VSV schreckt Grazer Gäste

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Nach dem halben Dutzend war Schluss

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Der VSV beendete in der 17. EBEL-Runde die Siegesserie der Graz99ers. Die Villacher schlugen die Steirer mit 4:1.

Die Adler gingen durch Platzer (14.) in Führung, Schofield (33.) und Leiler (51.) erhöhten, Brophey (52./PP) gelang nur noch der Anschluss. Hunter (59./PP) setzte den Schlusspunkt für den VSV.

Die Capitals gewannen gegen Dornbirn mit 4:2, MacLean (8.), Sharp (17.), Milam (26./PP) und Iberer (30./PP) trafen für die Wiener, Sylvester (20.) und D'Alvise (38.) für die Vorarlberger.

Trefferflut in Tschechien

Der KAC konnte indes die Festung von Znojmo einnehmen. Die Rotjacken gewannen 7:6 nach Overtime.

Die Gäste drehten ein 3:4 zum 6:4, ehe sie noch den Ausgleich hinnehmen mussten. DeSantis sorgte aber für ein Happy End.

Linz machte gegen Bozen auch Überstunden, Dorion besiegelte beim 2:1 die zwei Punkte.

Salzburg hatte in Ljubljana keine Mühe und nahm ein 5:2 mit. Es war die 10. Niederlage in Folge für das Schlusslicht.

LAOLA1 hat alle Facts zur 17. EBEL-Runde:

Villacher SV - Graz99ers 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)

Tore: Platzer (14.), Schofield (33.), Leiler (51.), Hunter (59./PP) bzw. Brophey (52./PP)

Villach, 3.419 Zuschauer. Strafminuten: 14 bzw. 10.

Beide können anders: Betrachtet man die letzten sechs Spiele beider Mannschaften, wäre die Voraussage eines Villacher Sieges wagemutig gewesen. Während Graz alle Partien für sich entschied, feierten die Adler im gleichen Zeitraum nur einen vollen Erfolg - und dieses 4:1 gegen Ljubljana lassen wir aufgrund der aktuellen Form der Slowenen einfach mal nicht gelten.

Duo Infernale: Ziga Pance und Rick Schofield wurden im zweiten Drittel fast zum Sargnagel der Murstädter. Sie fuhren einen co-produzierten Angriff nach dem anderen gegen Thomas Höneckl, blieben aber nur einmal erfolgreich.

In Schönheit gestorben: Man kann als Torwart schlecht aussehen und mit einem blauen Auge davonkommen, man kann aber offensichtlich auch gut aussehen und dann doch Mitschuld an einer bitteren Niederlage tragen. Thomas Höneckl hielt starke 37 der 41 Villacher Abschlussversuche, bei zwei Gegentreffern sah er aber unglücklich aus. Die machten einen erheblichen Unterschied.

HC Znojmo - KAC 6:7 n. OT. (2:1, 2:4, 2:1, 0:1)

Tore: Seda (7.), Yellow Horn (11., 59.), Stehlik (26.), Sulak (27.), Bartos (56./PP) bzw. M. Geier (19./PP, 31.), Ganahl (25.), Popovic (26./PP), Setzinger (38., 41./SH), DeSantis (67.)

Znojmo, 3.015 Zuschauer. Strafminuten: je 8.

Mörder-Partie zu Halloween: Beide Mannschaften brannten auf dem Eis ein Feuerwerk ab, das jeden Eishockey-Fan begeistern musste. Insbesondere die vogelwilden Minuten zwischen der 25. und 27., wo die Partie gleich zweimal gedreht wurde, sollten in jedem Saisonrückblick gezeigt werden. So soll Eishockey aussehen!

Keeper-wechsel-dich: Spiele, in denen gleich beide Teams den Torhüter vom Feld nehmen, weil er die Hütte voll bekommt, sind selten. KAC-Goalie Brückler musste in Minute 27 Platz für Stamm-Torhüter Tuokkola machen, Nechvatal wurde nach seiner unfreiwilligen Vorlage zum 4:6 in Minute 41 für Fucik vom Eis genommen. Beide Ersatzmänner bestätigten mit einer Fangquote von über 90 Prozent die jeweilige Trainerentscheidung.

Vogelkunde - Geier sticht Adler aus: Mit zwei Toren und zwei Assists war KAC-Stürmer Manuel Geier der überragende Mann am heutigen Tag. Aber auch die formstarken Colton Yellow Horn (Znojmo, zwei Tore) und Manuel Ganahl (KAC, ein Tor, zwei Vorlagen) wussten erneut zu überzeugen.

