Völlig losgelöste Grazer

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Statistik-Check der 6. Bundesliga-Runde

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Zahlen lügen nicht - oder doch?

Die Wahrheit liegt im Fußball bekanntlich am Platz - ein klarer Fall fürs Phrasenschwein.

Doch auch die Welt der Statistik wird im Fußball immer bedeutender.

Oft hilft das Zahlen-Material, das Gesehene am Feld zu bestätigen, bisweilen werden die Stats durch die Ergebnisse widerlegt - interessant ist ein Blick auf die Daten jedoch fraglos allemal.

Die LAOLA1-Datenbank powered by Impire bietet zu jedem Bundesliga-Spiel ausführliche und detaillierte Statistiken an.

Auch in dieser Saison gibt es wieder nach jeder Runde die wichtigsten Stats zu jedem (!) Spieler einer Mannschaft im Stat-Check von LAOLA1 - hier Runde 6:

RB Salzburg - Rapid Wien 0:0

Statistik-Schmankerl: Dass das Remis zwischen Salzburg und Rapid in Ordnung geht, zeigt auch die Statistik. Während der Vizemeister 13 Mal auf das gegnerische Tor zielte, brachte dies Rapid elf Mal zustande. Nur in punkto Ecken war Rapid haushoch überlegen - ohne jedoch daraus einen Nutzen zu ziehen. 12 Corner erarbeitete sich Rapid (10 davon in Hälfte eins), Salzburg nur einen. Die taktische Änderung in Durchgang zwei machte sich bei den Bullen bezahlt. Als Rasmus Lindgren auf Steffen Hofmann angesetzt wurde, gelang diesem nicht mehr viel. Von 12 Zweikämpfen zwischen den Beiden entschied der Schwede acht für sich. Die Höchststrafe ereilte Jefferson, der in der 7. Minute den verletzten Dusan Svento ersetzte, in der Halbzeit aber Ibrahim Sekagya weichen musste. Gegenspieler Christopher Trimmel ließ den Brasilianer, der als Verteidiger nur 38,5 % seiner Zweikämpfe gewinnen konnte, alt aussehen. Rapid blieb auch im vierten Spiel in Folge ohne Torerfolg, auch weil Hamdi Salihi vier Topchancen nicht verwerten konnte.

Mattersburg - Wacker Innsbruck 1:1

Tore: Bürger (45., Röcher) bzw. Perstaller (45., Köfler)

Statistik-Schmankerl: Wacker scheiterte bei Mattersburg einmal mehr an der Chancenverwertung. Bei 13:7 Torschüssen hatten die Tiroler die Nase klar voran. Schwer taten sich die Offensivspieler gege die stark agierende SVM-Defensive. Kapitän Adnan Mravac entschied gegen Miran Burgic 9 von 13 Zweikämpfen für sich. Die meisten Torschüsse der Wackeraner gab der Spanier Carlos Merino ab, der immerhin fünf Mal das gegnerische Tor in Beschuss nahm. Ein wichtiger Faktor im Spiel der Innsbrucker ist Tomas Abraham, der 84,2 % seiner Zweikämpfe für sich entschied und 96,2 % der Pässe an den Mann brachte. Zudem war er sieben Mal nur per Foul zu stoppen, während er kein einziges Mal zu unfairen Mitteln griff. Bei Kopfbällen kaum zu schlagen, ist Nedeljko Malic. Der Verteidiger entschied von 8 Kopfballduellen sieben für sich, ähnlich wie Alexander Pöllhuber, der 6 von 8 für sich entschied. Ein starkes Debüt legte Markus Egger hin, der schon nach sechs Minuten Szabolcs Safar (Nasenbeinbruch) ersetzen musste. Neben guten Paraden bereitete er sogar zwei Torschüsse vor.

