Schörghofer: "Lange, harte Jahre zurück"

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Philipp Schörghofer jubelt im Riesentorlauf von Kranjska Gora über seinen ersten Podestplatz seit Dezember 2011 in Alta Badia.

"Es waren lange, harte Jahre zurück auf das Podium", gesteht der 33-Jährige danach im ORF-Interview. "Aber ich habe immer an mich geglaubt." Dabei hatte er nach einem Fehler im Finale gezweifelt: "Ich habe gedacht, ich werde wieder Zehnter."

Marcel Hirscher, hinter dem Teamkollegen auf Rang 3, gönnt seinem Landsmann den Erfolg: "Er ist durch die Sportlerhölle gegangen."

"In schweren Zeiten lernt man viel"

Als Grund für die lange Durststrecke sieht Schörghofer die Material-Umstellung vor der Saison 2012/13. "Ich habe mir mit dem neuen Material lange schwer getan. Davor ist es echt gut bei mir gelaufen. Aber jetzt passt es wieder."

"Die Durststrecke war schwierig zu überwinden. Aber so ist das Leben als Sportler. In schweren Zeiten lernt man sehr viel", so der Salzburger weiter.

Sohn erstmals bei Rennen dabei

Den Podestplatz erlebte auch Sohn Matthäus im Publikum mit. Wegen des großen Rummels hatte die kleine Familie dem Spross die Rennen zuletzt in Hinterstoder nicht zumuten wollen, also reiste Ehefrau Nina mit dem sechs Monate alten Matthäus nach Slowenien.

"Hinterstoder wäre zu viel gewesen. Wir haben gedacht, hier passt es. So ein kleiner Mensch muss das auch erst verkraften. Das ist schon eine geile Geschichte, dass er das erste Mal dabei ist und ich am Podium bin", freute sich der 33-jährige Schörghofer.

Auch wenn Matthäus natürlich noch nichts "checkt", so sei das für ihn als Vater schon speziell. "Ich weiß, dass er da war. Und ich erzähl es ihm. Wir haben auch Fotos gemacht. Die Startnummer hat er schon an. Und den Pokal stelle ich ihm einfach in sein Zimmer."

"Möchte die vier Jahre nicht missen"

Schörghofer bezeichnet sich als "Kämpfer", nie sei ihm etwas leicht in den Schoß gefallen.

"Ich muss mir das alles erarbeiten. Ich bin auch stolz drauf. Ich habe in den vier Jahren viel gelernt. Ich möchte sie nicht missen, aber rein skifahrerisch wäre es besser gewesen, wenn es anders gewesen wäre."

"Dann zweifelt jeder"

Öfters habe er daran gedacht, den Hut draufzuhauen. "Wenn man schon Medaillen gewonnen hat und dann auf einmal nicht mehr vorne mit dabei ist, zweifelt jeder. Aber ich wusste immer, ich bin ein super Skifahrer, ich habe das in mir. Ich habe das schon mal geschafft und werde das auch wieder schaffen. Ich habe fest daran geglaubt und die wichtigsten Leute haben mich unterstützt."

Als Riesentorlauf-Spezialist hat Schörghofer aufgrund der Wetterkapriolen eine Saison mit vielen Absagen, Verschiebungen und langen Rennpausen hinter sich, im Jänner hat er sogar einen zweiwöchigen Kondiblock eingelegt. "Du musst schauen, dass du in Schuss bleibst, darfst dich aber auch nicht zu Tode fahren. Du musst ja noch Freude daran haben und heiß sein. Ich bin nun an meinem Saisonhöhepunkt gut drauf. Ich habe ja jetzt Hochsaison, jede Woche Rennen, das ist super."

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