Willett holt sich das Grüne Jackett

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Danny Willett (ENG/-5) holt den Titel beim Masters in Augusta und kassiert für seinen ersten Major-Sieg 1,8 Mio. Dollar.

Der Engländer spielt eine starke 67er-Schlussrunde (-5) und profitiert vom spielerischen Zusammenbruch von Jordan Spieth (USA/-2). Der 22-Jährige schmeißt auf dem Weg zur Titelverteidigung beim 1. Saison-Major einen Fünf-Schläge-Vorsprung weg und muss sich nach seiner finalen 73er-Runde (+1) mit Platz zwei begnügen.

Österreichs Top-Golfer Bernd Wiesberger (+8) belegt Rang 34.

Dramatischer Finaltag

Die Schlussrunde bei der 80. Masters-Auflage im Augusta National Golf Club ist an Dramatik kaum zu überbieten.

Jordan Spieth (USA) ist am Sonntag auf dem besten Wege als vierter Spieler den Masters-Titel erfolgreich zu verteidigen. Nach neun Löchern liegt der 22-Jährige vier unter Par für die Runde und hat fünf Schläge Vorsprung auf die ersten Verfolger.

Zu Beginn der Back Nine schmeißt der US-Amerikaner aber die Nerven weg und verspielt wie Rory McIlroy 2011 den Titel auf den Löchern 10, 11 und 12.

Spieth muss zwei Bogeys in Folge notieren, aber auf dem berühmten Par 3 im Amen Corner kommt es noch schlimmer. Er versenkt zwei Bälle im Wasser und mit dem daraus resultierenden Quadruple-Bogey auch die Chance auf die Titelverteidigung.

Danny Willett als Profiteur

Spieth gibt nach den katastrophalen Löchern nicht auf, er schafft noch zwei Birdies auf der 13 und der 15, aber ein weiteres Bogey auf Loch 17 besiegelt die 73er-Runde (+1). Sein Gesamt-Ergebnis von zwei unter Par reicht nur für Platz zwei, den er sich mit Lee Westwood (ENG) teilt.

Die beiden US-Amerikaner JB Holmes und Dustin Johnson sowie der Engländer Paul Casey belegen mit -1 Rang vier.

Als strahlender Sieger geht aber der als Fünfter in den Finaltag gegangene Danny Willett hervor. Der Engländer, der vor der Schlussrunde drei Schläge Rückstand auf Spieth hatte, spielt am Sonntag eine bogeyfreie 67 (-5) und gewinnt das Masters schlussendlich mit drei Schlägen Vorsprung.

Besonders bitter ist für Spieth auch, dass er als Vorjahres-Sieger dem neuen Champion in das Grüne Jackett helfen muss. Zu seinem Aussetzer sagt der zweifache Major-Champ: "Das waren schwere 30 Minuten für mich, die ich hoffentlich nie wieder erleben muss."

Bei der Siegerehrung strahlt Willett über das ganze Gesicht und sagt: "Ich kann meine Emotionen nicht beschreiben. Für mich ist das heute ein surrealer Tag."

Für den 28-Jährigen, der im diesem Jahr bereits die Dubai Desert Classic auf der European Tour gewann, ist es der erste Major-Titel seiner Karriere.

Der frischgebackene Vater, der erst zum zweiten Mal in Augusta mitspielte, ist der erste Europäer seit Jose Maria Olazabal (ESP/1999) der das prestigeträchtigste Major gewinnt.

Nach Sir Nick Faldo, der in Augusta 1989, 1990 und 1996 triumphierte, ist Willett erst der zweite englische Masters-Champ.

Weit zurückgefallen

Schlimm erwischt es auch Smylie Kaufman (USA) und Bernhard Langer (GER), die als Zweiter und Dritter in den Finaltag gehen.

Der amerikanische Masters-Rookie fabriziert am Schlusstag eine 81(+9) und fällt auf Rang 29 zurück. Auch der 58-jährige Deutsche, der sich zum ältesten Major-Champ hätte krönen können, erwischt keinen guten Tag, er spielt eine 79(+7) und wird 24.

Ebenfalls unzufrieden mit ihrer Endplatzierung sind wohl auch Rory McIlroy (NIR) und Jason Day (AUS).

Der Nordire, der den Karriere-Grand-Slam auch im diesem Jahr nicht komplettieren kann, und der Weltranglisten-Erste aus Australien teilen sich mit insgesamt eins über Par den zehnten Platz.

Österreichs Top-Golfer Bernd Wiesberger (+8) spielt am Sonntag eine solide 72er-Par-Runde und beendet seinen zweiten Auftritt in Augusta auf dem 34. Platz.

Bester Amateur wird Bryson DeChambeau (USA/+5). Der 22-jährige beendet sein letztes Turnier vor seinem Wechsel ins Profilager auf dem 21. Rang.

Drei Holes-in-One

Die besten Schläge des Tages passieren alle auf Loch 16. Zum ersten Mal in der Geschichte des Masters gelingt drei Spielern eine Hole-in-One auf einem Loch.

Der Ire Shane Lowry, der Südafrikaner Louis Oosthuizen und der US-amerikanische Ryder-Cup-Kapitän Davis Love III lochen bei dem 164-Meter-langen Par 3 mit dem ersten Schlag ein.


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