Darts: Suljovic gewinnt Nervenkrimi

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Der Österreicher Mensur Suljovic zieht nach einem Nervenkrimi ins Achtelfinale der Darts-WM in London ein. Der 43-Jährige setzt sich in der zweiten Runde 4:3 gegen Lokalmatador David Pallett (25) durch.

Beide Akteure zeigen beim Ausmachen der Double-Felder mehrfach Nerven, scheitern so auch am 9-Darter. Die österreichische Nummer 21 der Weltrangliste entscheidet die Partie schließlich per Wurf ins Bull's-eye.

Suljovic steht zum zweiten Mal nach 2011 im WM-Achtelfinale.

Dramatischer Spielverlauf

Suljovic startet mit einem 160-Checkout und sichert sich wenig später den ersten Satz. Die nächsten beiden Durchgänge muss der Österreicher aber an seinen 25-jährigen Kontrahenten abgeben.

Im vierten Satz verpasst Suljovic nur hauchdünn den sensationellen Nine-Darter, trifft aber nicht das Doppel-18-Feld und muss sich "nur" mit einem 10-Darter begnügen. Dieser und der nächste Durchgang gehen aber wieder an den Österreicher.

Im sechsten Satz kann Pallett erneut zurückschlagen: Auch er scheitert zunächst am Nine-Darter (D12), um dann in den Sätzen auszugleichen.

Im letzten Satz folgt das happy end für "The Gentle": Pallett gelingt zwar das sofortige Break, schafft aber in der Folge nicht, mit zwei Darts die Doppel-8 auszumachen. Suljovic schlägt mit einem 102-Finish zurück, holt sich auch das Leg darauf und macht seinen Achtelfinal-Einzug schließlich mit einem 84er-Finish perfekt. Sein Wurf auf das Bull's eye beendet die Nervenschlacht.

Beim 3-Dart-Average liegen Pallett (92,21) und Suljovic (91,04) gleichauf. Dem Engländer wird aber letztlich seine Doppel-Quote von 28,3% zum Verhängnis, Suljovic (Chechkout: 40%) kann sich trotz insgesamt schwacher Leistung ins Achtelfinale retten.

Webster schaltet Jenkins aus

Überraschend deutlich endet die Partie zwischen Terry Jenkins (11) und Mark Webster (22). The Bull findet über die gesamte Matchdauer nicht zu seinem Spiel (Average: 92,15, Checkout-Quote: 30,77%) und kann insgesamt nur vier Legs für sich entscheiden. Webster (Average 93,37, Checkout: 34,29 %) gewinnt deutlich mit 4:0 Sätzen und zieht ins Achtelfinale ein.

Dort wartet auf den Waliser ein Duell mit Alan "Chuck" Norris (49). Der BDO-Vizeweltmeister von 2014 weist mit einem 94,8-Average und einer 41,94%-Checkout-Quote Joe Murnan (52, Average: 89,76, Double-Quote: 22,22%) mit 4:1 klar in die Schranken.