Vienna Capitals - Dornbirner EC 4:2 (2:1, 2:1, 0:0)

Tore:  McLean (8.), Sharp (17.), Milam (26./PP), Iberer (30./PP) bzw. Sylvester (20.), D'Alvise (38.)

Wien, 5.100 Zuschauer. Strafminuten: 4 bzw. 10.

PP-Schwäche beendet: Die Vienna Capitals beendeten nach 235 Minuten ihre Überzahlschwäche. Milam netzte in Überzahl zum zwischenzeitlichen 3:1, nur vier Minuten später erhöhte Iberer wieder mit einem Powerplay-Treffer auf 4:1. Vor der Partie lag die Powerplay-Erfolgsquote bei mageren 12,3 Prozent, diese haben die Caps heute wieder nach oben verbessert.

Effizienz wiedergefunden: In den letzten acht Partien erzielten die Wiener lediglich elf Tore. Headcoach Jim Boni forderte vor der Partie von seiner Mannschaft mehr Treffer und seine Cracks nahmen das ernst. Gegen das drittbeste Auswärtsteam und die zweitbeste Defense der Liga gelangen den Caps vier Treffer. Das dürfte den Head Coach zufrieden stimmen.

DEC-Serie beendet: Der letzte Caps-Sieg gegen die Vorarlberger lag über ein Jahr zurück. Die letzten vier Duelle gingen immer an die Dornbirner, die ersten beiden Aufeinandertreffen in dieser Saison gewann der DEC mit 2:1. Doch die Wiener zeigten, warum sie das drittbeste Heimteam der Liga sind und feierten einen verdienten 4:2-Sieg.

Olimpija Ljubljana - RB Salzburg 2:5 (1:1, 1:3, 0:1)

Tore: Kaspitz (15./PP), Hebar (40.) bzw. Brucker (8.), Sterling (24.), Ledin (38.), Cijan (39.), Walter (55./PP)

Ljubljana, 924 Zuschauer. Strafminuten: je 14.

Negativserie prolongiert: Salzburg wurde seiner Favoritenrolle gegen das Tabellenschlusslicht Ljubljana gerecht und fügte den Slowenen ihre bereits zehnte Niederlage in Folge zu. Während Ljubljana mit nur sieben Pünktchen im Tabellenkeller bleibt, verteidigte Salzburg (36 Punkte) seine Spitzenposition.

Zwei Premierentreffer: Die beiden Salzburg-Cracks Marco Brucker und Alexander Cijan erzielten gegen Ljubljana ihre ersten Saisontreffer und leisteten einen wichtigen Beitrag zum verdienten 5:2-Auswärtssieg in Slowenien.

Doppelschlag: Das erste Drittel konnten die Slowenen noch ausgeglichen gestalten, aber mit Fortdauer der Partie wurden die Bullen immer besser. Der Doppelschlag von Ledin und Cijan innerhalb von nur 26 Sekunden Ende des zweiten Drittels war die Vorentscheidung der Partie, da konnte auch der prompte Anschlusstreffer zum 2:4 von Hebar nichts mehr daran ändern.

Black Wings Linz - HC Bozen 2:1 n. OT. (0:1, 0:0, 1:0, 1:0)

Tore: Kozek (55.), Dorion (65.) bzw. Flemming (16.)

Linz, 4.865 Zuschauer. Strafminuten: 8 bzw. 12.

Buntes Treiben in Linz: Die Linzer spielten mit speziell für Halloween angefertigten orange/schwarzen-Dressen, erschreckend war in den ersten zwei Dritteln aber maximal die Leistung der Stahlstädter. Zumindest die verkleidet erschienenen Fans wurden von den Black Wings belohnt - mit einem Freigetränk.

 Lebensversicherung: Das Fehlen von Brian Lebler machte sich in dieser Saison in Linz schon oft bemerkbar, in zu vielen Spielen verzweifelten die Black Wings vor dem Tor. Doch ein Mann hält die Titelambitionen der Stahlstädter quasi im Alleingang am Leben: Andrew Kozek sorgte mit seinem bereits zwölften Saisontor erneut dafür, dass die Mehrzahl der Punkte in Linz blieb.

Lebensversicherung II: Die Angreifer der Südtiroler werden heute Nacht extrem schlecht schlafen und von Michael Ouzas träumen. Der Keeper der Linzer, der bisher schon den Ligabestwert an vereitelten Schüssen inne hatte, hielt erneut 97,2 Prozent aller Schüsse. In einer Situation hatte er aber Glück, als Foster eigentlich nur noch zum 0:2 ins leere Tor einschieben hätte müssen.

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