Baumann: "Das wurmt mich"

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Im rot-weiß-roten Abfahrts-Team herrscht nach der Premiere auf der Olympia-Strecke in Jeongseon Ratlosigkeit.

"Irgendetwas ist heute schief gelaufen", meint Vincent Kriechmayr nach Rang 29. "Das ist das Maximum, was ich da runter kann", erklärt Hannes Reichelt nach Rang 12 (+0,86 Sek.).

Zufrieden ist nur Otmar Striedinger, der mit Rang sechs sein bestes Saison-Ergebnis erreicht: "Das war ein gutes Rennen. Natürlich findet man, wenn man will, das eine oder andere."

"Wenn man da einmal einen Fehler hat, wirkt es sich natürlich mehr aus, weil das Gelände nicht so steil ist. Aber ich brauche nicht jammern", so der 24-Jährige, der nur um 11 Hundertstel einen Podestplatz verpasst.

Sprünge am Limit

Die Sprünge seien am Limit gewesen, meinte Striedinger: "Überhaupt von der Höhe her, die Weite hätte es vertragen. Die Belastung beim Aufsprung auf dich ist um einiges höher, als wenn du von weiter oben kommst."

Dem stimmte auch Hannes Reichelt zu, der als Zwölfter 0,86 Sekunden Rückstand hatte. "Mit tut der Körper nach den Sprüngen hier mehr weh als nach den Schlägen (auf der Piste/Anm.) in Santa Caterina. Ich habe gestern das Knie schon ziemlich gespürt, das ich in Kitzbühel beleidigt habe. Das geht auf Hüfte und Knie, aber während des Fahrens spürt man nichts. Es sind halt die Nachwehen."

Seiner Fahrt selbst wird noch eine genaue Analyse folgen. "Ich habe ein paar Fehler gemacht, Fehler sind gleich mal Zeit. Der Rest ist das, was ich nicht weiß, warum ich nicht ganz so schnell bin. Es war keine Steigerung, auch wenn der Rückstand (im Vergleich zu den Trainings/Anm.) weniger war. Aber das war das Maximum, was ich da runter kann", behauptete der 35-Jährige.

Baumann: "Das wurmt mich"

Romed Baumann war mit 0,78 Sekunden Rückstand Neunter. "Ich weiß nicht so genau, vielleicht war ein bisschen Wind auf der Strecke. Oder es sind nur die Kleinigkeiten, die man falsch macht und man hat gleich einmal eine halbe Sekunde hängen."

Er ärgert sich, weil er "schon um das Stockerl mitfahren" hätte können. "Da wäre mehr drinnen gewesen, das wurmt mich. Aber es ist einfach eine Saison, wo nichts von alleine geht."

"Dann zählt es dir die Zehntel rauf"

Auf Rang 24 kam Klaus Kröll. Auch er weiß, dass die mit vielen Kurven, Wellen und Sprüngen gebaute Strecke keine Fehler verzeiht: "Es ist schwierig, auf dieser Abfahrt schnell zu sein. Ich bin genau eine Kurve nicht sauber gefahren. Da spürst du dann richtig, wie du langsam wirst, im Flachen bremst es dich. Wenn du die Spur verlässt und korrigieren musst, zählt es dir die Zehntel rauf. Schade drum", meinte der Steirer.

Die Sprünge waren auch nach seiner Meinung "generell am Limit". Sie gehen an die 50, 60 m Meter weit.

Kopfschüttelnd verließ Vincent Kriechmayr (29.) den Zielraum. "Irgendwas ist heute schief gelaufen. Ich muss das analysieren. Ich bin ratlos. Mit einem kleinen Fehler lässt sich so eine Schnalze nicht erklären. Morgen ist alles anders", hoffte er auf den Super-G am Sonntag. Patrick Schweiger kam über Platz 38 nicht hinaus. Die spektakulärste Aktion lieferte Garmisch-Sieger Kilde, der bei der Landung nach einem Sprung einen Ski verlor und ohne Sturz die gefährliche Situation ausbalancierte.

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