"Einer der schwierigeren Super-G"

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Mit vier Läufern in den Top 10 und dem Podestplatz durch Vincent Kriechmayr endet das Olympia-Testwochenende in Jeongseon für die ÖSV-Herren positiv.

Nach der Enttäuschung in der Abfahrt fährt Kriechmayr als Dritter aufs Podest. Für den Oberösterreicher ist es der zweite Podestplatz seiner Karriere.

"Ich wusste, dass da runter viel mehr möglich ist", blickt der 24-Jährige auf Rang 29 in der Abfahrt zurück. "Es war einer der schwierigeren Super-G dieser Saison."

"Carlo hat ihn voll runtergedrückt"

"Wenn du durchkommen wolltest, musstest du sehr taktisch fahren", analysiert Kriechmayr. "Carlo hat das nicht gemacht, der hat ihn voll runtergedrückt, das war ein Traumlauf. Ich bin teilweise sehr taktisch gefahren, anders wäre ich nicht durchgekommen."

Der Podestplatz war für ihn nur eine Frage der Zeit: "Ich war auch in den letzten Super G immer schnell, hatte aber immer Fehler dabei. In Lake Louise war ich bei der letzter Zwischenzeit Dritter und bin Achter geworden. In Beaver Creek war ich oben weit hinten, unten habe ich auf Marcel (Sieger Hirscher/Anm.) nicht mehr viel verloren. Heute habe ich einen kleinen, aber keinen großen Fehler gemacht. Das Selbstvertrauen passt. Es freut mich, dass ich es bestätigen konnte. Ich mag es, wenn es so schwierig ist. Wenn ich das sehe, muss ich immer lächeln."

"Bestätigen, was ich gezeigt habe"

In der Weltcupwertung ist Kriechmayr mit 168 Punkten Vierter hinter dem verletzungsbedingt nicht mehr mitstreitenden Aksel Lund Svindal (NOR/310), Andrew Weibrecht (USA/190) und Aleksander Aamodt Kilde (NOR/185).

Es war sein fünftes Top-Elf-Resultat im fünften Super-G in dieser Saison. Bestes Karriereergebnis ist ein zweiter Platz im vergangenen März in Kvitfjell. Das zweitbeste passierte nach taktisch kluger Fahrt nun ausgerechnet bei der Olympia-Generalprobe.

"Ich bin wirklich sehr zufrieden und stolz auf dieses Ergebnis. Es war das große Ziel, dass ich in der Saison bestätige, was ich letztes Jahr gezeigt habe. Das taugt mir." Deshalb schaut auch sein Südkorea-Resümee positiv aus, auch wenn er in der Abfahrt nur 29. war.

"Absolut. Im Super-G war das Ziel ein Top-Ten-Platz. Ich habe schon ein bisschen gehofft, dass es ein Podium wird." Und noch etwas freute den 24-Jährigen: "Dass so viele Zuschauer gekommen sind. Das waren ja fast durchschnittlich gut besuchte Rennen."

"Einer der schwierigsten Super-G der Saison"

Auch Baumann sprach von einem der "schwierigsten Super-G" in diesem Winter.

"Das Tempo war ungefähr gleich wie in der Abfahrt, dazu die Sprünge. Ich hatte zwei Schnitzer, aber da runter musst du was riskieren. Und dann passieren einfach Fehler", meinte der Tiroler, der in der Abfahrt Neunter gewesen war und somit mit zwei Top-Ten-Ergebnissen heimfliegen wird.

Reichelt patzt nach wenigen Toren

Seine Springerqualitäten auspacken musste Reichelt. "Ja, brutal! Beim zweiten Sprung habe ich die Kante nicht richtig erwischt, da bin ich 60, 70 m runtergesegelt. Ich habe befürchtet, dass ich das nicht mehr stehen kann. Gott sei Dank ist das alles gut ausgegangen", sagte der Salzburger, der oben viel verloren hatte.

"Es war ein Flüchtigkeitsfehler. Ich war schon so auf das Tor beim Sprung unten fokussiert, dass ich das dritte Tor fast übersehen hätte und weggerutscht bin. Wenn das Rennen erst ab der zweiten Zwischenzeit gestartet worden wäre, wäre ich nur drei Hundertstel hinten gewesen." Patrick Schweiger wurde 23. und Klaus Kröll 33.

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