FIS: Airbag hat bei Mayer-Sturz richtig reagiert

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Hersteller und Weltverband kontern der nach dem Sturz von Matthias Mayer aufgekommenen Kritik am neuen Airbag.

Der Hersteller des D-Air veröffentlicht Daten der Analyse des Sturzes: Demnach habe sich der Unfall bei 109 km/h ereignet und es entstanden Fliehkräfte von bis zu 13G.

Günter Hujara, als Technikexperte für die FIS im Einsatz, erklärt, dass der Airbag richtig reagiert habe. Der frühere Renndirektor betont zudem, dass Teile der Schutzweste "derartige Verletzungen" nicht verursachen können.

Kritik von Ligety

Unmittelbar nach Mayers Sturz war auch Kritik am neuen "D-air"-System laut geworden. Riesentorlauf-Olympiasieger Ted Ligety etwa kritisierte, dass Rennläufer als Versuchskaninchen für das unausgereifte System herhalten müssten.

Der Einsatz der Technik ist nicht vorgeschrieben. Der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) hält nach einem Expertenmeeting zuletzt in Innsbruck aber daran fest.

Mayer musste nach dem Bruch zweier Brustwirbeln operiert werden. Die Saison ist für den 25-jährigen Kärntner vorzeitig beendet. Hersteller Dainese zitierte unter anderen den behandelnden Arzt Michael Gabl vom Innsbrucker Sanatorium Kettenbrücke. Laut diesem dürfte der in diesem Jahr erstmals verwendete Airbag "ziemlich wahrscheinlich weitere Brustverletzungen verhindert" haben.

 

Matthias Mayer schickt unterdessen Weihnachtsgrüße aus dem Krankenhaus:

Frohe Weihnachten 😉 🎄 💪🏼

Posted by Matthias Mayer on Donnerstag, 24. Dezember 2015

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang»
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