Melzer/Oswald halten Sieg-Chance am Leben

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Jürgen Melzer und Philipp Oswald lassen Österreich in Kiev weiter auf ein Tennis-Wunder hoffen!

Das ÖTV-Duo besiegt am Samstag die Paarung Denys Molchanov/Artem Smirnov mit 6:3, 7:6 (7), 6:3 und verkürzt damit im Davis-Cup-Duell in der zweiten Runde der Europa/Afrika-Zone I gegen die Ukraine auf 1:2.

Die Entscheidung fällt nun am Sonntag: Zuerst trifft Gerald Melzer auf Illya Marchenko. Danach muss Dennis Novak gegen Sergiy Stakhovsky ran.

Melzer: "Haben wenig Blödsinn gemacht" 

Jürgen Melzer, der seinen ersten richtig ernsten Einsatz nach einer rund zehnmonatigen Verletzungspause absolviert hat, war besonders glücklich. "Für mich ist das natürlich heute sehr, sehr gut. Ich glaube, wir haben eine gute Partie gespielt, sehr viele Breakbälle abgewehrt und sehr wenig Blödsinn gemacht. Das reicht dann für so ein Doppel", freute sich der 35-jährige Niederösterreicher.

Auch Oswald, der in seinem zweiten Doppel für Österreich den ersten Punkt geholt hat, war guter Laune. "Es ist sehr zufriedenstellend, dass wir in drei Sätzen gewonnen haben. Wir sind mit dem Rücken zur Wand gestanden. Das ist der erste Punkt, den ich aktiv für das Land beigetragen habe, da bin ich stolz drauf."

Österreich machte noch nie ein 0:2 wett

Die Ukrainer hatten im Doppel überraschend auf Stachowskij verzichtet, der ein starker Doppelspieler ist und auch im Einzel gegen Gerald Melzer überzeugt hatte. Gegen Moltschanow/Smirnow übernahmen die Österreicher von Beginn weg das Kommando.

Nach einem frühen Break zum 2:0 ging der erste Satz flott an die Gäste. Im zweiten Durchgang war es kurz brenzlig, als Melzer/Oswald bei 6:7 im Tiebreak einen Satzball abwehren mussten. Die beiden nützen aber selbst den zweiten Satzball zum 9:7 und der 2:0-Satzführung. Ein Break zum 4:2 im dritten Satz stellte dann die Weichen zum Sieg.

Einen 0:2-Rückstand nach dem ersten Tag aufzuholen, dass ist Österreichs Davis Cuppern seit 1905 nie gelungen. Jürgen Melzer war optimistisch, auch wenn am Vortag in zwei Einzeln nur ein Satz gewonnen worden war.

"Es ist noch alles drinnen. Wir sind noch am Leben, das war das Ziel vom heutigen Doppel. Am Sonntag sind zwei Partien zu spielen, dann wird man sehen, ob es für uns auch einmal reicht, ein 0:2 umzudrehen."

Auch Kapitän Stefan Koubek war nach dem wichtigen Doppelpunkt erleichtert. "Ein richtig gutes Doppel! Ich bin sehr stolz. Es war unfassbar wichtig, dass Jürgen rechtzeitig fit geworden ist. Man hat wieder gesehen, dass gerade im Davis Cup Erfahrung sehr wichtig ist", sagte der Kärntner. "Es kann jetzt alles passieren. Die Ukrainer werden es nicht leicht haben. Aber wir bleiben Außenseiter."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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