Die Liste der PDC Darts Weltmeiser Bild 1 von 28
Sieben Spieler konnten sich bislang bei der PDC zum Weltmeister küren. Eine Zeitreise von 1994 bis in die Gegenwart ... Bild 2 von 28
Dennis Priestley wurde nicht nur Weltmeister bei der BDO, der Engländer macht sich später auch zum ersten Weltmeister der PDC-Geschichte. Bild 3 von 28
1994 gewinnt Priestley das erste von insgesamt fünf PDC-WM-Final-Duellen mit Phil Taylor glatt 6:1. Bild 4 von 28
1995 beginnt Phil Taylor mit seinem ersten PDC-Titel einen langjährigen Erfolgslauf. Rod Harrington muss sich 2:6 geschlagen geben. Bild 5 von 28
1996 gelingt Taylor die Revanche für 1994, er bezwingt Priestley 6:4. Bild 6 von 28
Auch 1997 heißt das Finale Taylor gegen Priestley, erneut behält Taylor 6:3 die Oberhand. Bild 7 von 28
1998 duellieren sich die beiden prägenden Akteure der ersten WM-Jahre ein weiters Mal und diesmal muss Priestley die deutlichste Niederlage hinnehmen: Taylor serviert ihn 6:0 ab. Bild 8 von 28
1999 kann Taylor seinen Titel abermals verteidigen, der Gegner ist diesmal aber ein anderer ... Bild 9 von 28
Peter Manley zieht 2:6 den Kürzeren. Bild 10 von 28
Neues Jahrtausend, alter Weltmeister. Taylor fährt mit 7:3 abermals einen Sieg gegen Priestley ein.  Bild 11 von 28
2001 darf erstmals ein Nicht-Engländer am PDC-WM-Finale teilnehmen. Der Kanadier John Part hat aber keine Chance, Taylor gewinnt 7:0. Bild 12 von 28
2002 triumphiert Taylor zum 8. Mal in Folge bei der PDC. Gemeinsam mit den beiden Erfolgen bei der BDO (1990, 1992) ist es sein 10. WM-Titel. Er deklassiert Peter Manley 7:0. Bild 13 von 28
2003 bringt Abwechslung. Taylor muss nicht nur den Thron räumen, sondern ihn auch noch an Kanada abgeben. John Part revanchiert sich für die zwei Jahre zuvor erlittene Niederlage und weist Taylor im Entscheidungssatz 7:6 in die Schranken. Bild 14 von 28
Noch enger geht es 2004 zu. Taylor gewinnt das erste Finale, das im Sudden Death entschieden wird, gegen Kevin Painter 7:6. Bild 15 von 28
2005 muss sich Mark Dudbridge geschlagen geben. Taylor gewinnt 7:4. Bild 16 von 28
2006 versucht Peter Manley ein weiteres Mal, Taylor in die Knie zu zwingen. Es gibt aber erneut eine Machtdemonstration von The Power - 7:0. Bild 17 von 28
2007 holt Raymond van Barneveld den ersten Titel für die Niederlande. Bild 18 von 28
Barney hat in der Mutter aller Finals gegen Taylor im Sudden Death die Nase vorne und siegt 7:6. Bild 19 von 28
2008 tritt ein bis dahin nicht für möglich gehaltenes Novum ein. Das Finale findet ohne Phil Taylor statt. John Part setzt sich gegen Kirk Sheperd 7:2 durch. Bild 20 von 28
Die Neuauflage des dramatischen 2007er Finals bringt die Revanche für Taylor. The Power holt sich mit 7:1 gegen Van Barneveld den Titel zurück. Bild 21 von 28
2010 schickt sich Simon Whitlock an, Taylor ein Bein zu stellen. Der Australier unterliegt aber 3:7. Bild 22 von 28
Im Alter von 25 Jahren macht sich Adrian Lewis 2011 zum damals jüngsten PDC-Weltmeister. Im Finale bezwingt er den Schotten Gary Anderson 7:5. Bild 23 von 28
2012 wiederholt der sportliche Ziehsohn Taylors gar den Titel, mit einem 7:3-Finalsieg über Andy Hamilton. Bild 24 von 28
2013 gibt es das Duell zwischen Youngst Michael van Gerwen und Altmeister Taylor. Der Niederländer hält gut mit, Taylor gewinnt aber 7:4. Der bislang letzte Titel von The Power. Bild 25 von 28
Ein Jahr später hält Mighty Mike dann die Trophäe in Händen. Van Gerwen ist bei seinem Finalsieg 2014 gegen Peter Wright (7:4) erst 24 Jahre alt und damit jüngster Weltmeister der PDC-Geschichte. Bild 26 von 28
2015 freuen sich die Schotten mit Gary Anderson über ihren ersten PDC-Weltmeister. Gegen Taylor hat der Flying Scotsman mit 7:6 das bessere Ende für sich. Bild 27 von 28
2016 revanchiert sich Anderson für die Finalniederlage 2011 und weist Adrian Lewis mit 7:5 in die Schranken. Der Schotte wird damit zum dritten Spieler nach Taylor und Lewis, der seinen Titel erfolgreich verteidigen kann. Bild 28 von 28
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