Das Warten hat bald ein Ende. Die neue Saison der Premier League steht vor der Tür.
Welcher Shooting-Star wird der Spielzeit 2011/12 den Stempel aufdrücken? Erlebt irgendein Profi einen ähnlich kometenhaften Aufstieg wie Jack Wilshere in der Vorsaison?
LAOLA1 präsentiert fünf "Men 2 Watch" der Premier League:
Tom Cleverley (21, Manchester United):
In den vergangenen drei Spielzeiten absolvierte Tom Cleverley Lehrjahre als Leihspieler bei Leicester City, dem FC Watford und Wigan. Und die haben dem 21-Jährigen richtig gut getan. Trotz des Interesses vieler Vereine, bestand Alex Ferguson darauf, den Mittelfeld-Allrounder zu behalten. Der spielintelligente englische U21-Nationalspieler könnte auf der Position von "Red-Devils"-Legende Paul Scholes, der seine Karriere beendet hat, zum Einsatz kommen. Körperlich sollte er noch zulegen, doch nach dem Freundschaftsspiel gegen Barcelona (2:1) wurde Cleverley von "Sir Alex" immerhin zum "Man of the Match" geadelt. Die Saison in England ist lang und Cleverley wird mit Sicherheit seine Chancen bekommen. Dass Wesley Sneijder wohl zum Stadtrivalen wechseln wird, schadet ihm sicher nicht.
Martin Kelly (21, FC Liverpool):
Nachdem der FC Liverpool zu Beginn der vergangenen Spielzeit den eigenen Erwartungen klar hinterherhinkte, kehrte Klub-Legende Kenny Dalglish zurück zu den "Reds" und mit ihm auch gute Resultate. Ein wesentliches Element von "King Kennys" Handschrift war der Einbau von jungen Spielern. Martin Kelly war einer seiner Musterschüler. Aufgrund mangelnder Alternativen absolvierte der 21-Jährige elf Premier-League-Spiele als Rechtsverteidiger oder rechts vor einer Dreierkette, danach verletzte er sich. Es ist davon auszugehen, dass Dalglish auch in der neuen Saison auf den laufstarken Defensiv-Allrounder, der im Zentrum am stärksten ist, setzen wird. Wahrscheinlich wird sich der 1,91-Hüne mit Jamie Carragher um den Platz neben Daniel Agger duellieren.
Scott Sinclair (22, Swansea City):
Im Playoff-Spiel um den Aufstieg gegen Reading war Scott Sinclair der Held von Swansea. Der 22-Jährige schoss einen Hattrick und seine Mannschaft damit quasi im Alleingang eine Etage höher und könnte nun auch in der Premier League ein Schlüssel zum Klassenerhalt sein. Sinclair spielt im 4-2-3-1 System der Waliser auf der linken Außenbahn, ist aber beidfüßig und zieht deswegen auch sehr gerne zur Mitte. Mit 19 Saisontreffern bewies Sinclair seine Torgefährlichkeit. Besonders motiviert wird der englische U21-Nationalspieler wohl ins Duell gegen seinen Ex-Klub Chelsea gehen. Zuletzt kritisierte Sinclair den Umgang der "Blues" mit jungen Spielern. Er selbst wurde von den Londonern sechsmal ausgeliehen, ehe er verkauft wurde.
Adel Taarabt (22, Queens Park Rangers):
Es ist der zweite Anlauf von Adel Taarabt in der Premier League. Bereits in der Saison 2006/07 konnte der marokkanische Nationalspieler erste Joker-Einsätze bei Tottenham verzeichnen, doch der Durchbruch bei den "Spurs" gelang nicht. Immer wieder wurde der 22-Jährige Mittelfeldmann zu den Queens Park Rangers verliehen, ehe der frischgebackene Aufsteiger ihn im Sommer 2010 für kolportierte 1,2 Millionen Euro verpflichtete. In der Championship konnte sich Taarabt enorm weiterentwickeln. Er ist das Um und Auf in der Offensive der Rangers (19 Tore/23 Assists) und wurde im März auch zum Spieler des Jahres der zweiten Leistungsstufe gewählt. Trotz eines 15-Millionen-Euro-Angebots von Paris SG wollten die Klub-Besitzer Bernie Ecclestone und Flavio Briatore ihren Kapitän nicht ziehen lassen.
Connor Wickham (18, AFC Sunderland):
Für die 18 Millionen Euro, die der AFC Sunderland von Liverpool für Nationalspieler Jordan Henderson bekam, wurde ordentlich nachgerüstet, unter anderem mit den ManUnited-Spielern John O'Shea und Wes Brown. Doch das meiste Geld floss in den Transfer von Connor Wickham (9 Mio.). Der schnelle, 190 cm große, Stoßstürmer debütierte bereits mit 16 Jahren und elf Tagen für sein Ex-Team Ipswich und ist damit der jüngste Profi der Vereinsgeschichte. Mit seinen mittlerweile 18 Lenzen hat Wickham schon beachtliche 65 Championship-Partien auf dem Buckel. International bekannt wurde der Engländer mit nordirischen Wurzeln bei der U17-EM 2010, als er seinen "Three Lions" im Finale gegen Spanien (2:1) nach tollem Dribbling den Siegtreffer bescherte.
Máté Esterházy
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