Nach Sturz: "Ich dachte, dass sie tot ist"

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Der Schock nach dem schweren Sturz von Annemiek van Vleuten im olympischen Straßenrennen der Damen sitzt noch tief, vor allem bei der Familie der Niederländerin.

"Ich dachte, dass sie tot ist. Sie lag da so komisch. Und wir haben einfach nichts gehört, wie es ihr ging", berichtet van Vleutens Mutter Ria "RTL Nieuws". "Es war echt eine Grabesstimmung. Es herrschte Totenstille. Erst als Anna im Ziel war, haben wir im Fernsehen den Kommentator sagen hören, wie es mit Annemiek aussieht."

Später habe ihre Tochter dann aus dem Krankenhaus angerufen und gesagt, dass soweit alles ok ist, erzählt die Mutter, die am Sonntag Geburtstag hatte und mit der ganzen Familie das Rennen im Wohnzimmer im Fernsehen sah.

Zweiter schwerer Sturz

Schon vor einem Jahr hat van Vleuten viel Glück im Unglück. Damals kollidiert sie während einer Trainingsfahrt in Livigno mit einem Auto. Neben drei geknackster Rippen, einem gebrochenen Schlüsselbein und Schrammen im Gesicht wird auch die Lunge in Mitleidenschaft gezogen.

"Ich hatte viel Glück, dass es nur das war und ich noch am Leben bin." Das sagte sie am 7. August, aber schon 2015.

Auf den Tag genau ein Jahr später liegt die niederländische Radfahrerin nun wieder im Krankenhaus. Auf der Intensivstation in Rio de Janeiro. An einem 7. August. Und wohl alle Kolleginnen im Peloton und Radsport-Fans wünschen ihr, dass van Vleuten wie 2015 wieder sagen wird: "Das ist etwas, womit ich umgehen kann und wieder okay werden wird und seine Zeit braucht."



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