Olympiasieger als neuer Wasserball-Teamchef

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Österreichs Wasserball-Nationalteam der Männer erhält ab Jänner mit Barnabas Steinmetz einen prominenten neuen Trainer.

Der Ungar will sich anschicken, das OSV-Team in die europäische Spitze zu führen. Beim nationalen Verband (OSV) denkt man für danach sogar an eine mögliche Olympia-Teilnahme. Steinmetz selbst war bei Sommerspielen nicht nur dabei, sondern holte da zweimal Gold.

Sein Ziel ist es, Österreich zur EM 2018 in Barcelona zu führen. "Da sind 16 Teams dabei", so der 40-Jährige.

Wo der Hebel anzusetzen ist

Wasserball ist in Ungarn Nationalsport. Nach großen Erfolgen in den Fünfzigern gab es ab den Neunzigern eine Renaissance. Steinmetz stand bei den Medaillengewinnen der Magyaren von 1993 bis 2004 im Aufgebot.

In dieser Zeit wurde er 2000 und 2004 Olympiasieger, 2003 Weltmeister, 1997 und 1999 Europameister, dazu 1998 WM-Zweiter, 1993 und 2001 EM-Zweiter bzw. -Dritter.

"Ich sehe das österreichische Team derzeit dahinter in der zweiten von vier Kategorien. Österreich hat vor allem Defizite in Taktik und Kondition", so Steinmetz im Rahmen eines Pressetermins am Montag in Wien. Defizite will er u.a. mit einem neuen Trainingssystem ausmerzen.

Bleibt Anwalt in Budapest

Steinmetz wird seinen Anwaltsberuf weiter in Budapest ausüben, außer bei den Matches punktuell zu Lehrgängen mit der OSV-Equipe arbeiten.

"Wir streben vorerst eine Zusammenarbeit für zwei Jahre an, er hat einen unbefristeten Vertrag", sagte Gerd Lang. Der für Wasserball zuständige OSV-Vizepräsident bezifferte das Budget für die OSV-Nationalteams für Training und Wettkämpfe auf 40.000 bis 60.000 Euro.

Vorgänger Mike Fasching

Steinmetz als Vorbild

Lang zeigte sich froh, dass sich Steinmetz für Österreichs Nationalteam als seine erste Trainerstation entschieden hat. Von seinem Vorgänger Mike Fasching hat sich der OSV heuer getrennt, der Coach ließ eine derzeit noch anhängige Kündigungsanfechtung folgen. Lang zeigte sich froh, den neuen Mann an seiner Seite zu haben:

"Mit dem gleichen Budget ist der neue Ansatz von Steinmetz meilenweit davon entfernt, wie es bei Fasching war."

Neben dem A-Team ist Steinmetz für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Nachwuchses verantwortlich. "Neben seiner bestmöglichen Trainerausbildung ist es vor allem sein sportlicher Werdegang, der unsere Spieler erkennen lässt, was man in der in Österreich derzeit unbedeutenden Olympiasportart Wasserball erreichen kann", meinte Lang.

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