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Kriechmayr ratlos: "Wie wenn ich einen anderen Sport mache"

Bei der zweiten Lauberhorn-Abfahrt hatten Kriechmayr und Co. abermals nichts gegen die Dominanz von Marco Odermatt auszurichten. Ratlosigkeit macht sich breit.

Kriechmayr ratlos: Foto: © GEPA

Wenig zu lachen gab es für das stark dezimierte ÖSV-Aufgebot bei der abermals großen Show von Skistar Marco Odermatt im Zuge der legendären Lauberhorn-Abfahrt am Samstag.

Der 26-Jährige Speed-Spezialist fuhr seine Konkurrenz, wie auch bei der Abfahrt am vergangenen Donnerstag, in Grund und Boden und krönte sich mit einem Traumlauf über knapp zweieinhalb Minuten erstmals zum Sieger über die volle Distanz des Speed-Klassikers. 

Vor allem die Art und Weise, wie Odermatt aktuell die Skiwelt in seinen Disziplinen dominiert, gibt der Konkurrenz Rätsel auf. So auch ÖSV-Star Vincent Kriechmayr, der trotz seines fünften Rangs, mit knapp zweieinhalb Sekunden Verspätung, nicht zufrieden ist. Dass es trotz des eklatanten Rückstands beinahe zu einem Podestplatz reichte, spielt für den 32-jährigen Linzer dabei keine Rolle. 

Ergebnis der Lauberhorn-Abfahrt>>>

"Wie wenn ich einen anderen Sport mache"

"Der Rückstand ist verheerend, so ehrlich muss man sein. Das ist, wie wenn ich einen anderen Sport mache", befand Kriechmayr nach seiner Fahrt. "Das Brüggli-S ist mir wieder nicht ganz optimal gelungen, die Ausfahrt Langentrejen habe ich auch nicht gut erwischt." Bis Kitzbühel müsse sich einiges ändern.

Das Schicksal von Kilde und die lange Unterbrechung hätten aber keine Auswirkung auf seine Leistung gehabt. "Natürlich ist es immer bitter, wenn man einen anderen Athleten stürzen sieht. Aber das gehört dazu, das ist leider Teil unseren Sports.

Auch Striedinger war mit sich nicht zufrieden. "Ich bin heute nicht wirklich ganz in Fahrt gekommen", sagte der Kärntner. Wenn er versuchen würde, Odermatt zu kopieren, würde er auch im Netz landen.

Deutliche Steigerung bis Kitzbühel notwendig 

"Man kann keinen Skifahrer kopieren. Man hat auch einen Hermann Maier nicht kopieren können." Danklmaier analysierte: "Ich habe probiert, Gas zu geben. Es ist mir bei ein paar Passagen sogar sehr gut gelungen, aber oben vor dem Hundschopf habe ich es leider komplett versäumt."

Bis zum absoluten Highlight-Wochenende aus rot-weiß-roter Sicht in Kitzbühel am kommenden Wochenende (19.1-21-1) müssen sich Kriechmayr und Co. etwas einfallen lassen, sofern man die Dominanz von Odermatt zumindest ansatzweise gefährden möchte. 


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