 Sturm Graz - Wr. Neustadt 5:0


Tore: Hölzl (35., Bodul), Bodul (61., Szabics), Burgstaller (67., Muratovic), Hölzl (69., Weber), Bodul (83., Ehrenreich)

Statistik-Schmankerl: Die klare Dominanz der Grazer spiegelt sich großteils auch in der Statistik wieder. Liegen die Blackies in Sachen Ballbesitz noch relativ knapp mit 55,8% zu 44,2% vor dem Gegner, so ist die Bilanz der Torschüsse von 27 zu 9 eindeutig. Dabei können die Niederösterreicher sogar ein besseres Zweikampfverhalten vorweisen, gewannen sie doch 52,4% zu 47,6% ihrer Duelle. Mit 19 zu 17 Fouls mussten die Grazer sogar öfter zu illegalen Mitteln greifen. Ein kleines Plus hat Sturm mit 81,6% zu 77,2% bei den angekommenen Pässen vorzuweisen. Ganz klar das Heft in die Hand nahm Samir Muratovic. Der Bosnier hat mit 118 Ballkontakten mit großem Abstand vor Popkhadze und Reiter (je 80) die Nase vorne.

Austria Wien - Admira 2:4

Tore: Gorgon (26., Junuzovic), Junuzovic (80., Liendl) bzw. Hosiner (40., Jezek), Hosiner (52., Ouedraogo), Hosiner (64., Ouedraogo), Toth (95., Schwab)

Statistik-Schmankerl: Die Austria kommt zuhause gegen die Admira mit 2:4 unter die Räder. Dass der Sieg verdient war, beweist auch die Statistik, denn mit 17 zu 12 Torschüssen haben die Niederösterreicher die Nase vorne. Dass er vorwiegend durch gutes Konterspiel erzielt wurde, beweist das Verhältnis des Ballbesitzes von 62,9% zu 37,1% für den FAK. Mit 24 zu 4 Fouls und 4 zu 0 Gelben Karten war der Aufsteiger auch deutlich aggressiver am Werk. Die Admiraner schalteten schnell von Defensive auf Offensive um. Dabei wurden einige riskante Pässe gespielt, wie die Statistik zeigt, denn mit 89% zu 76% haben die Veilchen bei den angekommenen Pässen deutlich die Nase vorne. Auffallend bei den Einzelspielern ist Bernhard Schachner, der als zentraler defensiver Mittelfeldspieler nur 18,8% seiner Zweikämpfe gewann.

SV Ried - Kapfenberg 1:0

Tor: Hadzic (20., Hinum)

Statistik-Schmankerl: Ried feiert gegen Kapfenberg den ersten Heimerfolg in dieser Saison. Der Sieg war durchaus verdient, die Oberösterreicher hatten die Partie über weite Strecken im Griff. Wenn man sich allerdings die Statistiken ansieht, war es eine doch recht ausgeglichene Angelegenheit. Beide Mannschaften feuerten jeweils zehn Schüsse auf das gegnerische Gehäuse ab. Ried hatte mit 52,8% Ballbesitz leicht die Nase vorne. Auch in der Zweikampfbilanz gehen die Innviertler mit 54,2% gewonnener Duelle als knapper Sieger hervor. Anel Hadzic bestach nicht nur durch sein Goldtor in der 20. Minute, er hatte auch mit 55 Ballkontakten die meisten aller Akteure. Robert Zulj wurde mit Abstand am häufigsten gefoult. Der U20-WM-Teilnehmer musste acht Mal von den Kapfenbergern regelwidrig gestoppt werden. Einen katastrophalen Tag erwischte Robert Gucher. Der Kapfenberger kann in 76 Minuten lediglich 16 Ballkontakte vorweisen. Zehn seiner elf Zweikämpfe gingen zudem verloren (9,1%!).

Legende:

TS: Torschüsse
AS: Aufgelegte Torschüsse
BK: Ballkontakte
ZK (+/-): Gewonnene Zweikämpfe in Prozent (gewonnen/verloren in absoluten Zahlen)
F: Fouls
GF: Gefoult
Pässe (+/-): Angekommene Pässe in Prozent (Angekommene Pässe/Fehlpässe in absoluten Zahlen)

Note: Die Noten der Spieler sind jene, die auch im Bundesliga-Manager vergeben werden. Sie werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet. Ein Spieler erhält nur dann eine Note, wenn er mehr als 15 Minuten lang auf dem Feld stand. Andernfalls wird er mit 0 bewertet.

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