Federer: "Ich habe immer daran geglaubt!"

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"Ich habe immer daran geglaubt, dass ich hier noch einmal zurück kommen und gewinnen kann", strahlte Roger Federer nach dem Gewinn seines achten Wimbledon-Titels, womit er sich im Rasen-Mekka am Sonntag zum alleinigen Rekordhalter krönte.

Unfassbar auch die Zeiten,die zwischen seinen Triumphen im All England Club liegen: Vor fünf Jahren triumphierte er zum letzten Mal in Wimbledon, sein erster Titelgewinn liegt gar schon 14 (!) Jahre zurück.

Kein Wunder, dass in den letzten Jahren nur wenige an eine Rückkehr des ehemaligen Rasen-Königs glaubten. Kaum jemand traute Federer vor dem Jahr 2017 noch zu, die zuletzt dominierenden Superstars Novak Djokovic und Andy Murray noch einmal gefährden zu können.

Federers Erfolgsrezept

Doch wie schon so oft zuvor in seiner Karriere lehrte Federer seine Kritiker eines Besseren: "Wenn man daran glaubt, kann man im Leben wirklich sehr viel schaffen. Das habe ich gemacht", erklärt der auf dem Boden gebliebene Superstar sein relativ simples Erfolgsrezept.

"Und ich bin sehr glücklich, dass ich weiter daran geglaubt und davon geträumt habe. Und hier stehe ich nun mit Titel Nummer acht. Das ist einfach nur fantastisch."

Gelangweilte Zwillinge

In seiner Spieler-Box verfolgten seine beiden Zwillings-Töchter (sieben Jahre) bzw. Zwillings-Söhne (drei Jahre) das Geschehen am Center Court von Wimbledon mit. So richtig konnten vor allem die Brüder das Erreichte ihres Vaters nicht einstufen.

"Die haben keine Ahnung was hier wirklich abgeht", lächelte Federer. "Sie glauben wahrscheinlich, dass sie einen schönen Ausblick auf einen schönen Spielplatz haben. Ich glaube aber schon, dass sie es hoffentlich einmal nachvollziehen können", meinte der Eidgenosse über die Buben.

Bei den Töchter erkenne er mittlerweile zumindest ein bisschen Interesse am weißen Sport. "Die schauen manchmal ganz gerne zu. Bei den Endspielen sind sie zumindest immer gerne dabei."

Wenig Final-Atmosphäre

Wobei den Sprösslingen zugestanden werden muss, dass am Sonntag nur selten richtige Endspiel-Stimmung aufkeimte, wie es beispielsweise zu Jahresbeginn in Melbourne der Fall war, als Federer seinen Langzeit-Rivalen Rafael Nadal in fünf unglaublich packenden Sätzen in die Knie zwang. Zu einseitig verlief die Partie gegen Marin Cilic diesmal von Beginn weg. 

"Ich habe mein Bestes gegeben", entschuldigte sich der am linken Fuß angeschlagenen Kroate, der im achten Duell mit Federer die siebente Niederlage bezog, beinahe ob seiner Vorstellung. "Mehr konnte ich nicht machen."

Coach Lühti: "Emotionen kommen erst nach dem Match"

Selbst Federer-Coach Severin Lühti gestand im Sky-Interview, dass sich der Final-Sieg etwas komisch anfühlte. "Jeder Sieg ist ein bisschen anders. Dieser hier ist plötzlich sehr schnell gegangen", meinte der Schweizer.


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"Marin war leider nicht ganz auf der Höhe, weil er ein bisschen verletzt war. Deshalb kommen die Emotionen erst ein bisschen nach dem Match", so Lühti, der sich aber sicher ist, dass der Stolz über das Erreichte schon bald kommen werde. "19. Major-Titel, 8. Wimbledonsieg - diese Zahlen sind schon ein Wahnsinn!"

Wobei diese Rekorde im Federer-Team im Vorfeld des Turniers keine große Rolle gespielt habne sollen. "Wir haben den Rekordtitel nicht wirklich thematisiert", zerstört Lühti etwas das Bild des Statistik-Freaks, als der Federer immer gerne dargestellt wird.

Rücktritts-Gerüchte dementiert

"Wimbledon zu gewinnen ist Motivation genug. Roger ist nicht abergläubisch. Wichtig war, dass er sich auf selbst konzentriert und weiter solide gespielt hat, um das Match selber zu gewinnen. Das hat er bis zum Schluss unglaublich gut gemacht", lobte er seinen Schützling für dessen konzentrierte Vorstellung gegen den angeschlagenen Cilic.

Die im Vorfeld kurzzeitig aufgekommen Gerüchte über einem möglichen Rücktritt von Federer dementierte der im kommenden Monat 36 Jahre alt werdende Eidgenosse übrigens eindeutig: "Ich hoffe, das war nicht mein letztes Mal und ich hoffe, nächstes Jahr meinen Titel verteidigen zu können", macht er seinen Fans Lust auf mehr.

Zudem scheint auch die eigene Freude des Ausnahme-Könners an seinem Sport eher größer denn kleiner zu werden : "Es fühlt sich alles irgendwie magisch an. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben."

Textquelle: © LAOLA1.at

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