ÖHB-Herren souverän im WM-Quali-Playoff

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Es ist vollbracht! Österreichs Handball-Herren ziehen als Gruppensieger ins Playoff für die WM 2017 in Frankreich ein.

Die Auswahl von Teamchef Patrekur Johannesson schlägt im abschließenden Spiel Finnland souverän mit 32:20 (17:12).

In der ersten Halbzeit können die Finnen noch mithalten, danach sorgt Rot-Weiß-Rot für klare Verhältnisse.

Zum Topscorer avanciert Nikola Bilyk mit insgesamt sieben Treffern.

Die Auslosung findet am 31. Jänner statt, das Playoff-Hin- und -Rückspiel steigt im Juni 2016.

In der Endabrechnung liegt Österreich dank der mehr erzielten Auswärtstore vor den punktegleichen Rumänen.

Beim ÖHB-Team spielte anfangs die Angst mit

Drei Tage nach dem dramatischen 29:32 in Rumänien, mit dem sich Österreich trotz Niederlage den entscheidenden Vorteil verschafft hatte, musste die Johannesson-Truppe aber - im Gegensatz zu den beiden Jänner-Partien gegen Italien - viel Schweiß investieren.

Der Sieg war zwar nie gefährdet, richtig ins Rollen kam das Spiel der Gastgeber aber lange Zeit nicht. Vielleicht war auch die Angst, als klarer Favorit den Pflichtsieg und damit das Play-off-Ticket zu verpassen, einer der Gründe für den mühsamen Start.

Eine frühe 5:2-Führung (6.) vermochte man bis zur Pause nicht entscheidend auszubauen, zu wenig konsequent agierten Nikola Bilyk und Co., auch die Abschlüsse fielen oftmals zu ungenau aus.

EM-Teilnehmer als Playoff-Brocken

Erst nach der Pause nahm das immer befreitere Spiel der Österreicher Fahrt auf, die finnische Gegenwehr ließ sukzessive nach. In der 50. Minute schien auf der Anzeigetafel erstmal ein Zehn-Tore-Vorsprung auf (28:18), den sich der WM-Achtelfinalist 2015 nicht mehr nehmen ließ.

Die Nagelprobe hat Österreichs verjüngtes Team damit erfolgreich bestanden, der Ausblick in die Zukunft (Heim-EM 2020) fällt positiv aus. Vorerst darf und muss Johannesson im Play-off (10.-12. Juni und 14.-16. Juni 2016) aber wieder auf die Rückkehr der Routiniers Viktor Szilagyi, Maximilian Hermann, Romas Kirveliavicius und Robert Weber hoffen. Auch Raul Santos, der sich am Donnerstag einen Innenbandeinriss zuzog, dürfte dann wieder mit von der Partie sein.

In jedem Fall darf Handball-Österreich am 31. Jänner mit Spannung nach Krakau blicken. Dort wird am Finaltag aus den Teilnehmern der derzeit laufenden EM (alle Partien im LIVE-Stream) der Play-off-Gegner ermittelt. In der Vorquali erreichten neben Österreich auch Tschechien, Lettland, Bosnien und Herzegowina, die Niederlande und Portugal die entscheidende Quali-Phase.

Stimmen zum Spiel

Patrekur Johannesson (ÖHB-Teamchef): "Ich bin glücklich, wir haben unser Ziel erreicht. Am Anfang waren wir zu hektisch, in der Deckung hat in der ersten Halbzeit nur wenig geklappt, das war in der zweiten Halbzeit besser. Dadurch haben wir mehr Selbstvertrauen bekommen und haben dann deutlich besser gespielt."

Nikola Bilyk (ÖHB-Topwerfer): "Wir sind natürlich überglücklich, dass wir es jetzt auch offiziell geschafft haben. Jetzt dürfen wir endlich feiern und uns freuen. Wir haben als Mannschaft wieder großen Einsatz gebracht, gekämpft und verdient gewonnen. Diese Mannschaft hat noch viel Potenzial, jeder glaubt an den anderen. Wir wollen unbedingt zur WM fahren, daher gibt es keinen Wunschgegner. Wir müssen gegen jeden gewinnen."

Alexander Hermann (ÖHB-Spieler): "Es ist immer schön, zu Hause zu gewinnen. Wir haben phasenweise ein gutes Spiel abgeliefert und hatten vor allem in den Gegenstößen, der zweiten Welle mehr Ausdauer. Es war daher ein verdienter Sieg für uns."

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