Die Black Wings Linz lösen schon am 34. Spieltag der EBEL mit einem 4:2-Auswärtssieg beim KAC ihr Playoff-Ticket.
Zum Matchwinner des kaltschnäuzigen Tabellenführers avanciert Rob Hisey, der im Schluss-Drittel zwei Mal trifft.
Die Vienna Capitals beenden die fünf Spiele währende Durststrecke mit einem 3:2-Erfolg beim VSV. Ein Tor reicht den Graz99ers in Zagreb, Toni Dahlmann (54.) trifft.
Schlusslicht Jesenice entscheidet das 445. Derby mit Ljubljana 5:4 für sich, Fehervar schlägt Znojmo 4:1.
KAC - Black Wings Linz 2:4
Tabellenführer Black Wings Linz hat gegen Rekordmeister KAC auswärts mit 4:2 (2:0,0:0,2:2) gewonnen. Mit diesem Sieg sind die Linzer auch als erste Mannschaft nicht mehr aus den Play-Off-Plätzen zu verdrängen. Für die Klagenfurter war es die erste Niederlage nach vier Siegen in Folge.
In einem von hohem Tempo und Körpereinsatz geprägten Spiel gingen die Gäste aus Linz durch einen Doppelschlag binnen 70 Sekunden durch Veideman in numerischer Überzahl (8.) und Oberkofler (9.) früh in Führung. Danach bissen sich die Klagenfurter an Linz-Goalie Westlund und dessen Abwehr regelrecht die Zähne aus.
Erst im letzten Abschnitt konnten die Heimischen erstmals durch Hundertpfund (43.) und Pirmann (55.) "anschreiben", doch zwei Hisey-Treffer (45., 60.) brachten die endgültige Entscheidung zugunsten der Linzer.
KAC - Black Wings Linz 2:4 (0:2,0:0,2:2)
Klagenfurt, Stadthalle, 5.000 (ausverkauft), SR Berneker/Trilar
Tore: Hundertpfund (43.), Pirmann (55.) bzw. Veideman (8./PP), Oberkofler (9.), Hisey (45., 60./EN)
Strafminuten: 6 bzw. 14.
VSV - Vienna Capitals 2:3
Die Vienna Capitals haben ihre Negativserie in am Stefanitag in Villach beendet. Die Wiener setzten sich nach zuletzt fünf Niederlagen beim VSV, wo sie seit 18. Oktober 2009 nicht mehr gewonnen hatten, mit 3:2 (1:1,0:0,2:1) durch.
Dank Toren von Dan Björnlie (8.), Benoit Gratton (44.) und Philipp Pinter (57.) entführten die Capitals beim direkten Konkurrenten zwei wichtige Zähler im Kampf um Platz sechs, der eine vorzeitige Play-off-Qualifikation bedeutet. In der Tabelle zogen die achtplatzierten Wiener nach Punkten mit den siebentplatzierten Villachern gleich. Für den VSV trafen Neuerwerbung Mike Craig (5.) und Tomaz Razingar (54.).
Die Gäste aus Wien ließen sich trotz der 1:0-Führung der Gastgeber nicht einschüchtern und konterten die Villacher eiskalt aus. Kurz nach dem 2:2-Ausgleich des VSV nützte der Ex-Villacher Pinter ein Missgeschick von VSV-Torhüter Bernhard Starkbaum zum verdienten 3:2-Sieg.
Die Hausherren bemühen sich unterdessen nach wie vor um Ersatz für den vorzeitig entlassenen Kyle Wanvig. Bob Wren, der schon in Wien erfolgreich zusammen mit Craig gestürmt war, ist ein Thema. Der 37-jährige Kanadier hat bei den Ravensburg Towerstars bis zum Jahreswechsel eine Ausstiegsklausel und wäre an einem Wechsel in die Draustadt durchaus interessiert.
VSV - Vienna Capitals 2:3 (1:1,0:0,1:2)
Villacher Stadthalle, 4.300, SR Falkner/Fussi
Tore: Craig (5.), Razingar (54.) bzw. Björnlie (8.), Gratton (44.), Pinter (57.)
Strafminuten: 10 bzw. 14
Medvescak Zagreb - Graz99ers 0:1
Die Graz 99ers haben die kroatische Festung in Zagreb erobert. Die Steirer setzten sich in der Hauptstadt 1:0 (0:0,0:0,1:0) durch, das entscheidende Tor erzielte Toni Dahlman in der 54. Minute. Zagreb hatte zuvor sechs Heimerfolge in Serie gefeiert.
