe der 1v3-Clutch gelungen, doch ENCE entschied die Runde für sich und kurz darauf auch das Spiel. Damit hat ENCE sowohl die Nummer Zwei, als auch die Nummer Drei der Welt aus dem Turnier eliminiert, um den Einzug ins Finale zu schaffen.

Astralis weiter konkurrenzlos

Astralis, die mit einem klaren 2:0-Sieg gegen MIBR auch den Einzug ins Finale fixierten, zeigten auf dem Weg dorthin einmal mehr kaum Schwächen. Beim letzten Major in London verloren die Dänen nur ein einziges Spiel im gesamten Turnier, dieses Mal war man bis ins Finale sogar ungeschlagen geblieben. Nur ein Mapverlust in einem Best-of-three- Spiel, das man gegen Renegades gewann, stand am Ende zu Buche.

Das große Finale startete auf de_train, eine Map die sich für ENCE im Laufe des Turniers als besonders erfolgreich herausstellte. Es war ihr Map-Pick und ein „Must-Win“, denn es sollte de_inferno in Runde Zwei gespielt werden - eine Map, auf der Astralis eine Gewinnrate von knapp 85% in den letzten zwölf Monaten vorzuweisen hat. ENCE lieferte einen beherzten Kampf, doch die Dänen rund um AWP-Starspieler Nicolai „device“ Reedtz zeigten kaum Schwächen und entschieden die erste Map mit 16:11 für sich.

„device“ war es auch, der in der zweiten Map groß aufzeigte. Mit einem durchschnittlichen Schaden pro Runde von 118,5 ließ er zusammen mit seinem Team dem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Nach einem 14:1 in Hälfte Eins blieb den Finnen nicht mehr viel Raum für Fehler. Am Ende siegten die Dänen mit 16:4, zeigten ihre Dominanz auf beeindruckende Art und Weise und holten sich damit in Kattowitz einmal mehr ein Preisgeld von 500,000 US-Dollar.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»

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