ÖEHV-Junioren und der Auftaktgegner im Fokus

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Nach zwei 5:2-Siegen in den Testpartien gegen Ungarn und der Übersiedlung von St. Pölten nach Wien tickt der Countdown schnell herunter: Das erste Heimspiel eines österreichischen U20-Teams seit dem 1:7 im B-Gruppen-Finale in Kapfenberg gegen Deutschland im Dezember 2001 steht vor der Tür.

Für die Truppe von Roger Bader, der bei seiner zweiten WM nach dem auf Platz fünf beendeten Turnier in Asiago 2014 als Betreuer fungiert, steht mit Lettland gleich ein dicker Brocken an: Die Truppe gilt neben Deutschland als Favorit für den Aufstieg.

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Beim Testturnier im weißrussischen Grodno gewannen die Letten noch mit 3:1, doch beide Teams sind nun anders aufgestellt. Neben zehn Spielern aus ihrer Heimat stehen unter anderem sieben Übersee-Legionäre im lettischen Team, allerdings nur zwei davon aus der Canadian Hockey League.

Drei NHL-Kandidaten beim ersten Gegner

Als einzige Mannschaft des Turniers bringen die Letten gleich drei gedraftete Spieler mit: Verteidiger Karlis Cukste (Chicago Steel) und Stürmer Rudolfs Balcers (Stavanger Oilers) wurden von den San Jose Sharks im letzten Juni gezogen, Flügel Martins Dziekals (Rouyn-Noranda, QMJHL) von den Toronto Maple Leafs in der dritten Runde.

Balcers ist nicht nur ein Stammspieler bei den Norwegern, sondern mit zwölf Toren in 23 Spielen auch ein offensiver Topspieler. Die 49 angereisten Scouts werden auch den baumlangen Defender Kristians Rubins genau beäugen, der Schweden-Legionär wurde (wie Deutschlands Tobias Eder) nach einer Schulterverletzung gerade noch für das Turnier fit.

Ein Punktegewinn wäre für Österreich ein toller Erfolg, allerdings liegen die Letten wie Deutschland und wohl auch Norwegen (mit ihrem Topspieler Ludvig Hoff, Center) in einer anderen Preisklasse als Italien und Aufsteiger Kasachstan.

Teamchef Roger Bader sieht sein Team jedoch für die WM gerüstet: "Das Trainingslager in St. Pölten ist gut gelaufen, die Testspiele gegen einen etwas schwächeren Gegner haben auch ihren Zweck erfüllt."

Vier Ausfälle für Bader

Personell musste Bader in dieser Woche seine letzten Entscheidungen treffen. Vier Spieler standen ihm von Haus aus nicht zur Verfügung: Caps-Defender Dominic Hackls Handverletzung ist besser geworden, aber eben nicht rechtzeitig verheilt, Ali Wukovits (Färjestads) laboriert schon seit Längerem an einer Gehirnerschütterung. Dennis Teschauer (Innsbruck) zog sich bei seinem letzten Spiel mit Innsbruck eine Leistenverletzung zu. Yannic Pilloni (Davos) sagte aus schulischen Gründen ab, steht dem U18-Team aber beim Kanada-Trip zur Jahreswende zur Verfügung (beide Turniere wären zuviel für ihn gewesen).

Nach den Testspielen schieden Goalie Dominic Divis (Linz), Verteidiger Paul Sztatecsny (Salzburg) sowie die nachnominierten Michael Kernberger (KAC), Christian Jennes (VSV), Stefan Trost (Kapfenberg) und Nikolaus Zierer (Graz) aus.

Bader entschied sich für acht Verteidiger ("Mit sieben habe ich immer Verletzungspech gehabt") und zwölf Angreifer. Einzig hinter Defender Mathias Hagen, der sich im zweiten Spiel gegen Ungarn die Zunge durchbiss, steht noch ein kleines Fragezeichen.

Ausgeglichenheit als Schlüssel

Der Teamchef setzt zumindest zu Turnierbeginn auf Ausglichenheit in seinen Linien: "Ich spreche da gerne von vier Triebwerken, bin auch kein Fan von kopflastigen Teams."

Wie sieht der Schweizer die Stärken und Schwächen seines Teams? "Wir sind körperlich nicht die größte Truppe, eisläuferisch sind wir aber gut drauf."

Doch für ein gutes Abschneiden (das wäre der Klassenerhalt oder gar der vierte Platz) müssen die Schlüsselspieler ihre Leistung abrufen: Goalie Stefan Müller geht als Einserbesetzung ins Turnier, in der Defensive sollten Bernd Wolf, Erik Kirchschläger und Daniel Jakubitzka die besten Puckmover sein, Lukas Birnbaum bringt als einziger Verteidiger Gardemaß mit.

Auch bekannte Namen dabei

Die prominentesten Namen stehen im Angriff: Mario Huber war letzte Saison schon im A-Nationalteam zu finden und spielt heuer so wie Dominic Zwerger und Dario Winkler in der CHL.

Lukas Haudum gehörte sowohl in der U18 als auch in der U20 immer zu den Dominatoren, Florian Baltram ist seit kurzem ein fixer Bestandteil bei Red Bull Salzburg, Stefan Gaffal hat genug Talent, um auf diesem Niveau regelmäßig zu punkten.

Stefan Kittinger ist hingegen ein recht neuer Name, der gebürtige Wiener spielt nach Jahren in Schweden heuer in Salzburg. "Echte" Lokalmatadore von den Capitals sind Benjamin Nissner und Felix Maxa.

Position Angriff Angriff Angriff Verteidigung Verteidigung
Linie 1 Zwerger (Spokane/WHL) Baltram (Salzburg) Kittinger (Salzburg) Jakubitzka (Salzburg) Kirchschläger (Linz)
Linie 2 Haudum (Södertälje) Winkler (Everett/WHL) Wachter (Salzburg) Schnetzer (Kloten) Wolf (Bern)
Linie 3 Nissner (Capitals) Gaffal (Linz) Huber (Victoriaville/QMJHL) Kragl (Linz) Hagen (Davos)
Linie 4 Antonitsch (Okanagan/USPHL) Maxa (Capitals) Lahoda (Salzburg) Birnbaum (Salzburg) Nußbaumer (Salzburg)
Torhüter Müller (Lugano) Stroj (KAC)
Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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