Vor 7.000 Zuschauern taten sich beide Teams schwer, nach der kurzen Weihnachtspause wieder in die Gänge zu kommen. Die beiden Torhüter Michael Ouzas und Frederic Cloutier, der den Vorzug gegenüber Fabian Weinhandl bekam, hatten wenig Mühe, ihre Kästen sauber zu halten.
Die größte Chance der Grazer war in einem schwachen Match lange Zeit ein Stangenschuss von Matthias Iberer im Mitteldrittel geblieben. Mit dem Sieg bleiben die Steirer Zagreb-Schreck, denn bereits das erste Saisonmatch in Kroatien hatten sie 3:2 für sich entschieden. Die Grazer traten bereits am Montag ohne Harry Lange an, der Stürmer wechselt in die zweite deutsche Liga zu den Dresdner Eislöwen.
Lange, der Ex-Kapitän der Grazer, absolvierte seit der Saison 2004/05 393 Partien für die 99ers und steuerte dabei 35 Tore und 92 Assists bei. Dafür testen die Steirer in dieser Woche den 29-jährigen finnischen Verteidiger Atte Pentikäinen, der den Abgang von Rodi Short und die Verletzung von Robert Kantor kompensieren soll.
Medvescazk Zagreb - Graz 99ers 0:1 (0:0,0:0,0:1)
Zagreb, 7.000, SR Smetana/Veit
Tor: Dahlman (54.)
Strafminuten: 10 bzw. 14.
HK Jesenice - Olimpija Ljubljana 5:4
Nichts für schwache Nerven war das 445. Derby zwischen Jesenice und Ljubljana. Bereits nach 1:36 Minuten gab Pusa mit seinem Powerplay-Treffer zum 1:0 den Startschuss in eine denkwürdige Partie. Viele Regelwidrigkeiten und Dispute auf dem Eis bestimmten das Spielgeschehen, die Tore schossen zunächst nur die Gastgeber. Tavzelj erhöhte kurz vor der Drittelpause auf 2:0.
In Minute 25 gelang den feldüberlegenen "Drachen" durch Erik Pance der verdiente Anschlusstreffer. Gegen Ende des Mitteldrittels überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst stellte Hughes nach Hotham-Vorarbeit auf 2:2, dann lag der Puck mit der Schluss-Sirene erneut im Netz von Jesenice-Schlussmann Fikrt. Nach Beratungen des Schiedsrichter-Teams wurde der Treffer von Music gegeben, Ljubljana ging mit 3:2-Führung ins Schlussdrittel.
Dort konnten beide Teams das Spannungslevel hochhalten. Juliano (42.) und Hafner (43.) drehten das Spiel innerhalb von nur 20 Sekunden zugunsten der Hausherren, Sachl (51.) gelang der erneute Ausgleich. In der 56. Minute stellte Brus auf 5:4, als sich in der Schlussphase die Geschichte wiederholte. Wie schon in Drittel zwei lag der Puck mit der Schluss-Sirene im Jesenice-Tor. Diesmal gaben die Referees den Treffer jedoch nicht, Jesenice konnte den Derby-Sieg bejubeln.
HK Akroni Jesenice - Olimpija Ljubljana 5:4 (2:0,0:3,3:1)
Jesenice, 4200, SR Gebei
Tore: Pusa (2.PP), Tavzelj (18.PP), Juliano (42.), Hafner (43.), Brus (56.) bzw. E. Pance (25.), Hughes (38.PP), Music (40.), Sachl (51.PP)
Fehervar AV 19 - HC Znojmo 4:1
Die Spieler von Fehervar und Znojmo brauchten etwas, um sich der weihnachtlichen Lethargie zu entledigen. Mit Fortschreiten der Spielzeit entwickelte sich aber eine interessante Partie.
Sofron brach den Tor-Bann in Minute 37 mit einem sehenswerten Treffer nach Ryan-Zuspiel und sorgte so dafür, dass sein Team mit einem 1:0 in das Schlussdrittel gehen konnte.
Dort erzielte Mihaly das 2:0 (42.), ehe Danton (47.) verkürzen und die Begegnung so wieder spannend machen konnte. Vas stellte in Minute 52 den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, sodass den "Adlern" aus Znojmo nur noch volles Risiko blieb. Mitten in die Drang-Periode der Gäste traf Pratt mittels Short-Hander zum 4:1-Endstand und begrub damit alle Hoffnungen der Tschechen.
Fehervar AV 19 - HC Znojmo 4:1 (0:0,1:0,3:1)
Szekesfehervar, 3370, SR Kamsek
Tore: Sofron (37.), Mihaly (42.PP), Vas (52.PP), Pratt (57.SH) bzw. Danton (47.)